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Normalisierung noch in weiter Ferne

Die Druckbranche war zwar selbst nicht von Betriebsschließungen wegen der Corona-Pandemie betroffen. Die Unternehmen leiden dennoch unter gravierenden Umsatzeinbrüchen, sagt Fachgruppenobmann Dieter Simon.

Drucker
© Goss Vitalij/Fotolia

Wie viele andere Branchen hat der Corona-Shutdown Mitte März auch die Druckereien auf dem falschen Fuß erwischt. Vor allem diejenigen, die ihre Umsätze mit Werbung machen, habe es hart getroffen, sagt der Wiener Obmann der Fachgruppe Druck Dieter Simon. „Der Monat ist neben dem Frühherbst - September und Oktober - für sie die umsatzstärkste Zeit des Jahres.”

„Wir sind schon gut bedient, wenn die restlichen Monate annähernd so laufen wie im Vorjahr.”
Dieter Simon

Die Druckereien konnten weiterarbeiten, hatten ab 16. März aber nur noch bestehende Aufträge abzuarbeiten. Neue seien so gut wie gar keine hereingekommen, sagt Simon. „Im April hatten die Betriebe Umsatzeinbußen von 50 bis 90 Prozent.” Um die Mitarbeiter trotzdem halten zu können, haben viele das Kurzarbeitsmodell in Anspruch genommen. Simon berichtet von großem Informationsbedarf seiner Mitgliedsbetriebe. „Die Unsicherheit war groß, was erlaubt ist und was nicht.” Auch für ihn selbst sei es nicht immer einfach gewesen, den Überblick zu behalten. Dass die Auflagen Anfang Mai gelockert wurden und die meisten Betriebe wieder aufsperren dürfen, habe sich bislang „höchstens in etwas mehr Anfragen, noch nicht in steigenden Umsätzen” bemerkbar gemacht. Mit einer Normalisierung der Lage rechnet er aber noch länger nicht. Andere Selbstständige sind die wichtigsten Kunden der Druckereien, „und dort ist die Liquidität einfach weg. Auch der gesamte Kulturbetrieb fehlt uns”, so Simon. Die Umsatzausfälle können nicht gänzlich nachgeholt werden, ist er sicher.

Geschäft ist abrupt eingebrochen

Was das anbelangt, ist Martin Stumfoll, Chef der Druckerei Alwa & Deil in Penzing, wenig optimistisch. Mit dem Corona-Shutdown Mitte März sei das Geschäft in seinem Betrieb abrupt eingebrochen, erzählt er. „Wir arbeiten viel für Kulturbetriebe und Theater, die haben die Aufträge sofort gestoppt.” Auch andere Kunden wie Busunternehmer hätten schon bestellte Mailings storniert. Stumfoll schickte seine 20 Mitarbeiter in Kurzarbeit - vorerst bis Ende Mai. Wenn möglich, wird er danach um drei Monate verlängern. „Es wird nicht anders gehen”, seufzt er. Denn: Auch wenn Teile der Wirtschaft nun wieder hochgefahren werden - in seiner Druckerei merke er bisher nichts davon. Es sei „nach wie vor sehr ruhig.” Dass sich die Auftragslage im Sommer deutlich bessern wird, erwartet Stumfoll nicht. Das sei generell eine eher ruhige Zeit, wo normalerweise zeitunabhängige Daueraufträge erledigt werden. „Die haben wir jetzt schon vorgezogen und auf Lager produziert”, sagt er. „Ich gehe daher davon aus, dass wir im Sommer dann nichts zu tun haben werden.” Kein Umsatz bei laufenden Kosten - ohne Reserven sei das nicht zu überstehen. „Gottseidank haben wir immer Reserven im Betrieb gelassen”, betont Stumfoll. Wichtig sei auch, dass die Kunden die Krise überleben. „Wir kämpfen und hoffen, dass wir zu jenen gehören, die nach der Krise wieder auferstehen.”

 

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