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Mut zu neuen Ideen bringt den Erfolg

Wiens Unternehmer blicken über den Tellerrand, setzen zukunftsweisende Trends mit dem Mut, auch mal ganz andere Wege zu gehen. Mit Erfolg, wie sie in der jüngsten Sprechstunde der WIENER WIRTSCHAFT ganz deutlich gezeigt haben.

Horst Raffalt ist Messerschleifer und bringt abgenutzte Schneidebretter auf Vordermann. So kam er auf die Idee, eine rutschfeste Unterlage für einen sicheren Arbeitsplatz zu entwerfen. Die Marke „Multistopper” hat er sich auch in den USA schützen lassen.
© wkw/Errayes Horst Raffalt ist Messerschleifer und bringt abgenutzte Schneidebretter auf Vordermann. So kam er auf die Idee, eine rutschfeste Unterlage für einen sicheren Arbeitsplatz zu entwerfen. Die Marke „Multistopper” hat er sich auch in den USA schützen lassen.

Sicherheit und Hygiene in der Küche

Horst Raffalt ist als Messerschleifer genaues und sicheres Arbeiten gewohnt. Immer wieder hörte er von seinen Kunden aus Gastronomie oder Spitälern, deren Schneidebrettunterseiten er von unschönen Schnittmarken befreite, dass sie sich eine bessere Lösung für ihr Schneidebrett wünschten. „Da es niemanden gab, der das anbietet, habe ich mich entschlossen, das selber zu tun”, erklärt er. Nach einigem Tüfteln und Prüfen brachte er den „Multistopper” aus Silikon auf den Markt, den er auch zugleich zum Patent anmeldete. „Das ist die erste Unterlagsleiste, die gleichzeitig Stabilität, perfekte Hygiene und Sicherheit für das Schneidebrett bietet. Entwickelt und hergestellt zu 100 Prozent in Österreich”, erzählt er stolz. Hygiene sei neben der Sicherheit - „die Anwender in den Küchen können so Schnittverletzungen vermeiden” - ein großer Vorteil der Unterlagsleiste: „Die Brettunterseite bleibt trocken, so kommt es zu keiner Keim- und Geruchsbildung. Temperaturbeständig sind die ,Multistopper’ bis 180 Grad Celsius. Die Farben sind darüber hinaus lebensmittelecht”, erklärt Raffalt. Stichwort Farben: Das Produkt ist in verschiedenen Farben erhältlich, damit es unterschiedlichen Arbeitsbereichen zugeteilt werden kann. 

Storytelling auf allen Kanälen

Eva Kaiblinger und Rafaela Carmen Scharf sind Kommunikationsprofis. Viele ihrer Kunden kommen aus der Tourismus- und Hotelleriebranche, wo Events ein wichtiger Bestandteil sind. Qualitätsmanagement der Kampagnen ist ein wichtiger Teil ihrer Arbeit.
© Comepass Eva Kaiblinger und Rafaela Carmen Scharf sind Kommunikationsprofis. Viele ihrer Kunden kommen aus der Tourismus- und Hotelleriebranche, wo Events ein wichtiger Bestandteil sind. Qualitätsmanagement der Kampagnen ist ein wichtiger Teil ihrer Arbeit.

Rafaela Carmen Scharf und Eva Kaiblinger setzen mit ihrer Crossmedia-Agentur „Comepass” den Fokus auf Influencer Marketing als wichtigsten Bestandteil. „Vielen Unternehmen ist noch gar nicht klar, welche einmalige Chance das Influencer Marketing bietet und dass es mehr als nur ein Trend ist. Es ist ein komplett neuer Zugang zur Zielgruppe”, erklärt Scharf. In ihrer Agentur beschäftigen sich die beiden Kommunikationsprofis damit,, „Storytelling auf allen On- und Offlinekanälen, wie z.B. Blogs, Social Media und Print, zu spielen.” Mit Influencer Marketing können Unternehmen enorm große Reichweiten und Glaubwürdigkeit erreichen - natürlich nur, wenn es gut umgesetzt wird. „Wenn wir einen Blogger auswählen, muss der auch zum Unternehmen passen”, sagt Kaiblinger. Ein bisschen Aufklärungsarbeit haben sich beide auch auf die Fahnen geschrieben, denn vielen Unternehmen sei noch nicht klar, wie Influencer Kampagnen ablaufen. „Unseren Kunden muss klar sein, dass sie dem Blogger nichts vorschreiben dürfen - sonst wirkt es unauthentisch und wird auch nicht angenommen”, so Scharf. 

Fladen & Bier - Iss einfach gut

Das Fladenmännchen als Logo gehört zur „Fladerei” so wie die Fladen und das Bier.
© Die Fladerei Das Fladenmännchen als Logo gehört zur „Fladerei” so wie die Fladen und das Bier.

