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Ludwig und Ruck unterzeichnen „Zukunftsvereinbarung für Wien“

Stadt Wien und Wirtschaftskammer Wien präsentieren gemeinsames Arbeitsprogramm – Zentrale Schwerpunkte: Verwaltungsvereinfachungen, Ausbildung, Tourismus, Infrastrukturausbau, Internationalisierungs-Offensive 

Walter Ruck mit Michael Ludwig
© Florian Wieser

Die aktuellen Wirtschaftsdaten zeigen eine positive Entwicklung. Laut Konjunktur-Barometer der Wirtschaftskammer Wien behauptet sich unsere Bundeshauptstadt im internationalen Wettbewerb gut und zählt zu den kaufkraftstärksten Regionen Europas. Damit Wien auch in Zukunft ein erfolgreicher Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort bleibt, haben Stadt Wien und Wirtschaftskammer Wien ein gemeinsames Arbeitsprogramm erarbeitet. Bürgermeister Michael Ludwig und Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, haben heute diese „Zukunftsvereinbarung“ unterzeichnet. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehören Verwaltungsvereinfachungen für Unternehmen, die Ausbildung von Fachkräften sowie der Infrastrukturausbau in der stark wachsenden Stadt, wie auch eine Internationalisierungs-Offensive.


 „Mit diesem Programm vertiefen und intensivieren wir die bereits bestehende – und auch täglich gelebte – hervorragende Zusammenarbeit von Wirtschaftskammer Wien und der Stadt Wien. Wir wollen uns gemeinsam den neuen Herausforderungen stellen, Verbesserungspotentiale nutzen und in konstruktiver Zusammenarbeit die Rahmenbedingungen für den erfolgreichen Wirtschaftsstandort Wien weiter verbessern. Das umfasst den Ausbau der Infrastruktur, Investitionen und gezielte Initiativen für bestmögliche Qualifikationsangebote sowie innovative Lösungen insbesondere auch im Bereich der Digitalisierung. Nicht zuletzt über die positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt profitieren von all diesen Anstrengungen die Wienerinnen und Wiener“, betont Bürgermeister Michael Ludwig.

„Dialog auf Augenhöhe und direkte Kooperation mit Interessensverbänden – das ist gelebte Sozialpartnerschaft, die wir in Wien eindrucksvoll unter Beweis stellen.“
Michael Ludwig. 

„Gegenseitiger Respekt und konstruktives Miteinander im Sinne der Wienerinnen und Wiener sind die Schlüsselfaktoren für sozialen Frieden, Wachstum und Wohlstand in unserer Bundeshauptstadt. Unternehmerische Freiheit, fairer Wettbewerb und gute Arbeitsbedingungen sollen nicht im Widerspruch zueinander stehen, sondern sind vielmehr Voraussetzung für Erfolg," sagt Walter Ruck.

"Mit der „Zukunftsvereinbarung“ zwischen Stadt Wien und Wirtschaftskammer Wien beschreiten wir einen neuen Weg der Zusammenarbeit. Wien bekommt ein Upgrade. Gemeinsam setzen wir uns für die Bürger und Unternehmer unserer Stadt ein. Denn Wien soll nicht nur durch Lebensqualität, sondern auch als boomende Wirtschaftsmetropole reüssieren“
Walter Ruck

Vier Kapitel mit zentralen Zukunftsprojekte

Die „Zukunftsvereinbarung“ ist in vier große Kapitel unterteilt: 

  • Im Kapitel Verfahrensvereinfachung und Deregulierung geht es um eine deutliche Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Behörden und Wirtschaft. So sollen E-Government-Anwendungen ausgebaut und Anzeigeverfahren ausgeweitet werden. Ziel ist unter anderem, Betriebsanlagengenehmigungen schneller abzuwickeln.

  • Ein wichtiger Baustein für die positive Entwicklung von Wien ist die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte und die Förderung von Entrepreneurship. Im Kapitel Fachkräfte und Start-ups sind Stadt Wien und Wirtschaftskammer Wien unter anderem übereingekommen, dass die Berufsorientierung der Schüler verbessert, die betriebliche Lehre forciert und das Image der Lehre aufgewertet wird. Die Möglichkeit „Lehre mit und nach Matura“ soll verstärkt unterstützt werden.

  • Aktuell sind rund 12.800 junge Menschen in einer Lehrausbildung bei einem Wiener Unternehmen. Ambitioniertes Ziel bis ins Jahr 2025 ist, zusätzlich 1.000 Lehrstellen in Wiener Betrieben zu besetzen. So soll der Fachkräftemangel wirkungsvoll bekämpft werden. Auch den Themen Digitalisierung und Entrepreneurship werden sich Stadt und Wirtschaftskammer Wien gemeinsam intensiv widmen und entsprechende Programme erarbeiten.

  • Ein klares Bekenntnis zum Ausbau der Infrastruktur und Gestaltung des Öffentlichen Raums ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil der „Zukunftsvereinbarung“. Wien soll weiterhin eine Stadt der kurzen Wege bleiben. Schnell- und U-Bahnen sollen ausgebaut und die Drehkreuz-Funktion des Standortes mit dem Ausbau hochrangiger Verkehrsinfrastruktur wie der sechsten Donauquerung oder dem Flughafen sichergestellt werden. Ein gemeinsames Commitment gibt es auch zum Seidenstraßenprojekt und zur Verlängerung der Breitspurbahn bis in die Ostregion Österreichs. In puncto Eventlocation wird ebenfalls ein gemeinsamer Kurs eingeschlagen: Zusätzlich zur bestehenden guten Infrastruktur, werden neue Projekte – wie eine von der Wirtschaftskammer Wien schon länger geforderte moderne Eventhalle – eingehend geprüft. 

Standort durch gemeinsame Auslands-Aktivitäten attraktiviere

Um den Wirtschafts- und Innovationsstandort Wien international zu stärken, sind gemeinsame Auslandsaktivitäten geplant. Gerade im Life Sciences Bereich ist Wiener Know how weltweit gefragt. Durch Wirtschaftsmissionen der Stadt und Wirtschaftskammer Wien sollen innovative IT-Lösungen, neue Technologien in den Bereichen Smart City und Bio-Technology wie auch ein moderner Gesundheitstourismus im Ausland attraktiviert werden

Gemeinsam für den Standort

Die „Zukunftsvereinbarung“ zwischen Stadt Wien und WK Wien wird in den kommenden Wochen und Monaten mit Leben gefüllt. Auf Experten und Fachbereichsebene fanden bereits erste Meetings statt. Gemeinsame Arbeitsgruppen werden erstellt und Fachtagungen geplant. Stadt Wien und WK Wien werden über Ergebnisse und Umsetzungsstand des Zukunftsabkommens laufend berichten. Evaluierung und Erneuerung des Abkommens sind in regelmäßigen Abständen geplant.



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