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Nur noch zwei Wochen bis zum Verkehrschaos

Von September bis in die Vorweihnachtszeit wird es eng auf der Linken Wienzeile: Aufgrund der Sanierung der Fahrbahn und des Lückenschlusses des 13 Kilometer langen Wiental-Radwegs ist für Autos nur noch ein Fahrstreifen befahrbar. Aktuelle Berechnungen des ÖAMTC prognostizieren einen kilometerlangen Stau. 564 Unternehmen sind betroffen.

Verkehr
© Weinkirn

„Wienerinnen und Wiener brauchen ab September gute Nerven. Die Berechnungen des ÖAMTC haben ergeben, dass die Baustelle für massive Verkehrsbeeinträchtigung auf Wiens Straßen sorgt und nicht zuletzt auf Kosten der Bevölkerung und Betriebe geht,” erklärt Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Wien. Wenn alles nach Plan läuft, wird vier Monate gebaut - von 1. September bis 13. Dezember: In dieser Zeit ist laut dem ÖAMTC-Staukostenrechner an einem durchschnittlichen Werktag mit bis zu 8,5 Stunden Stau zu rechnen.

„Veränderungen in einer Großstadt gehören dazu, aber nicht um jeden Preis. Hier wird eine Konfliktzone geschaffen. Professionelle Stadtentwicklung geht anders.”
Rainer Trefelik

Die Verkehrsbelastung geht von 14 Uhr bis 22.30 Uhr. „Von Montag bis Freitag führt das gegen 19 Uhr zu einer Staulänge von 7,4 Kilometern. Das entspricht der Distanz vom Stephansplatz bis Schloß Schönbrunn”, so Trefelik. Die massiven Verzögerungen betreffen auch alle Zubringer - etwa die Operngasse oder Zweierlinie - und wirken sich dadurch auch auf umliegende Bezirke aus. „Dass die Reduktion der Fahrspuren um 50 Prozent an einem wesentlichen Verkehrsknoten - besonders im Herbst und zur Adventszeit - zum Chaos führt, ist eine logische Konsequenz”, ergänzt der Spartenobmann.

564 Betriebe betroffen

Kommt alles wie vorgesehen, sind 564 Betriebe betroffen. Für die ansässigen Unternehmen steht einiges am Spiel: Der Verlust von Schanigärten und Ladezonen oder Parkmöglichkeiten für Kunden. Der Wegfall von 70 bis 80 Parkplätzen erschwert die Erreichbarkeit, die besonders fürs Weihnachtsgeschäft wesentlich ist. Die Betriebe am Naschmarkt haben nach der fünfjährigen Generalsanierung auf eine Erholungsphase gehofft - jetzt heißt es Dauerbaustelle. Auch nach Fertigstellung der Arbeiten sind Schwierigkeiten zu befürchten: Beispielsweise grenzt die Ladezone direkt an den nur zwei Meter breiten Zweirichtungsradweg, was Gefahren für die Radfahrer birgt. Gebaut wird jetzt trotzdem. „Der sukzessive Ausbau des Wiener Radnetzes ist per se wünschenswert”, fügt Trefelik hinzu, „aber die Art und Weise der Projektabwicklung veranlasst zu Kritik.” Als zentralen Punkt nennt er die Wahl des Zeitpunktes: „Normalerweise werden bauliche Vorhaben dieser Größenordnung in den Sommer verlegt, wenn viele auf Urlaub sind. Das war aufgrund der U4-Sanierung nicht möglich.” Zukünftig müsse auf ein besseres Timing geachtet werden. Auch die Prüfung von alternativen Routen sei alles andere als ideal.

Baustelle von September bis Dezember

Die stark befahrene Achse Wiental wird nicht nur von den ortsansässigen Unternehmen und ihren Mitarbeitern frequentiert, sondern auch von zahlreichen weiteren Autofahrern. Täglich passieren 16.000 bis 17.000 Autos die Linke Wienzeile. Das prognostizierte Verkehrschaos kostet an einem Werktag 71.000 Euro - davon 68.000 Zeit- und 3000 Euro Energiemehrkosten. Die Gesamtkosten der werktäglichen Staus während der Bauzeit ergeben in Summe 3,5 Millionen Euro. Die WK Wien fordert die Entwicklung eines nachhaltigen Verkehrskonzepts mit Ausweichrouten und einen Umleitungsplan durch die Stadt Wien. „Außerdem bedarf es einer Evaluierung nach der Bauphase, um künftige Projekte besser zu koordinieren. Ich hoffe auf einen reibungslosen Ablauf, um nach dem Baustellen-Sommer ein ‚Baustellen-Weihnachten’ zu vermeiden”, so Trefelik.


Details zur Baustelle

  • Kosten für den Radweg und die Fahrbahnsanierung: 4,97 Millionen Euro
  • Länge des neuen Zweirichtungsradweg: 700 Meter
  • Bauzeit: 4 Monate von 1. September bis 15 . Dezember 2019
  • 564 Betriebe betroffen
  • Probleme bei der Belieferung mit Waren.
  • Keine Parkmöglichkeiten für Kunden
  • Keine Erholungsphase für Markt- und Gastronomiebetriebe am Naschmarkt
  • Keine Schanigärten für Gastronomiebetriebe
  • Schlechte Sichtbarkeit für Kunden
  • Staub-, Lärm- und Schmutzbelästigung


 

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