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Mehr unterwegs bei weniger Stau

Kaske/Ruck: Jetzt die Weichen stellen für mehr Schnellbahnen, mehr Busse in die Betriebsgebiete und den Lobautunnel

Kaske/Ruck mit Taferl
© Christian Fischer

Damit die wachsende Ostregion den wachsenden Verkehr bei weniger Stau bewältigen kann, müssen jetzt die richtigen Weichen gestellt werden, fordern die Präsidenten der Wirtschaftskammer und der Arbeiterkammer Wien, Walter Ruck und Rudi Kaske. 1,5 Millionen Schienenkilometer mehr in der Ostregion mit dem neuen Fahrplan sind ein erster wichtiger Schritt. Mit den neuen Verkehrsdiensteverträgen müssen noch mehr Schnellbahnangebote auf Schiene gebracht werden. Auch der Ausbau der Busverbindungen in die Betriebsgebiete muss vorangetrieben werden. Beide Präsidenten setzen sich außerdem weiter gemeinsam für den raschen Bau des Lobautunnels ein.

„Der Großraum Wien wächst rasant, ebenso das Mobilitätsbedürfnis. Wir brauchen ein effizienteres Schnellbahn- und Busnetz. Das entlastet die bestehenden Verbindungen, verbessert die Erreichbarkeit der Betriebsgebiete am Stadtrand und schafft Arbeitsplätze während der Bauphase.“
Wirtschaftskammer-Präsident Walter Ruck
„Die aktuellen Verhandlungen der Verkehrsdiensteverträge sind die Chance, jetzt für die nächsten zehn Jahre noch mehr Schnellbahnzüge auf Schienen zu bringen. Meine Zielmarke ist ein 15-Minuten-Mindest-Takt auf allen Strecken.“
AK Präsident Rudi Kaske

Die Wirtschaftskammer Wien und die Arbeiterkammer Wien fordern

  • Die Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland müssen bei den aktuellen Verhandlungen der Verkehrsdiensteverträge deutlich mehr Schnellbahn-Verbindungen bestellen.
  • 15 neue Schnellbahnhöfe und der Ausbau von 23 Kilometern bestehender Gleisanlagen würden viele neue Möglichkeiten für den öffentlichen Verkehr allein in Wien eröffnen.
  • Service und Infos für Fahrgäste in Schnellbahnen und Wiener Linien weiterentwickeln.
  • Zügiger Ausbau der S-Bahn-Strecke „Verbindungsbahn“ zwischen Meidling und Hütteldorf mit einer Taktfrequenz von 10 bzw. 15 Minuten und zweigleisiger Ausbau und Elektrifizierung des Marchegger Astes.
  • Ausbau der Busverbindungen in Betriebs- und Industriegebiete mit Viertelstunden-Takt in der Rush-hour und Halbstundentakt während des Tages.
  • Klares und einstimmiges Bekenntnis der Stadtregierung zum Bau des Lobautunnels.

Die Forderungen im Detail

Verkehrsdiensteverträge: Mehr Bahnverbindungen für die nächsten zehn Jahre

Jetzt werden die Verkehrsdiensteverträge ab 2019 für die Ostregion von den Bundesländern mit den Bahnunternehmen verhandelt. Dabei müssen deutlich mehr Schnellbahn-Verbindungen heraus-kommen. Ehrgeiziges Ziel wäre ein durchgängiger 15 Minuten-Mindest-Takt auf allen Strecken. Das Zug-Grundangebot zahlt der Bund. Die Länder bestellen alles darüber hinaus. Die Ostregion (Wien, Niederösterreich und Burgenland) zahlt derzeit rund 15 Prozent der Schnellbahn- und Regionalzüge. Wien leistet mit den Wiener Linien sehr viel. Aber ein Quantensprung bei den Bestellungen der Verkehrsdienste aller drei Länder der Ostregion ist nötig.

15 neue Bahnhöfe und 23 km bestehende Gleise ausbauen, mehr Züge bestellen

Im Schnellbahn-Netz in Wien liegt viel ungenutztes Potenzial. Prioritär müssen 15 neue S-Bahnhöfe gebaut und 23 Kilometer von bisher zu wenig genutzten Gleisanlagen ausgebaut werden. Neue S-Bahn-Strecken braucht es im Norden vorbei am Gewerbepark Stadlau (Entlastung der Stammstrecke), entlang der Donau und im Süden nach Oberlaa (siehe Grafik).

Nach AK Schätzungen müssten dabei rund 750 Millionen Euro investiert werden. Dabei werden rund 6.000 Jobs gesichert und geschaffen. Der Bund (mit 80 Prozent) und die Länder (mit 20 Prozent) könnten so einen Beitrag zum klimafreundlichen Verkehr leisten. In Wien entstehen so Kapazitäten für weitere rund drei Millionen Zug-Kilometer. Das würde bei einem dichten Takt das Land Wien etwa 30 Millionen Euro jährlich zusätzlich kosten. Außerdem muss die Wiener Stammstrecke endlich modernisiert und die Südbahn viergleisig ausgebaut werden, damit mehr Züge fahren können.

