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Logistik quo vadis?

Veranstaltungsrückblick vom 19.2.2020

Christian Mikes
© Christian Mikes

Die oberste Maxime der Verkehrswirtschaft „just in time“ hat sich auch wieder bei der gestrigen Veranstaltung „Logistik quo vadis?“ bewahrheitet. Genau an dem Tag, an dem Frau Umweltministerin Leonore Gewessler die Installierung einer "Task Force" zur Vorbereitung der im Regierungsprogramm angekündigten "ökosozialen Steuerreform" angekündigt hat, haben die Fachgruppenobmänner Mag. Alexander Winter und Wolfgang Böhm zu einem Informationsabend mit Herrn Nationalratsabgeordneten Andreas Ottenschläger (ÖVP Verkehrssprecher) eingeladen. In der sehr gut besuchten Veranstaltung ging Verkehrsexperte Andreas Ottenschläger auf die einzelnen verkehrsrelevanten Punkte im Regierungsprogramm ein und zogen den Bogen von Maßnahmen, die den Transit beschränken sollen, über das Thema der gerechten Entlohnung – insbesondere auch in Bezug auf Kabotage-Dienstleistungen – bis hin zur Ökologiebewegung der LKW Maut.

Die schon oft zitierten „zwei Welten“ haben laut Andreas Ottenschläger auch dazu geführt, dass in vielen Fällen nur Ziele, aber noch keine konkreten Maßnahmen, festgeschrieben worden sind. Für ihn selbst als Politiker - aber auch Unternehmer - ist jedoch klar, dass Planbarkeit, Rechtssicherheit und letztendlich die Finanzierbarkeit auch bei sehr wichtigen Zielen - wie der Reduktion bzw. Bepreisung von Emissionen (insbesondere CO2) - nicht vernachlässigt werden dürfen.

Politische Schnellschüsse, wie zum Beispiel das geplante Rechtsabbiegeverbot in Wien, sind ein Musterbeispiel unüberlegter populistischre Maßnahmen, um möglicherweise eigene Versäumnisse dahinter zu verstecken. Denn vorausgesetzt, dass die EU dieser Verordnung grünes Licht erteilt, wird die Verkehrsbranche gezwungen allein im Großraum Wien über EUR 50 Millionen in Systeme zu investieren die möglicherweise in zwei Jahren – nämlich dann, wenn die europäische Union in einer Richtlinie die technischen Anforderungen für Abbiege-Assistenzsysteme definiert - wieder auszubauen sind.

Neben vielen anderen Wortmeldungen aus dem Publikum brachte es ein Wiener Transportunternehmer auf dem Punkt:“ Die grüne Stadtregierung hätte nur den Pinsel nehmen, müssen und beispielsweise die Haltelinien an Kreuzungen so zu ändern, dass schwächere Verkehrsteilnehmer – und hier speziell die Radfahrer - gesehen werden. Und ein sogenannter „Trixi-Spiegel“ könnte alle Verkehrsteilnehmer bei der sicheren Querung von Kreuzungen kostengünstig aber hoch effektiv unterstützen.“

„Bei nur 3 % Unfallbeteiligung des LKW – und das sagt noch nichts über Unfallursache oder Verschulden aus - gibt es seitens der Transportbranche kein Verständnis für derartige Vorgaben“ fasst Wolfgang Böhm die derzeitige Situation zusammen und wird auch nächste Woche gemeinsam mit Bundesspartenobmann Mag. Alexander Klascka nach Brüssel fliegen, um in persönlichen Gesprächen auf die in der Stellungnahme der Wirtschaftskammer Wien festgestellte EU-Rechtswidrigkeit hinzuweisen.

Fachgruppenobmann Mag. Alexander Winter sieht speziell beim Punkt „Entwicklung City-Logistik zur Reduktion des stadtinternen Güterverkehrs“ im Regierungsprogramm gleichzeitig Auftrag und Chance für die Speditionswirtschaft, moderne und nachhaltige Logistikkonzepte gemeinsam mit der Politik zügig voranzutreiben.

Für Mag. Alexander Winter und Wolfgang Böhm war die erste gemeinsame Veranstaltung eine gelungene Premiere für Informationsweitergabe und Branchen-Networking; immerhin verließen die letzten Gäste die Veranstaltung erst 2 Stunden nach dem offiziellen Ende der Diskussionsrunde.

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