th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Logistik der Zukunft für Wien und Niederösterreich

Die Länder Niederösterreich (NÖ) und Wien haben gemeinsam mit den Wirtschaftskammern NÖ und Wien den Aktionsplan „Nachhaltige Logistik 2030+” vorgelegt. Gemeinsam mit Experten aus Wirtschaft und Politik werden Pilotprojekte ins Leben gerufen, um die Region bestmöglich auf die logistischen Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.

 Wien und Niederösterreich haben „Letter of Intent” zur Zukunft der Logistik in der Region unterschrieben. (vlnr) WK Wien-Präsident Walter Ruck, WK NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, Wiens Vize-bürgermeisterin Birgit Hebein und NÖ-Landesrat Ludwig Schleritzko
© Florian Wieser Wien und Niederösterreich haben „Letter of Intent” zur Zukunft der Logistik in der Region unterschrieben. (vlnr) WK Wien-Präsident Walter Ruck, WK NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, Wiens Vize-bürgermeisterin Birgit Hebein und NÖ-Landesrat Ludwig Schleritzko

„Unternehmer beobachten Entwicklungen sehr genau und erwarten sich Weiterentwicklung im Bereich Citylogistik, sowohl was die Rahmenbedingungen als auch die Fahrzeuge betrifft”, sagte Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck bei der Präsentation des Projekts Logistik 2030+ im Haus der Wiener Wirtschaft. Dass das Thema zukünftig noch stärker in den Fokus gerückt werden muss, liegt auf der Hand. Bis zum Jahr 2030 ist mit einem starken Bevölkerungswachstum zu rechnen. In Wien allein werden zwei Millionen Menschen leben. Zählt man die Einwohner des Wiener Umlands dazu, geht es um eine Anzahl von drei Millionen Menschen, die versorgt werden müssen. Damit steigen die Herausforderungen für die Logistik.

„Daher freut es mich besonders, dass wir gemeinsam mit der Politik so viele Maßnahmen und Aktionen zur Verbesserung der Logistik in unserer Region erarbeiten konnten“
Walter Ruck

Konkret wurden beim Aktionsplan von den Ländern Niederösterreich und Wien sowie deren Landeskammern 35 Maßnahmenpakete vorgestellt, um die Logistik langfristig zu verbessern.  300 Vertretern der Logistikbranche und weiteren Experten wurden in diesen Prozess miteinbezogen..

130 konkrete Aktionen

Die 35 Maßnahmenpakete umfassen 130 Aktionen und verfolgen fünf konkrete Ziele für Niederösterreich (NÖ) und Wien:. Die Maßnahmen sind dabei in Themencluster  eingeteilt, die von „Logistikflächen vorausschauend planen und sichern”, bis  „Effiziente Lösungen für die Paketzustellung entwickeln und umsetzen” reichen. In den einzelnen Projekten werden praxisnahe Lösungen erarbeitet - beispielsweise wie man etwa Nicht-Zustellung  bei der Paketauslieferung noch besser vermeiden kann, etwa durch Paketboxen. Um die Bedeutung des Projekts zu unterstreichen, haben Wiens Vizebürgermeisterin Birgit Hebein, WK NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, NÖ-Landesrat Ludwig Schleritzko und Walter Ruck einen Letter of Intent unterschrieben, um sich auf eine gemeinsame Logistikzukunft einzuschwören. „Zur Erreichung der Klima- und Umweltziele werden in den kommenden Jahren insbesondere im Verkehrsbereich hohe Anstrengungen erforderlich sein”, erklärte Hebein und fügte hinzu: „Mit Logistik 2030+ legen wir eine Strategie für ein zukunftsfähiges Logistiksystem vor. Ziel ist es, die negativen Auswirkungen des Güterverkehrs auf Mensch und Umwelt zu reduzieren und zugleich die Versorgung der Bevölkerung auf hohem Niveau zu gewährleisten. Dies kann nur gemeinsam gelingen.” Nach der Unterzeichnung ist vor der Weiterarbeit: In beiden Wirtschaftsparlamenten der WK Wien und der WK NÖwurde der Aktionsplan bereits fraktionsübergreifend beschlossen. Damit ist die Fortführung inhaltlich und finanziell abgesichert.

Projekt-Überblick von Logistik 2030+

Projektpartner

Land Wien, Land Niederösterreich sowie die Wirtschaftskammern Wien und NÖ.

