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Mehr Cybersicherheit im Home Office

Die IT-Infrastruktur ist derzeit einer besonderen Belastung ausgesetzt. Überdies nutzen Cyberkriminelle die Krisensituation gezielt aus, um daraus Profit zu schlagen. Cybersicherheit ist deshalb so wichtig wie noch nie.

Aufgrund der bestehenden Ausgangsbeschränkungen nutzen viele Unternehmen die Möglichkeit von Home Office. Cyberkriminelle nutzen das aus, um Profit aus der Corona-Krise zu schlagen. Vorsicht ist deshalb das Gebot der Stunde.
© Den Rise/Shutterstock Aufgrund der bestehenden Ausgangsbeschränkungen nutzen viele Unternehmen die Möglichkeit von Home Office. Cyberkriminelle nutzen das aus, um Profit aus der Corona-Krise zu schlagen. Vorsicht ist deshalb das Gebot der Stunde.

Cyberkriminelle nutzen die derzeitige Krisensituation gezielt aus, um daraus Profit zu schlagen. Insbesondere von Phishing-Mails geht eine große Gefahr aus. Deshalb ist es besonders wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein und gezielt Maßnahmen gegen Cyberattacken zu setzen. Wenn man sich unsicher fühlt oder zum Beispiel in die Schulung der Mitarbeiter beim Umgang mit Telearbeit investieren möchte, sollte man mit seinem IT-Dienstleister geeignete Lösungen ausarbeiten. Dazu gehören auch ein aktueller Virenschutz und Firewalls.Neben der technischen Prävention ist es wichtig, dass Unternehmer und Mitarbeiter vorsichtig und aufmerksam bleiben.

Sicherheitsrichtlinien und ein sinnvolles Berechtigungsmanagement können helfen, Angriffe zu verhindern:

  • Geräteschutz
    Verwenden Sie Zugriffsbeschränkungen für Ihre Geräte. Sperren Sie Ihr Gerät in jedem Fall, wenn Sie Ihren Home Office-Arbeitsplatz verlassen.
  • Sichere Verbindungen
    Verwenden Sie idealerweise VPN-Dienste, um eine geschützte Verbindung zu Ihrem Firmennetzwerk von außen aufzubauen. Sorgen Sie dafür, dass WLAN oder LAN-Verbindungen entsprechend abgesichert sind. (Routereinstellungen, Verschlüsselung mittels WPA2 oder WPA3).
  • Aktuelle Software und Updates
    Installieren Sie Sicherheitsupdates bei Betriebssystemsoftware, wichtigen Programmen und Apps umgehend, um Sicherheitslücken zu schließen.
  • Datensicherung
    Sichern Sie Ihre Daten regelmäßig auf einem geeigneten Medium (z.B. externe Festplatte, USB, Cloud). Ohne Backups können Sie wertvolle Daten verlieren und sind z.B. Angriffen durch Ransomware (Erpressertrojaner) schutzlos ausgeliefert.
  • Sichere Passwörter
    Verwenden Sie ausreichend sichere Passwörter und nutzen Sie für jeden Zugang ein eigenes Passwort.Greifen Sie dabei auf geeignete Passwort-Manager zurück. Aktivieren Sie die sichere Multi-Faktor-Authentifizierung, wenn es möglich ist.
  • Social Engineering und Phishing
    Rechnen Sie damit, dass Cyberkriminelle versuchen, sich als vertrauenswürdige Quellen (z.B. IT-Abteilung, Gesundheitsbehörde) auszugeben. Phishing-Mails stellen eine besondere Gefahr da: Überprüfen Sie bei ungewöhnlichen E-Mails stets die Identität der Absenderadresse. Halten Sie im Zweifel immer persönlich Rücksprache mit geeigneten Ansprechpersonen (IT-Verantwortliche, Vorgesetzte, Kollegen). Ein Anruf oder eine kurze persönliche Rücksprache reichen oft schon aus, um zu klären, ob etwa Zahlungsaufforderungen wirklich vom eigenen Unternehmen stammen oder eine Betrugsmasche sind. Geben Sie unter keinen Umständen Benutzerdaten oder Passwörter weiter, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Geben Sie online vertrauliche und persönliche Daten ausschließlich über SSL-verschlüsselte Seiten bekannt (erkennbar an „https://” und an einem Schlosssymbol am unteren Bildschirmrand). Führen Sie nur vertrauenswürdige Programme aus zweifelsfrei seriösen Quellen aus. Seien sie misstrauisch bei jeglichen Aufforderungen, die versuchen, Sie unter Druck setzen und Sie zu einer schnellen Handlung (Überweisung, Preisgeben von sensiblen Daten etc.) bewegen wollen. Kommt es trotz aller Sicherheitsmaßnahmen zu einem Cyberangriff, dann kontaktieren sie die Notfallhotline der Wirtschaftskammer Wien.

Versicherungsrisiko Telearbeit: Wer haftet bei Schäden durch Cyberattacken?

In Zeiten der Corona-Krise erlebt Cyberkriminalität einen regelrechten Boom. Neben den notwendigen Schutzmaßnahmen sollten sich Unternehmen auch über Cyber-Versicherungen informieren. Zwar hilft das von der Bundesregierung empfohlene Home Office dabei, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Für viele stellt sich nun aber unweigerlich die Frage nach den richtigen Cyber-Security-Maßnahmen (siehe dazu Seite 16) sowie der richtigen Cyber-Versicherung: Denn: Nur wenige Versicherungen bieten Teleworkern und deren Arbeitgebern eine Absicherung im Schadensfall. IT-Experten empfehlen diesbezüglich, direkt Kontakt mit der jeweiligen Versicherung aufzunehmen. Eine Option, die derzeit aber noch in den wenigsten Fällen angeboten wird, ist zum Beispiel eine rundum Cyber-Versicherung. Ist man bereits versichert, sollte umgehend geklärt werden, was im Schadensfall alles abgedeckt ist und ob die Versicherung auch für das nun spontan eingerichtete Home Office greift. Auch die Frage der Haftung sollte geklärt werden, wenn zum Beispiel ein Mitarbeiter unachtsam einen Mailanhang öffnet und dadurch ein Schaden entsteht. Während bei einer entschuldbaren Fehlleistung die Haftung entfällt, unterliegt die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit dem richterlichen Mäßigungsrecht bzw. kann überhaupt entfallen. Bei grober Fahrlässigkeit besteht nur die Möglichkeit einer Mäßigung, die Höhe wird von Fall zu Fall entschieden. Bei Vorsatz haftet der Mitarbeiter in voller Höhe für den Schaden.

Home-Office Förderung

Aufgrund der großen Nachfrage wurde die Home Office-Förderung der Wirtschaftsagentur Wien für Wiener Unternehmen aufgestockt. Die Förderung unterstützt mittlere und Kleinstunternehmen dabei, Telearbeitsplätze einzurichten und eine stabile Kommunikation zwischen Telearbeitsplätzen und dem Unternehmensstandort bzw. -standorten zu schaffen.

Dazu zählen:

  • die erforderliche Hardware,
  • die erforderliche Software,
  • Schnittstellen zur Unternehmens-IT-Infrastruktur
  • sowie Beratungsleistungen.

Die Förderquote beträgt 75 Prozent, die maximale Fördersumme pro Unternehmen 10.000 Euro. Wenn also ein Unternehmen 10.000 Euro investiert, bekommt es 7500 Euro davon gefördert. Die Förderung kann rückwirkend ab dem 1. März online bei der Wirtschaftsagentur Wien eingereicht werden - bis zum 31. Dezember 2020.



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