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Neuer Markt: Flanieren wie in alter Zeit

Mit Jahresbeginn startete eine der größten und längsten Baustellen in der Wiener Innenstadt: Der Umbau und die Neugestaltung des Neuen Markts. Für die Geschäftsleute vor Ort eine Riesenchance aber auch große Herausforderung zugleich.

v.l.: Juwelier Christoph Köchert, Modehändlerin Johanna Ertl und WK Wien-Bezirksobmann Dieter Steup: Wenn die Durststrecke während der Baustellenzeit überwunden ist, entsteht ein neuer, wunderschöner Platz, den viele potenzielle Kunden besuchen werden
© wkw/Ikodinovic v.l.: Juwelier Christoph Köchert, Modehändlerin Johanna Ertl und WK Wien-Bezirksobmann Dieter Steup: Wenn die Durststrecke während der Baustellenzeit überwunden ist, entsteht ein neuer, wunderschöner Platz, den viele potenzielle Kunden besuchen werden

„Wir haben nicht weniger Kunden, aber wir müssen uns doppelt so viel anstrengen um die gleiche Anzahl an Kunden zu haben”, erzählt Johanna Ertl vom Modegeschäft Flamm. Wie bei jeder Großbaustelle sind die Belastungen für die Unternehmer vor Ort groß: Staub, Lärm und eingeschränkte Zufahrtsmöglichkeit stehen auf der Tagesordnung. „Kreativität ist gefragt um in dieser schwierigen Situation wirklich alle Potenziale zu nutzen,” ergänzt Juwelier Christoph Köchert, der sich und sein Warenangebot nun verstärkt auf Ausstellungen präsentiert. Ertl wirkt der fehlenden Laufkundschaft mit Veranstaltungen entgegen, zu denen sie gezielt ihre Kunden einlädt. „Wenn es Probleme gibt, dann denken wir immer wieder an die Zukunft und daran, was für ein wunderschöner Platz hier entstehen wird,” sind sich beide einig.

„Die Baustelle ist eine große Herausforderung für die Betriebe, aber die Freude auf danach ist groß und so auch die Hoffnung, dass hier einer der schönsten Plätze in der Wiener City entsteht. Der Neue Markt wird durch den Umbau zu einer Top 1A Lage aufgewertet.”
Dieter Steup, WK Wien-Bezirksobmann

Jahrzehntelang diskutiert

Der Umbau des Neuen Markts und das Garagenprojekt sind seit rund 18 Jahren ein vieldiskutiertes, bezirkspolitisches Thema. Trotz bestehender Pläne wurde der Projektstart  immer wieder aufgeschoben. Nach mehreren Volksbefragungen und vielem Für und Wider haben im Jänner 2019 die ersten Umbauarbeiten für die geplante Tiefgarage und die neue Oberflächengestaltung begonnen. Die Errichtung der Tiefgarage erfolgt im Auftrag der Firma Neuer Markt Garagenerrichtungs- und Betriebs GmbH. Die Tiefgarage wird sich über vier Untergeschoße erstrecken und umfasst ca. 360 Pkw-Parkplätze. Die Ein- und Ausfahrt wird in der Tegetthoffstraße angelegt. Der Platz selbst soll zur Fußgängerzone umgestaltet werden - unter Beibehaltung einer Durchfahrtsmöglichkeit von der Tegetthoffstraße in die Plankengasse.

Gute Kommunikation

Die Zusammenarbeit und Koordination mit der Baufirma und den zuständigen Personen ist gut. Im Vorfeld gab es zwei große Informationsveranstaltungen zu dem Projekt. Auf einer eigenen Homepage findet man sämtliche Informationen sowie den Kontakt zur Ansprechperson für alle Fragen, Beschwerden und Anregungen. Bei Problemen wird rasch und wenn möglich, im Sinne der Unternehmer reagiert, was in Anbetracht der Umstände nicht einfach ist.

Baustellenmarketing

Durch das Engagement der Unternehmer des Einkaufsstraßenvereins „Neuer Markt” und der Unterstützung von WKO im Bezirk, konnte in Kooperation mit dem Projektbetreiber die Installation einer einheitlich gestalteten Bauwand, um die gesamte Baustelle beschlossen werden. Diese Wand soll dem Blick-, Staub- und Lärmschutz dienen und den Platz während der Baustellenzeit verschönern. Auf den insgesamt 500 Laufmetern werden Informationen zum Umbau, ein Leitsystem und ansässige Unternehmen zu finden sein, die den über zwei Meter hohen Bauzaun als Werbefläche nutzen können. Der Aufbau der Wand soll spätestens im Juli beginnen. Weitere Marketingmaßnahmen für die Zeit des Umbaus sind bereits in Planung. „Durch den Umbau besteht die Möglichkeit, dass der Neue Markt wieder zu jenem prächtigen Platz wird, der er einst, auch bekannt unter dem Namen ‚Mehlmarkt’ war,” sind sich Christoph Köchert und Christine Grohs, von der Konditorei Oberlaa, einig. Im 13. Jahrhundert erstmal erwähnt, ist der Neue Markt einer der ältesten Plätze Wiens. Der Markt diente jahrzehntelang dem Handel, als Flaniermeile, für Umzüge, Schlittenfahrten u.v.m. Die Hoffnung der Gewerbetreibenden ist, dass durch die Neugestaltung der Neue Markt wieder zu einem Ort zum Verweilen und Genießen wird, so wie er es in seiner langen Geschichte meist war - und nicht mehr als Parkplatz oder Lagerplatz für Baucontainer und Bauschutt von umliegenden Baustellen dienen soll, wie es in der Vergangenheit oft der Fall war. Absolute Priorität für WK Wien-Bezirksobmann Dieter Steup hat jetzt die Mitsprachemöglichkeit der Unternehmer bei der Oberflächengestaltung des Neuen Markts. Die Einteilung der Schanigärten, die Frage einer Begrünung des Platzes aber auch die Installation von Trinkbrunnen und Sitzgelegenheiten auf dem Platz - hier gibt es noch viele offene Fragen. Eine weitere Überlegung ist, bereits in der Planung, die Möglichkeit für eine zukünftige Weihnachtsfestbeleuchtung mit zu berücksichtigen und gegebenenfalls zu integrieren. Steup will die betroffenen Unternehmer und die zuständigen Stellen zu gemeinsamen Treffen einladen, um eben diese Fragen zu diskutieren. Der Wunsch der Unternehmer in diesen Gestaltungsprozess miteinbezogen zu werden ist groß.

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