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Neue Ausbildungen und modernisierte Berufsbilder in der Lehre

Das bereits zweite Lehrberufspaket in diesem Jahr bringt acht neue Ausbildungswege für Jugendliche. Dazu wurden sieben bestehende Lehrberufe inhaltlich aktualisiert und neu ausgerichtet.

Lehrausbildung nach modernen Anforderungen ist ein wesentlicher Punkt zur Kompetenzsicherung und gegen Fachkräftemangel
© Jens Brueggemann aka Ikonoklast, Hamburg Lehrausbildung nach modernen Anforderungen ist ein wesentlicher Punkt zur Kompetenzsicherung und gegen Fachkräftemangel

Das neue Lehrberufspaket, das am 4. Juli per Verordnung erlassen wurde, soll die Attaktivität der beruflichen Ausbildung weiter erhöhen. Insgesamt kommen acht neue Lehrberufe, fünf davon bereits ab 1. August, drei weitere in der Baubranche ab 1. Jänner 2020. In sieben bestehenden Berufen wurden Lehrinhalte und Berufsbilder adaptiert und den aktuellen Anforderungen angepasst, vor allem durch digitale Inhalte ergänzt.

Neue Lehrberufe ab 1. August

  • Backtechnologie (3,5 Jahre)
    Der neue Lehrberuf geht auf die Technologisierung in den Bäckereibetrieben ein. Die Lehrinhalte sind gegenüber dem Bäckerberuf vertieft und erweitert und umfassen auch die Führung digital gesteuerter Anlagen, moderne Teigführung oder die Entwicklung neuer Produkte, die Durchführung von Backversuchen oder die Überprüfung von Backeigenschaften im Labor. Mittelfristig könnte sich ein Fünftel der Bäckerlehrlinge für diese Ausbildung entscheiden.

  • Bauwerksabdichtungstechnik (3 Jahre)
    Diese neue Lehre ist Teil der Reorganisation der gesamten Baulehre (siehe Punkt 3). Inhalt der Ausbildung ist Wissen über Werkzeuge, Werkstoffe und Verfahren zum Abdichten von Flächen an und in Bauwerken gegen Feuchtigkeit. Die Absolventen unterstützen als Fachkräfte alle im Baubereich tätigen Unternehmen sowie Architekten bei der Umsetzung von Bauprojekten. Das Potenzial des Berufs wird auf rund 20 Lehrlinge pro Jahr geschätzt. Der neue Lehrberuf kann schon ab August ausgebildet werden, während alle anderen Änderungen in der Bau-Lehre erst ab Jänner 2020 gelten.

  • Fahrradmechatronik (3 Jahre)
    Mit dem Lehrberuf wurde dem steigenden Bedarf der Wirtschaft nach Fahrradtechnikern Rechnung getragen. Das Berufsbild umfasst die Wartung, Reparatur und Anpassung von Fahrrädern, E-Bikes und ähnlichen Fortbewegungsmitteln wie Scootern oder Segways. Die Ausbildung soll in in Fahrradwerkstätten, im Fahrrad- und Sportartikelhandel und in Produktionsbetrieben angeboten werden. Mittelfristig könnten rund 40 Lehrlinge bundesweit pro Jahr ausgebildet werden.

  • Nah- und Distributionslogistik (3 Jahre)
    Im Zustelldienst werden bisher oft ungelernte Kräfte beschäftigt. Absolventen der neuen Lehre sollen Kunden beraten, Geschäfte operativ umsetzen und Zustellungen tätigen können. Lehrinhalte vom Bürokaufmann werden übernommen, so ist die Durchlässigkeit zu kaufmännischen Berufen gegeben. Das Potenzial wird auf 60 Lehrlinge pro Jahr geschätzt.

  • Sportgerätefachkraft (3 Jahre)
    Im Rahmen der Lehre werden qualifizierte Fachkräfte für die Montage, Wartung und Reparatur von und die Beratung zu Sportgeräten für alle Fitness- und Sportbereiche ausgebildet. Potenzial: Rund 40 Lehrlinge pro Jahr.

Überarbeitete Lehrberufe ab 1. August

  • Bäckerei (3 Jahre)
    Die Lehrinhalte wurden an die Veränderungen der letzten Jahre angepasst und etwa durch das Bedienen betriebsspezifischer Produktanlagen ergänzt. Die Beschreibung der zu erlernenden Tätigkeiten wurde allgemeiner gehalten, so können künftige technische und digitale Entwicklungen besser berücksichtigt werden. Die Zahl von derzeit 750 Bäckerlehrlingen österreichweit soll dadurch stabil gehalten werden.

