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Neuen Fernbus-Terminal jetzt zügig umsetzen

Die Stadt Wien will den neuen, lange von der Wirtschaftskammer Wien geforderten Fernbusterminal im zweiten Bezirk nahe dem Dusika-Stadion errichten. Davor Sertic, Obmann der Sparte Transport und Verkehr und Wilhelm Böhm, Obmann der Fachgruppe Bus drängen auf eine zügige Umsetzung des Projekts.

Fernbusterminal
© PID

„Wir haben viele Jahre intensiv bei der Politik für einen neuen und modernen Busterminal gekämpft. Dass der Terminal nun mit der Standortauswahl im zweiten Bezirk endlich in die Umsetzungsphase geht, ist ein großer Erfolg unserer Arbeit und Interessenvertretung”, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer) Wien. Auch Davor Sertic, Obmann der Sparte Transport und Verkehr der WK Wien freut sich, dass die Entscheidung endlich gefallen ist.

„Der Standort beim Stadion ist eine sehr gute Wahl und erfüllt viele der Voraussetzungen, um einen Terminal zu einem Erfolg werden zu lassen. Er ist gut an das hochrangige Straßennetz angebunden, Busse müssen nicht weite Wege durch die Stadt fahren. Und er ist auch gut an das Öffi-Netz angebunden, was für Passagiere wichtig ist”
Davor Sertic

Nun sei es wichtig, dass neben dem Standort auch alle anderen Faktoren passen. „Wien soll ein internationales Vorzeige-Projekt erhalten, wie es die WK Wien schon im Vorjahr vorgestellt hat. Dazu gehören visionäre Architektur, Kiss & Ride-Zonen, gedeckte und beheizte Warteräume, Ticketautomaten, ein mehrsprachiges Wegweisungssystem, Shops für Fahrgäste, Car-Sharing-Angebote, Taxistandplätze, eine moderne und umfangreiche Ausstattung mit WCs und Duschen, Internet, Imbiss-Angebote und Schließfächer. „Damit hätte Wien eine neue, moderne Visitenkarte für Touristen”, erklärt Sertic.

„Wir fordern eine rasche Genehmigung und einen schnellen Baustart.”
Davor Sertic

Bedürfnisse von Kunden, Fahrern und Busbetreibern gleichermaßen berücksichtigen

„Dass sich die Stadt zu einem neuen Fernbusterminal bekennt, ist ein sehr erfreulicher erster Schritt”, meint auch Wilhelm Böhm, Fachgruppenobmann der Buswirtschaft in der Wirtschaftskammer Wien. „Jetzt gilt es weitere Schritte zu setzen. In der Planung müssen die Bedürfnisse von Kunden, Fahrern und Busbetreibern gleichermaßen berücksichtigt werden. Bei der Umsetzung dieses Aushängeschilds für Wien geht es schließlich auch um Sicherheits-, und arbeitsrechtliche Aspekte.” So braucht es etwa einen geeigneten Rahmen, um die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Lenkpausen gewährleisten zu können. In erreichbarer Nähe des neuen Terminals müssen daher auch Warte-, und Ruheräume zur Verfügung stehen, die nicht nur zur Abhaltung der Lenkpausen verwendet, sondern auch für fahrplanbedingte Unterbrechungen genutzt werden können.

Der Busterminal soll ein Vorzeigeprojekt werden. Mit visionärer Architektur, modernem Komfort für Reisende und modernen Einrichtungen für Busunternehmen und deren Mitarbeiter. Hier eine Visualisierung der Stadt Wien, wie der Terminal innen aussehen könnte
© PID Der Busterminal soll ein Vorzeigeprojekt werden. Mit visionärer Architektur, modernem Komfort für Reisende und modernen Einrichtungen für Busunternehmen und deren Mitarbeiter. Hier eine Visualisierung der Stadt Wien, wie der Terminal innen aussehen könnte

