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Mario Holzner zum Ukraine-Krieg

Interview mit dem Executive Director, Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche

Mario Holzner
© WKW

Wie trifft der Ukraine-Krieg Wiener Betriebe?

Direkt betroffen sind zum einen der Finanzsektor - und zum anderen der Energiesektor. Indirekt werden natürlich all jene Unternehmen unter Druck kommen, die beispielsweise in der Produktion sehr energieintensiv arbeiten oder sonstige Rohstoffe und landwirtschaftliche Güter verwenden, zumal hier die Preise stark angezogen haben. Ebenso Betriebe, die auf Zwischenprodukte aus Russland und der Ukraine angewiesen sind. 

Stichwort Energierohstoffe: Mit welchen Ausmaßen muss man hier rechnen?

Tatsächlich muss mit einer Inflation im zweistelligen Bereich gerechnet werden, sollte diese Krise länger andauern. Dementsprechend würden sich die Preissteigerungen in allen Bereichen breit machen. 

Welche Rohstoffe könnten noch knapp werden?

Es könnte bei einem vollständigen Embargo auch zu weiteren Verknappungen z.B. bei Neon und Paladium kommen, die für die Chip-Produktion wichtig sind. Russland ist einer der größten Exporteure von Weizen und anderen landwirtschaftlichen Produkten - das könnte zu Preisanstiegen führen. 

Welche Auswirkungen wird der Ukraine-Krieg in weiterer Zukunft auf Wiens Wirtschaft haben?

Bereits begonnene Trends werden sich noch verstärken. Ich denke da insbesondere an die Energiewende. Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz werden zum Beispiel im Bausektor in den kommenden Jahren wichtig werden. 

Wird es auch Auswirkungen auf den Wiener Arbeitsmarkt geben?

Das kann bei diversen Finanz- und Unternehmens-Dienstleistungen der Fall sein, bei denen Geschäfte mit Russland typisch sind. Eine allgemeine Rezession auch in Westeuropa kann nicht mehr ausgeschlossen werden - das würde sich natürlich auch auf die Beschäftigungslage auswirken. 

Würde bei einem baldigen Frieden wieder schnelle Erholung Einsetzen? Mit Welchen Nachwehen muss man rechnen?

Ein rascher Frieden hätte sicher eine Entspannung auf den diversen Rohstoffmärkten zur Folge und würde entsprechend die Inflation zurückfahren. Das Thema höhere Rüstungsausgaben würde aber sicher noch lange eine Folge des Krieges in allen Ländern Europas sein.

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