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Österreichs Abgabenquote ist zu hoch

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Walter Ruck
© Ian Ehm

Mehr als 42 Prozent unserer jährlichen Wirtschaftsleistung liefern wir in Österreich in Form von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen an den Staat ab. Das ist der fünfthöchste Wert in der EU und damit deutlich über dem Schnitt der EU-Länder gesamt. Wir leisten uns damit staatliche Ausgaben in einer Höhe wie kaum ein anderes Land. Allerdings, so kritisieren Experten seit Jahren, sind diese Ausgaben nicht immer besonders effizient, wirkungsvoll und treffsicher. Dies deswegen, weil das Geld dank der hohen Abgabenquote ja immer noch reichlich in Richtung Staat fließt.

Die heimische Wirtschaft fordert daher schon seit vielen Jahren zu Recht, dass die Abgabenquote spürbar sinkt und alle Leistungsträger entlastet werden - die Unternehmen genauso wie ihre Mitarbeiter.
Walter Ruck

Einiges ist uns dazu in den vergangenen Jahren schon gelungen, etwa bei den Lohnnebenkosten oder dem untersten Einkommensteuertarif. Doch das kann erst der Anfang gewesen sein.

Steuerreform als großer Wurf

Wenn in wenigen Wochen die nächste Steuerreform vorgestellt wird, dann muss das aus Sicht der Wirtschaft ein großer Wurf werden - eine spürbare Entlastung, die in den Bilanzen der Unternehmen und den Einkommen aller Erwerbstätigen ankommt. Zusätzlich sollte sie weitere Investitionsanreize vorsehen, die wirtschaftlichen Tatendrang belohnen. Dieserart kann die Steuerreform auf Jahre hinaus unsere Konjunktur beflügeln.

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