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Neue Möglichkeiten für Verlustrücktrag

Verluste des laufenden Jahres 2020 können nun mit Gewinnen der Vorjahre gegengerechnet werden. Vorerst geht das aber nur dieses eine Mal.

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© Eric Audras/PhotoAlto/Corbis

Mit dem Konjunkturstärkungsgesetz 2020 wird erstmals ein steuerlicher Verlustrücktrag ermöglicht. Das verbessert die Liquidität der Betriebe und stärkt ihr Eigenkapital. Vorerst ist er aber nur für die Veranlagung 2020 möglich.

Nichtausgleichsfähige Verluste des Veranlagungszeitraums 2020 können nun bis zu einem Betrag von fünf Millionen Euro (Gesamtbetrag der Einkünfte vor Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen) mit positiven Einkünften des Jahres 2019 gegengerechnet werden. Durch diese steuerliche Ergebnisglättung werden die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Krise weiter abgemildert. Sofern ein steuerlicher Abzug im Rahmen der Veranlagung 2019 nicht oder nicht vollständig möglich ist, kann der Verlustrücktrag auch für das Jahr 2018 geltend gemacht werden. Bei abweichenden Wirtschaftsjahren besteht ein Wahlrecht, den Verlust aus der Veranlagung 2020 (Wirtschaftsjahr 2019/2020) oder 2021 (Wirtschaftsjahr 2020/2021) rückzutragen.

Ein Antrag ist notwendig

Für den Verlustrücktrag gelten prinzipiell dieselben Voraussetzungen wie für den Verlustvortrag. Unter anderem müssen betriebliche Einkünfte vorliegen, eine ordnungsgemäße Ermittlung der Einkünfte wird vorausgesetzt. Um den Verlustrücktrag geltend zu machen, ist eine Antragstellung bezogen auf das Jahr 2019 bzw. 2018 erforderlich. Da die Jahre 2019 bzw. 2018 in den meisten Fällen bereits rechtskräftig veranlagt sein werden, wurde eine Teilrechtskraftdurchbrechung im Sinne eines rückwirkenden Ereignisses vorgesehen, um den Verlustrücktrag auch verfahrensrechtlich durchführen zu können.

Zusätzlich wurde die Möglichkeit geschaffen, bereits vor Abschluss der Veranlagung des Jahres 2020 von den Auswirkungen des Verlustrücktrags profitieren zu können. Dadurch sollen Unternehmen mit negativem Abschluss im Wirtschaftsjahr 2020 rasch und unbürokratisch unterstützt bzw. deren Liquidität gestärkt werden. Die formalen Fragen zur Beantragungen werden im Zuge einer Verordnung durch das Finanzministerium noch veröffentlicht.

Beispiel

Frau M. hat im Jahr 2020 - nicht zuletzt aufgrund der Umsatzausfälle durch die Corona-bedingte Betriebsschließung - nach Abzug aller Ausgaben von den Betriebseinnahmen insgesamt 30.000 Euro Verlust gemacht. 2019 hat sie noch einen Gewinn in Höhe von 30.000 Euro erzielt. Sie hat nun die Möglichkeit, einen Verlustrücktrag zu beantragen. Das Finanzamt rechnet den 2020 erlittenen Verlust mit dem Einkommen aus dem Jahr 2019 gegen. Für das Jahr 2019 mindert sich das Einkommen folglich auf 0 Euro. Die gezahlte Einkommensteuer für 2019 wird gutgeschrieben. Auch 2020 fällt keine Einkommensteuer an. Damit ist der Verlust aus 2020 verbraucht und steht nicht mehr als Verlustvortrag für 2021 und Folgejahre zur Verfügung.


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