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Mit Ideen punkten

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Walter Ruck
© ian ehm

Betriebe aus Österreich haben 2018 in Summe 2292 Patente beim Europäischen Patentamt angemeldet. Das ist ein neuer Rekord. Fast jede vierte Anmeldung kam aus Wien - von den vielen innovativen Unternehmen, die in der Bundeshauptstadt forschen, entwickeln, produzieren und von hier aus den Weltmarkt erobern. Österreichischer Spitzenreiter bei Patentanmeldungen war erneut der Wiener Kunststoffhersteller Borealis, der in nur einem Jahr 171 Patente angemeldet hat, wie das Europäische Patentamt in München mitteilte.

Innovationen sind notwendig, um mit den Besten der Welt mithalten zu können. Daher brauchen wir heimische Forschung - ohne sie gibt es keine Innovationen. Wir brauchen ein gutes Bildungssystem, das bei den Kindern die Neugier an Neuem weckt und sie später zu Spitzenleistungen führt. Und wir brauchen öffentliche Rahmenbedingungen, die die Betriebe unterstützen, innovativ zu sein. Forschungsförderung ist dabei ein ganz wichtiger Punkt
Walter Ruck

Förderung kommt bei den Betrieben gut an

Wir haben erreicht, dass die Forschungsprämie von zuletzt zwölf auf heute vierzehn Prozent angehoben wurde. Forschenden Betrieben, zu denen in Wien nicht nur große Konzerne, sondern als viele Klein- und Mittelbetriebe gehören, bringt das mehr finanzielle Mittel, die sie für ihre Projekte gut brauchen können. Eine aktuelle Deloitte-Studie belegt, dass diese Förderung bei den Betrieben gut ankommt und intensiv genutzt wird.

Politik hat Handlungsbedarf

Zugleich beklagen die Betriebe aber, dass das an sich breite Angebote an Förderungen sehr schwer zu durchschauen ist und es viel Zeit braucht, einen guten Einblick zu bekommen. Außerdem beklagen sie, dass die Abwicklung einer Förderung manchmal sehr bürokratisch und aufwändig ist, sodass sie es sich zweimal überlegen, ob sie den Antrag wirklich stellen wollen. Bei diesen beiden Punkten hat die Politik einen klaren Handlungsbedarf.

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