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Mehr als ein Wow-Effekt

Ziel von VRVis ist der Wissenstransfer von Forschung zu Wirtschaft. Das Unternehmen widmet sich der Herausforderung, Daten zu visualisieren und so leichter verständlich und besser nutzbar zu machen.

Gerd Hesina, Geschäftsführer von VRVis, leitet ein Team von mehr als 70 Mitarbeitern.
© VRVis Gerd Hesina, Geschäftsführer von VRVis, leitet ein Team von mehr als 70 Mitarbeitern.

Visual Computing ist ein Querschnittsthema, das in vielen Bereichen, vor allem bei der Industrie, greift”, sagt Gerd Hesina, Geschäftsführer von VRVis. Die meisten seiner Mitarbeiter sind in der Forschung tätig, sie entwickeln unter anderem Software, die große Datenmengen so darstellen kann, dass sie allgemein verständlich sind und Zusammenhänge leichter erkannt werden. Eines ihrer Produkte, Visplore, ist ein Tool für die interaktive Analyse von Daten. Es verknüpft mehrere Diagramme miteinander, kann so Anomalien erkennen und zeigt grafisch Häufungspunkte. Eingesetzt wird es unter anderem für die Produktionskontrolle oder für Vorhersagen, etwa der Lebensdauer von Maschinen. Eine Technologie, von der vor allem die Industrie profitiert.

Einsatz von Virtual und Augmented Reality

Die Augmented Reality-Lösungen von VRVis werden unter anderem für Trainingszwecke eingesetzt. Interaktive Bedienungsanleitungen machen Wartungsarbeiten leichter. „Sie halten das Tablet über den Schaltkasten, der Steckplatz erscheint umrandet und mit einem Pfeil, so findet man die Verbindungen leichter und schneller”, so Hesina. Diese Lösung ist nicht nur vor Ort praktisch, sondern auch für die Fernwartung ideal. Statt bei einem Problem gleich jemanden zur Produktionsstätte zu schicken, kann ein Experte von seinem Büro in der Zentrale aus eine Analyse durchführen und Anweisungen zur Behebung geben - eine eindeutige Zeit- und Kostenersparnis.

„Die Technologie ermöglicht diese genaue Planung, bevor es zum Ernstfall kommt. Zum Beispiel auch mit Verkehrssimulationen zur Einberechnung von Verkehrsaufkommen”
Gerd Hesina

Ein weiteres Einsatzgebiet der VRVis Technologien ist das Durchspielen von Simulationen anhand von Modellen, sogenannten digitalen Zwillingen. Einsatzgebiet hier ist vor allem das Risikomanagement. So wurde ein Projekt für den Versicherungsverband Österreich fertiggestellt - eine Risikozonenkarte für Hochwasser in ganz Österreich. Dabei werden Simulationen für Starkregen oder Sturm dargestellt, um das Risiko von Beschädigungen einzuschätzen. Szenarien zu Überschwemmungen helfen Gemeinden, Notfallpläne für den Ernstfall zu erstellen, z.B. wo es Rückhaltebecken braucht, wo Schutzmaßnahmen am effektivsten sind, wo Sandsäcke am besten platziert werden.

Künstliche Intelligenz lernt

Ein weiteres Forschungsfeld, dem sich VRVis widmet, ist künstliche Intelligenz. Beispielsweise werden mittels Computertomographie (CT) Halswirbel gescannt und vollautomatisch nummeriert. Auf Basis vieler Bilder und anhand von Trainingsdaten wird der Künstliche Intelligenz-Algorithmus trainiert, damit er im Krankenhausalltag Ärzte besser unterstützen kann. Diagnosen werden so schneller und effizienter erstellt.

 

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