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Mode Wien setzt ein starkes Zeichen

Dass sich das Image der gewerblichen Wiener Modemacher in den letzten Jahren stark verbessert hat, ist vor allem ein Erfolg der Innung, die stark auf Öffentlichkeitsarbeit setzt. Auch die stärkere Vernetzung mit anderen Branchen ist ein Ziel.

Patrizia Markus
© Daniela Beranek

Mode aus Wien, ihren Schöpfern und dem Handwerk, das dahintersteckt, zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen - das ist das Ziel von Patrizia Markus, Innungsmeisterin der Wiener Landesinnung Mode und Bekleidungstechnik. Fast 1300 Betriebe vertritt sie - neben den Kleidermachern auch viele kleinere Berufsgruppen (siehe Kasten rechts). Für sie betreibe die Innung „Öffentlichkeitsarbeit im großen Stil unter der Marke Mode Wien”, sagt Markus. Dazu zählt beispielsweise das „Mode Wien-Magazin” - eine hochwertige Publikation, die ausschließlich Modelle von Wiener Modemachern zeigt. Das Magazin wird zweimal jährlich in einer Auflage von 32.000 Stück produziert und dem „Look Magazin Wien” beigelegt. „Wir wollen damit die Vielfalt unserer Branche zeigen. Und dass man Top-Mode nicht nur im Ausland findet. Die Wiener Schneider sind alles andere als verstaubt und provinziell”, sagt Markus.

„Wir haben das Bild der Wiener Modemacher zurecht gerückt.”
Patrizia Markus, Innungsmeisterin

Die Interessenvertretung nützt jede Gelegenheit, um ihre Mitglieder in Szene zu setzen. Sei es durch die Teilnahme an Kunstprojekten und der Langen Nacht der Museen oder durch Ausstellungen wie jüngst in der Vienna Pop-up-Street in Währing, wo die Wiener Modemacher den gesamten März ihre Kreationen zeigten. „Mode braucht eine Präsentationsfläche, um an die Konsumenten heranzukommen”, unterstreicht die Innungsmeisterin, die selbst im 7. Bezirk ein Schneideratelier betreibt. Bei Medien und Sponsoren habe sich die Dachmarke „Mode Wien” damit ein positives Image erarbeitet. Markus will diesen Weg weitergehen und sich künftig auch stärker über Bundes- und Branchengrenzen hinweg vernetzen.

Innung hat Gütesiegel erarbeitet, das qualifzierte Betriebe hervorhebt

Wichtig  nimmt sie auch das Thema Qualität. „Das unterscheidet Maßarbeit von Konfektion”, sagt sie. Weder in der Lehrausbildung noch bei der Meisterprüfung dürfe das Qualitätsniveau  nach unten nivelliert werden. Qualitätsarbeit zu kennzeichnen ist auch das Ziel der neuen Zertifizierung für Änderungsschneider, die die Innung erarbeitet hat. Die Branche ist seit Herbst 2017 ein freies Gewerbe. Um für die Konsumenten eine Orientierung zu schaffen, hat die Innung ein Gütesiegel erarbeitet, das qualifzierte Betriebe hervorheben soll. „Diese Gruppe kämpft ja um jeden Cent”, sagt Markus. Sie rechnet, dass es schon im Juni erste Zertifizierungen geben könnte. Auch bei der Nachwuchsarbeit ist viel passiert: Die Meisterprüfungen für mehrere Modeberufe wurden neu erarbeitet und landesweit vereinheitlicht. In einigen Berufen fanden erstmals seit längerem wieder Meisterprüfungen in Wien statt. Die Berufsschule für Herrenkleidermacher in Wien konnte reaktiviert werden. Wünschen würde sich Markus noch eine überbetriebliche Ausbildung für Ältere, die den Beruf von Grund auf erlernen wollen. Hier müsste allerdings die Politik Mittel und Wege bereitstellen. „Für unsere durchwegs kleinen Betriebe ist das eine Kostenfrage, das kann sich kaum einer leisten”, sagt sie.

 

Fakten

Unter der Dachmarke „Mode Wien” vereint die Wiener Innung Mode und Bekleidungstechnik fast 1300 Betriebe. Die größte Gruppe sind die Kleidermacher - inklusive Änderungsschneidern und Designern etwa 770 Betriebe. Danach folgen die Textil-reiniger, die Gruppe der Stricker, Wirker, Weber, Posamentierer und Seiler sowie die Gruppe der Kürschner, Handschuh-macher und Gerber.


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