Nachdem Erol Karabece (im Bild) den Vorgänger der Fladerei im 1. Bezirk übernommen hatte, kam ihm die Idee, das erfolgreiche Fladen- und Bierkonzept auch als Franchisesystem weiterzuentwickeln. „Das war die Geburtsstunde der ,Fladerei’. Mittlerweile gibt es vier Standorte, die jüngste im 15. Bezirk.” Karabece ist vom System Franchise überzeugt, das Junggastronomen die Chance bietet, sich mit einem am Markt bereits erfolgreichen Konzept selbstständig zu machen. „Die ,Fladerei’ besticht durch die hohe Qualität der leckeren Fladenbrote, die es in zahlreichen Geschmacksrichtungen gibt, das simple Konzept und den Fokus auf Gastlichkeit.” Franchisenehmer bekommen den Teig geliefert - die Fladen seien einfach zuzubereiten. Obwohl die Menükarten in den Standorten fix seien, könne jeder Franchisepartner seine ganz persönliche „Fladenkarte der Woche” anbieten. „Egal ob Studenten, Berufstätige oder Familien mit Kindern, sie alle gehören zu unseren Stammkunden. Fladenbrote wie bei uns gibt es sonst nirgends. Nicht umsonst lautet unser Claim ,Iss einfach gut!” Als nächsten Schritt möchte der Vollblutgastronom übrigens mit der „Fladerei” den deutschen Markt erobern.

Mit interaktiven Touren in die digitale Zukunft

360°-Touren sind ein perfektes Inszenierungstool. 360°-Content ist nachhaltig, vielseitig einsetzbar, erhöht Reichweite und wird in den sozialen Medien priorisiert. Damit realisieren wir ein Digitales-WOW-Erlebnis, erklärt Gerald  Stöllnberger
© 360° Persektiven 360°-Touren sind ein perfektes Inszenierungstool. 360°-Content ist nachhaltig, vielseitig einsetzbar, erhöht Reichweite und wird in den sozialen Medien priorisiert. Damit realisieren wir ein Digitales-WOW-Erlebnis, erklärt Gerald Stöllnberger

„Nutzer wünschen sich interaktive, erlebbare Bilder im Netz. Das ist die digitale Zukunft”, erklärt Gerald Stöllnberger. Vor etwa zwei Jahren hat er die Agentur „360° Perspektiven” gegründet, aktuell hat die GmbH fünf Mitarbeiter. „Damit schließe ich für unsere Kunden die Content-Lücke zwischen Foto und Video”, erklärt der Medienprofi. „Wir sind der österreichische Premium-Anbieter von 360°-Touren und Virtual Reality-Lösungen und decken das gesamte Produktionsspektrum inhouse ab - von der Konzeption bis hin zur Erstellung des qualitativ hochwertigen Contents.” Auf der Referenzliste stehen Tourismusverbände, Hotels, Betriebe aus Industrie und Gewerbe und zahlreiche B2B-Kunden aus allen möglichen Branchen. „Von Hotels und Shops über Events und Locations, die sich virtuell besser darstellen wollen, über Automarken und -shows bis zu ganzen Tourismusregionen-  wir decken alles ab.” Vor kurzem sind die „360° Perspektiven” mit einem neuen Service gestartet: „Virtuelles Recruiting und virtuelles Onboarding in Form von interaktiven 360-Grad-Erlebnissen, die den Arbeitsplatz noch vor dem Arbeitsantritt erlebbar machen.” Darin sieht Stöllnberger „die größten Chancen, wenn es darum geht, die besten Nachwuchskräfte für das eigene Unternehmen zu gewinnen.” 

Nichts ist so spannend wie das echte Leben

Dirk Schwendt: „In das Leben eines anderen Menschen für einen Tag hineinschnuppern zu können, ist eine außergewöhnliche Erfahrung.”
© Gerhard Kodym Dirk Schwendt: „In das Leben eines anderen Menschen für einen Tag hineinschnuppern zu können, ist eine außergewöhnliche Erfahrung.”

„Viele Menschen finden ihren eigenen Alltag nicht interessant, für andere ist es aber oft spannend, andere Leben oder Berufe einen Tag lang hautnah miterleben zu können”. Diese Gedanken motivierten Dirk Schwendt sein Unternehmen „Seeanoli” - der Name steht für „see another life” - zu gründen: „Ich möchte mit meiner Plattform die Möglichkeit schaffen, in das Leben interessanter Menschen hineinschnuppern zu können”. Sein Ziel: Weg vom „adrenalinbestimmten Erlebnisurlaub” und hin zu einem ganz authentischen, echten Erleben mit Freude und Spaß für alle Beteiligten. „Zum Beispiel einen Tag lang einem Bäcker oder einem Schuster bei der Arbeit über die Schulter schauen zu können, das bringt Spaß und Freude für den Gastgeber und für den Besucher”, betont Schwendt. Rund 170 Gastgeber aus vielen Bereichen finden sich bereits auf der Plattform, die meisten sind Selbstständige. Die Gäste können auf der Homepage nach Kategorien suchen, z.B. Dienstleistung, Handwerk & Kreativität oder Technik. Der Gastgeber bestimmt die Zeit und den Preis für den Besuch. „Aber es geht hier nicht in erster Linie ums Geldverdienen. Vielleicht entwickeln sich aus dem Besuch auch neue Geschäftskontakte oder der Selbstständige trifft auf potenzielle Mitarbeiter”, erklärt Schwendt. Stolz ist er, dass sich seine ungewöhnliche Geschäftsidee auch bei immer mehr Touristen herumgesprochen hat. Ungewöhnliches scheint offenbar immer mehr im Kommen zu sein. „Und das Ungewöhnliche ist bei mir nicht die Show, sondern der Alltag. Denn nichts ist so spannend wie das echte Leben”, lautet Schwendts Philosophie.

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