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Mitarbeiter-Benefits: Die Extras zu Lohn & Gehalt

Ein Überblick, welche Gratifikationen und Vergünstigungen an Mitarbeiter steuerfrei sind.

Benefit
© garagestock/shutterstock

Viele Betriebe gewähren ihren Mitarbeitern Vergünstigungen zusätzlich zu Lohn und Gehalt - als Ausdruck der Wertschätzung, zur Motivationssteigerung und um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Für die Mitarbeiter sind diese Zuwendungen unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei - und damit ein interessanter Mehrwert zur reinen Entlohnung. Viele Benefits müssen, um steuerfrei zu sein, allen Mitarbeitern oder ganzen Mitarbeitergruppen gewährt werden. Individuelle Belohnungen sind steuerfrei nur selten möglich. Anerkennungen in Form von Geldzuwendungen sind immer steuerpflichtig. Hier ein Überblick: 

Im direkten betrieblichen Zusammenhang

  • Betriebsausflüge, Betriebsfeiern etc. sind bis 365 Euro pro Arbeitnehmer und Jahr steuerfrei.
  • Geschenke und Sachzuwendungen, die im Rahmen von Betriebsveranstaltungen empfangen werden, sind bis zu 186 Euro jährlich steuerfrei (z.B. Gutscheine).
  • Dienst- oder Firmenjubiläum: Erhält ein Mitarbeiter Sachgeschenke im Rahmen eines runden Jubiläums, so sind diese - zusätzlich zu den vorher genannten Beträgen bis maximal 186 Euro jährlich steuerfrei.
  • Mitarbeiterbeteiligungen am Dienstgeber-Unternehmen - unentgeltlich oder verbilligt - sind bis 3000 Euro steuerfrei (Behaltefrist fünf Jahre).
  • Mitarbeiterrabatte: Rabatte, die Unternehmen ihren Mitarbeitern für die eigenen Waren und Dienstleistungen gewähren, sind bis zur Höhe von 20 Prozent abgabenfrei. Vergleichsbasis ist der Endpreis für Letztverbraucher. Bei höheren Rabatten gilt ein Steuerfreibetrag von 1000 Euro jährlich.
  • Öffi-Ticket: Steuerfrei ist eine verbilligte oder Gratis-Streckenkarte, die der Arbeitgeber selbst auf Rechnung kauft und seinem Arbeitnehmer für die Fahrt von der Wohnung zur Arbeitsstätte zur Verfügung stellt. Neu ist ab 1. Juli 2021, dass auch Kostenersätze des Dienstgebers für vom Dienstnehmer angeschaffte Wochen-, Monats- oder Jahreskarten steuerfrei ersetzt werden können, wenn diese am Wohn- und/oder Arbeitsort des Dienstnehmers gültig sind. Dem Arbeitnehmer steht in beiden Fällen dann kein Pendlerpauschale zu.
  • Mahlzeiten und Getränke am Arbeitsplatz, die der Arbeitgeber freiwillig gratis oder verbilligt zur Verfügung stellt, sind steuerfrei (gilt im Jahr 2021 Covid-19-bedingt auch für Lieferservice ins Home-Office). Gutscheine für Mahlzeiten sind seit 1. Juli 2020 bis zu einem Wert von 8 Euro pro Arbeitstag steuerfrei, wenn sie nur am Arbeitsplatz oder in einem Lokal (zur dortigen Konsumation) eingelöst werden. Können sie auch zur Bezahlung z.B. in Supermärkten verwendet werden, sind sie bis zu zwei Euro pro Arbeitstag steuerfrei.

Für den privaten Bereich

  • Kinderbetreuung in privaten oder öffentlichen Einrichtung sowie durch Tagesmütter: Jahreszuschüsse von bis zu 1000 Euro pro Kind bis zum 10. Lebensjahr sind steuerfrei.
  • Zahlungen zur Zukunftssicherung der Dienstnehmer bis zu 300 Euro jährlich, z.B. für Lebens-, Unfall- und Krankenversicherungen (nicht als Ansparung).
  • Zinsenfreies Arbeitgeberdarlehen: Wenn unverzinsliche und zinsverbilligte Gehalts-vorschüsse und Arbeitgeberdarlehen 7300 Euro nicht übersteigen, ist der Zinsvorteil daraus steuerfrei.
  • Elektroauto zur Privatnutzung: Erhält der Dienstnehmer ein Firmenfahrzeug mit null CO2-Ausstoß, bleibt auch die Privatnutzung steuerfrei.
  • Freiwillige Begräbniszuwendungen des Arbeitgebers zu Begräbniskosten des Arbeitnehmers oder dessen Hinterbliebenen (z.B. für Grabstein, Beerdigung, Totenmahl) sind ohne Begrenzung steuerfrei, nicht jedoch Beiträge zu einer Sterbeversicherung. Steht ein Anspruch auf diese Zuwendungen in einer lohngestaltenden Vorschrift (z.B. Kollektivvertrag, Betriebsvereinbarung), liegt ebenfalls keine Steuerfreiheit vor.
  • Gesundheitsförderung: Die Benützung dienstgebereigener Sportanlagen ist steuerfrei, auch wenn sie angemietet sind (z.B. Fitnessstudio an bestimmten Tagen exklusiv für die Mitarbeiter gemietet). Nicht steuerfrei sind Beiträge des Arbeitgebers für Fitnesscenter-Abos der Mitarbeiter oder Mitgliedsbeiträge für Sportvereine.

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