Plan Ausbau Streickennetz
© wkw

Verbindungsbahn: Stärkung der Versorgung des Wiener Südwestens

Der Ausbau der bestehenden Infrastruktur der Verbindungsbahn hat großes Potenzial für die ÖV-Versorgung des Südwestens. Durch den Ausbau und die dadurch mögliche Frequenzerhöhung der Züge der Verbindungsbahn zwischen Hütteldorf und Meidling kann der Südwesten Wiens besser an das Gesamt-Netz der Schnellverbindungen innerhalb Wiens angebunden werden. Ein deutlich stärkerer S-Bahn-Ast auf der Trasse der Verbindungsbahn würde zudem eine zweite Ring-Schnellverbindung außerhalb von U6 und U4 ermöglichen und damit diese U-Bahn-Linien entlasten. Für die Stärkung des Umsteigeknotens Hütteldorf und die Anbindung der westlichen Siedlungsgebiete wird die Aufwertung der Verbindungsbahn eine wichtige Rolle spielen. Auf der Verbindungsbahn braucht es daher dringend eine Frequenzerhöhung vom derzeitigen mageren Halbstundentakt (bzw. Stundentakt außerhalb der Morgen-/Abend-Zeitfenster).

Auch der Ausbau des Marchegger Astes zwischen Wien und Bratislava bietet große Potenziale. Mit einem (selektiven) zweigleisigen Streckenausbau und der Elektrifizierung zwischen Wien Stadlau und der Staatsgrenze Marchegg gewinnt die Strecke an Attraktivität. Das ermöglicht die Anbindung der Stadtentwicklungsgebiete und Betriebsgebiete im Nordosten Wiens und trägt gleichzeitig zur Entlastung der stark belasteten Einpendlerstraßen – und damit letztendlich der Donaubrücken – bei. Zudem ist der Ausbau auch für den stetig wachsenden Flughafen wichtig. 

Service, mehr Komfort für Fahrgäste

Infos verbessern: Schnellbahnen und die Angebote der Wiener Linien in einem Plan, bessere Fahrgastinfos, mehr Park & Ride, barrierefreie Haltestellen und mehr Rad-Transport: Beim Service für die Fahrgäste hat sich viel getan. Dieser Weg muss konsequent weitergegangen werden.

City-S-Bahn oder Nahverkehrszug? Fürs schnelle Aussteigen in der Stadt braucht eine City-S-Bahn mehr Türen, hat dafür aber weniger Sitzplätze. Ein Nahverkehrszug kommt dagegen mit vielen Sitzplätzen den Wünschen der Pendlerinnen und Pendlern entgegen. Bei der Wagen-Ausstattung müssen die ÖBB eine Lösung je nach Nutzung (City- oder Umlandzug) finden, etwa durch Nutzung geeigneter Wagengarnituren je nach Tageszeit oder Strecke.

Ein Ticket für alle Züge: Derzeit akzeptiert die Westbahn AG weder die VOR-Jahreskarten noch das Top-Jugendticket, ist aber immer mehr im Schnellbahnnetz der Stadt unterwegs. Die Westbahn muss wieder zurück zur Anerkennung der VOR-Tickets.

Bessere Bus-Anbindung von Gewerbegebieten an S-Bahn-Haltestellen

Derzeit ist die Öffi-Versorgung in stark betrieblich genutzten Gebieten durchschnittlich bis mangelhaft. Am Beispiel des Industriegebietes Liesing, das im Rahmen des von WKW und Stadt Wien betriebenen Quartiersmanagements Liesing betreut wird, zeigte sich sehr eindrücklich, dass zwar U-Bahn- und S-Bahn-Haltestellen vorhanden sind, diese allerdings am Rand liegen – weiterführende Bus-Verbindungen zu den Betriebsstandorten hinein sind Mangelware. In Liesing wurde letztendlich aufgrund der Arbeit des Quartiersmanagements eine weitere Buslinie eingerichtet. Diese Maßnahme verbesserte die Erreichbarkeit für Mitarbeiter und Kunden und trug zur Standortsicherung der Gewerbebetriebe bei. Grundsätzlich sollte daher bei allen Gewerbegebieten in Wien eine gute Bus-Vernetzung von den bestehenden S-Bahn-Haltestellen ausgebaut werden.  Ziel muss sein, dass jedes Betriebsgebiet per Bus erreichbar ist. In der Rush-hour mit 15 Minuten-Taktfahrplan, unter Tags im Stundentakt.

Bekenntnis zu Lobautunnel notwendig

Bei einer der wichtigsten verkehrspolitischen Entscheidungen für Wien machen Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer weiter gemeinsam Druck: Die 6. Donauquerung und der Lobautunnel müssen möglichst schnell kommen. Das wachsende Wien braucht diese neue Verkehrsachse dringend. Es geht um schnelle Arbeitswege für die Beschäftigten, um die Lebensqualität der Menschen in der Donaustadt und darum, gute Industriearbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Ohne Lobautunnel und Stadtstraße würde der Nordosten Wiens zum Problemfall. Denn nur mit dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur werden sich dort Betriebe ansiedeln und neue Arbeitsplätze geschaffen. AK

Wien und WK Wien fordern von der Stadtregierung ein klares und einstimmiges Bekenntnis zum Bau des Lobautunnels.

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