  • Dachdecker (3 Jahre)
    Die Dachdecker-Ausbildungsordnung stammte aus 1980. Die Ausbildungsinhalte wurden die veränderten Arbeitsvorgänge, Werkstoffe und Arbeitsmittel, Normen, Umwelt- und Sicherheitsstandards angepasst, die berufsbezogenen Kompetenzen nach aktuellen Standards neu formuliert. Aktuell gibt es bundesweit rund 670 Lehrlinge in diesem Beruf. Mehr als 600 davon absolvieren eine Doppellehre - meist gekoppelt mit dem Beruf Spengler.

  • Spengler (3 Jahre)
    Auch die Ausbildungsordnung der Spengler war aus 1980 und wurde dementsprechend aktualisiert, ergänzt und an die modernen Berufsanforderungen angepasst. Das Berufsbild enthält nun beispielsweise auch das Montieren von Solar- und Photovoltaikanlagen. Knapp 1100 Jugendliche erlernen derzeit in ganz Österreich den Spenglerberuf, davon 650 in Doppellehre (meist mit dem Dachdecker).

  • Mechatronik (3,5 bzw. 4 Jahre - je nach gewählten Modulen)
    In diesem modular aufgebauten Lehrberuf gibt es ab Herbst weitere Kombinationsmöglichkeiten von Haupt- und Spezialmodulen. Zudem gab es auch inhaltliche Anpassungen, z.B. wurden Bezeichnungen aktualisiert.

Baubranche stellt die Lehrlingsausbildung neu auf - ab Jänner 2020

Schon im Herbst 2018 präsentierte die Baubranche ihr neues Ausbildungskonzept, mit dem sie die Baulehre modernisieren und attraktivieren und dem Fachkräftemangel entgegenwirken will. Mit der jetzigen Verordnung ist das Konzept umgesetzt: Die Ausbildungsinhalte der bestehenden Lehrberufe wurden adaptiert und ergänzt. Zusätzlich wurden neue, vierjährige Lehrberufe für eine vertiefte Ausbildung geschaffen. Alle Änderungen gelten ab 1. Jänner 2020. Hier die Details:

  • Neuaufstellung bestehender Lehrberufe - Hochbau, Tiefbau, Betonbau
    Die dreijährigen Lehrberufe erhalten neue Bezeichnungen: Maurer wird zu Hochbau, Tiefbauer zu Tiefbau, Schalungsbau zu Betonbau. Zudem wurden in allen drei Berufen die Lehrinhalte an die technischen Entwicklungen angepasst. Neue Inhalte zu Dokumentation und Kommunikation, zu rechnergestütztem Arbeiten (z.B. Einsatz von Bausoftware und digitalen Vermessungsgeräten) kommen dazu. Der Lehrberuf Maurer kann bis Ende 2022 auch noch nach der bisherigen Ausbildungsordnung ausgebildet werden. In den drei Berufen gibt es aktuell mehr als 4000 Lehrlinge österreichweit. Aufgrund der Neustrukturierung ist für die kommenden Jahre mit einer Steigerung um durchschnittlich jährlich zwei Prozent zu rechnen.

  • Neue Lehrberufe Hochbauspezialist, Tiefbauspezialist, Betonbauspezialist
    Zu jedem der drei dreijährigen Lehrberufe gibt es ab kommendem Jahr auch eine vertiefte Ausbildung, die vier Jahre dauern wird. Die Berufe Betonbauspezialist, Hochbauspezialist und Tiefbauspezialist. Sie haben in den ersten beiden Lehrjahren im wesentlichen gleiche Berufsbilder wie die dreijährigen Ausbildung. Ab dann umfassen die vierjährigen Berufe zusätzlich das Kompetenzfeld Baubetriebswirtschaft (umfasst z.B. Baumanagement, Kommunikation, Dokumentation) sowie Schwerpunkte, die eine vertiefende fachliche Ausbildung im Hochbau, im Tiefbau oder im Betonbau bieten.

Evaluierung folgt

Alle neuen Lehrberufe sind zunächst als Ausbildungsversuche eingerichtet und werden nach einigen Jahren evaluiert: die dreijährigen Berufe bis Ende 2023, die dreieinhalbjährige Backtechnologie bis Ende 2024 und die vierjährigen Bauberufe bis Ende 2025.

Änderungen im Überblick

Neue Lehrberufe

  • ab 1. August 2019: Backtechnologie, Bauwerksabdichtungstechnik, Fahrradmechatronik, Nah- und Distributionslogistik, Sportgerätefachkraft
  • ab 1. Jänner 2020: Betonbauspezialist, Hochbauspezialist, Tiefbauspezialist

Überarbeitete Lehrberufe

  • ab 1. August 2019: Bäckerei, Dachdecker, Spengler, Mechatronik (neue Modul-Kombinationsmöglichkeiten)
  • ab 1. Jänner 2020: Hochbau, Tiefbau, Betonbau


 

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