Starker Anstieg beim Fernbus-Reiseverkehr

Dass sich die WK Wien schon lange für den Bau eines neuen, modernen Terminals eingesetzt hat, hat gute Gründe. Denn Wien fehlt derzeit  ein zentraler Busterminal. Gleichzeitig hat der Fernbusverkehr von und nach Wien in den letzten Jahren stark zugenommen, Fernbusse sind auf drei Standorte - in Erdberg, beim Hauptbahnhof und beim Stadion Center verteilt. Allein beim Busterminal in Erdberg sind die An-und Abfahrten der Busse innerhalb von zwei Jahren von 59.000 auf rund 79.000 gestiegen. 2015 wurden insgesamt 1,8 Millionen Fernbusreisende gezählt, 2017 waren es bereits 2,5 Millionen. Das sind mehr Passagiere als der Salzburger Flughafen abfertigt. Sertic mahnt Tempo bei der Umsetzung ein und fordert für den Betrieb des künftigen Terminals auch die Einbeziehung der Buswirtschaft. Die von der Stadt anvisierte Planungs- und Bauzeit von rund fünf Jahren sollte unbedingt eingehalten werden. „Das erfordert ein straffes Projektmanagement”, so Sertic, der auch ein Public-private-Partnership (PPP)-Betreibermodell anregt. „Die Expertise der Wiener Buswirtschaft sollte hier unbedingt genutzt werden.” Keinesfalls dürfe das Projekt nach dem bevorstehenden Abschied von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou auf die lange Bank geschoben werden. Denn der Fernbusverkehr als nachhaltige Form des Reisens werde weiter wachsen, ist Sertic überzeugt. Auch das müsse bei der Planung und Dimensionierung des Terminals berücksichtigt werden.

„Bei der Planung gilt es, Bedürfnisse von Kunden, Fahrern und Busbetreibern zu  berücksichtigen.”
Wilhelm Böhm, Obmann der Fachgruppe Bus der WK Wien

Wien braucht auch für Gruppenreisende qualitätsvolle Businfrastruktur

„Zusätzlich zum neuen Terminal braucht es eine zukunftsorientierte Planung für ganz Wien. Es muss nicht nur für Individualreisende, sondern auch für Gruppenreisende entsprechende Infrastruktur geboten werden”, fordert Böhm.„Busse mit Pauschalreisenden werden auch weiterhin nicht gesammelt am neuen Fernbusterminal ankommen, sondern auch zu den Touristen-Hotspots in der Stadt fahren. Hier muss die Stadt gemeinsam mit der Wirtschaft ohne Verzögerungen an den Lösungen weiterarbeiten”, sagt Böhm.

Fernbusterminal: Das plant die Stadt

Die Stadt Wien plant nach eigenen Angaben einen Fernbusterminal neben dem Dusika-Stadion in der Leopoldstadt. Er soll Aushängeschild und Visitenkarte Wiens für ankommende Touristen und neben dem Flughafen Wien und dem neuen Hauptbahnhof die dritte wichtige Säule im Personen-Fernverkehr werden. Zentrales Kriterium bei der Standortentscheidung seien die kurzen Verkehrswege in der Stadt gewesen, die Busse von und zum Terminal zurücklegen müssen. Gebaut werden soll der Terminal von der Wien Holding, die dafür eine eigene Projektgesellschaft gründen wird.

Errichtet wird das neue Gebäude auf 16.500 Quadratmetern an Stelle der bestehenden Sport & Fun Halle. Sie bekommt einen neuen Standort. Die Stadt rechnet mit einer Planungs- und Bauzeit von rund fünf Jahren. Zu den erwarten Kosten wurden noch keine Angaben gemacht, vergleichbare Projekte liegen laut Angaben der Stadt bei 70 Millionen Euro.

Im Erdgeschoß des zweistöckigen Busterminals sind die Abfertigungshalle mit Ticketschalter für Online-Ticketing, Wartehalle, Café und Shops geplant. Auch einen direkten Zugang zum Einkaufszentrum „Stadion Center” soll es geben. Die Busse werden von Bussteigen im Untergeschoß abfahren und können direkt auf den Handelskai auffahren bzw. kommen über die Abfahrt der A23 am Terminal an. Insgesamt sind 36 Haltestellen geplant. Ankommende Fahrgäste können direkt vom Busterminal auf die U-Bahn oder Wiener-Linien-Busse umsteigen und sind in sieben Minuten in der Innenstadt.  Geplant sind auch Bike-Sharing und  Car-Sharing direkt am Busterminal.


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