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Österreich nur in der Zuschauerrolle!

China baut die Handelswege zwischen Ostasien und Europa mit viel Geld aus. Dutzende Staaten wollen Teil der „Seidenstraßen-Initiative” sein. Doch Österreich schaut bislang nur zu.

© Pyty/Shutterstock. Gestaltung: wkw/gp

Zwischen China und Europa werden jedes Jahr Waren im Wert von mehreren hundert Milliarden Euro ausgetauscht. Und beide Seiten wollen noch mehr Geschäft miteinander machen. China hat daher vor knapp vier Jahren die „Seidenstraßen-Initiative” gestartet. Gemeinsam mit den Ländern aus Zentralasien und Europa will die chinesische Führung ein Netz an neuen Verkehrsverbindungen aufbauen - Eisenbahnen, Straßen, Telekommunikation, Öl-Pipelines und Infrastruktur für den Schiffsverkehr. Angedacht sind mehrere Stränge, die miteinander verbunden sind: Ein Strang soll über Kasachstan und Russland laufen, ein anderer über den Iran und die Türkei. Hinzu kommt noch die Schiffsroute über das Rote Meer (siehe Grafik). Entlang dieser Wege sollen neue Wirtschaftszentren entstehen - Industrieparks, Logistik-Hubs und Tiefseehäfen.  

„Die derzeitigen Pläne sehen vor, dass Österreich nicht an die Seidenstraße angebunden wird, Städte wie Prag, Budapest, Warschau und Hamburg aber schon. Die Politik muss sich auf höchster Ebene dafür einsetzen, dass wir nicht umfahren werden. In anderen Ländern hat die Seidenstraße höchste politische Priorität, Österreich ziehe sich hingegen auf eine Zuschauerrolle zurück.
Alexander Biach, stv. Direktor der Wirtschaftskammer Wien

Österreich schickte lediglich Botschafterin

China investiert bereits zweistellige Milliardenbeträge pro Jahr in konkrete Projekte im Rahmen dieser Initiative und hat einen eigenen „Seidenstraßen-Fonds” zur Finanzierung weiterer Vorhaben aufgelegt. Die Volksrepublik will so neue wirtschaftliche Impulse setzen und ihre politische Macht in der Welt ausbauen. Vergangene Woche lud Chinas Staatspräsident Xi Jinping zum ersten „Seidenstraßen-Gipfel” nach Peking. 28 Staats- und Regierungschefs waren vertreten, Österreich schickte lediglich seine Botschafterin.  

Heimische Politik muss sich jetzt engagieren

WK Wien-Präsident Walter Ruck erwartet von der Politik nun konkrete Vorschläge, wie etwa die seit Jahren angedachte Verlängerung der russischen Breitspurbahn nach Wien in Angriff genommen werden kann. Im Großraum Wien könnte sie in ein riesiges Warenumschlagszentrum mit vielen neuen Arbeitsplätzen und Betrieben münden, so Ruck. Die heimische Politik müsse sich jetzt bei den Entscheidungsträgern, die die Seidenstraße vorantreiben, engagieren. Denn es gehe auch um wichtige Aufträge für österreichische Betriebe: Bei der Entwicklung und dem Bau der neuen Infrastrukturen könne man heimisches Know-how einbringen - und Aufträge heimbringen.

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