Ausgangslage

Bis 2030 wird Wien zwei Millionen Einwohner haben. Dies wird unter anderem eine deutliche Zunahme des Verkehrs mit sich bringen. Alleine der Straßen-güterverkehr in NÖ könnte bis 2030 um 23 Prozent zunehmen.

Projektziele

  • Lösung von Nutzungskonflikten im fließenden und ruhenden Güter- und Individualverkehr.
  • Nachhaltige Einsparung von CO2 in den Bundesländern NÖ und Wien.
  • Verkehrsreduktion ohne Leistungs- und Qualitätsverlust.
  • Entwicklung konsensfähiger Logistik- und Verkehrskonzepte.
  • Entwicklung, Initiierung und Begleitung von Pilotprojekten.

Bearbeitete Themenfelder

  • Logistikflächen vorausschauend planen und sichern.
  • Güterkonsolidierung mit Hilfe neuer
    Geschäftsmodelle vorantreiben.
  • Effiziente Lösungen für die Paketzustellung entwickeln und umsetzen.
  • Nachhaltige Logistikkonzepte bei
    Unternehmen und Großprojekten
    unterstützen.
  • Anreize für beschleunigte Fuhrparkumstellungen schaffen.
  • Digitale Informationen und Services zur Effizienzsteigerung und Optimierung
    einsetzen.
  • Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung festlegen.
  • Leistungen und Kosten der Logistik aktiv kommunizieren.


Fallbeispiel

  • Umschlagplatz für Waren im Herzen Wiens
    Eines der Pilotprojekte von Logistik 2030+ befindet sich im Herzen Wiens am Franz-Josef-Frachtenbahnhof. Auf der letzten leistungsfähigen Logistikfläche in der Mitte der Stadt betreibt die Firma LogPointLogistics einen City Hubs. LogPoint will den dort ansässigen Güterumschlagplatz nicht nur erhalten , sondern in eine moderne und klimaeffiziente Logistik-Zukunft führen. Regionalen Unternehmern wird dabei ein umfassendes Konzept geboten: LogPoint stellt eine Web-Infrastruktur zur Verfügung, mit der die Unternehmer einen Online-Shop aufbauen können. Gleichzeitig wird beraten, welche Teile des Sortiments sich für einen solchen Shop eignen. Diese Teile können dann  am Franz-Josef-Bahnhof gelagert werden. Wenn der Kunde ewas bestellt, wird es von LogPoint verpackt und ausgeliefert. Das klare Ziel bei der Auslieferung ist die Bündelung und damit die Reduktion der Fahrten und eine möglichst C02-freie „letzte Meile”. Durch den zentralen Umschlagpunkt können viele Fahrten mit Lastenfahrrädern oder E-Fahrzeugen durchgeführt werden. „Das Projekt hat mich nachhaltig beeindruckt”, sagt Davor Sertic, Obmann der Sparte Transport und Verkehr. „Es bringt Wien wieder einen Schritt näher, um endgültig eine Smart City zu werden. Die effiziente Zustellung bringt Vorteile für Unternehmer, Kunden und Stadtbewohner.” Unternehmer können das Komplettangebot des Hubs nutzen, sich so einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und zusätzlich noch einen Betrag zum Umweltschutz leisten. Das Service kann von kleinen Unternehmen mit stationärem Handel im Stadtgebiet genutzt werden. Kunden profitieren durch schnelle Lieferzeiten und kurze Wege.
  • Weniger Feinstaub und Lärm
    Für Wien und seine Bewohner bringt der Hub ebenfalls eine Entlastung: Das Projekt soll helfen, den Lkw-Verkehr zu verringern und somit die Belastung durch Lärm- sowie Luftverschmutzung (Stichwort Feinstaub) markant zu verbessern. Das Projekt wird derzeit evaluiert.

 

Das könnte Sie auch interessieren

Innovationskonferenz

Mit Top-Infrastruktur zum Innovations-Hotspot

Im Rahmen der 5. Innovationskonferenz lieferten Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck und Standortanwalt Alexander Biach Impulse für die Zukunft Wiens als Innovations-Hotspot. mehr

Handel

Prof. Dr. Gerrit Heinemann: Digitalisierung ist alternativlos

Vor allem im Non-Food-Einzelhandel. „Mit digitaler Allergie wird man nicht überleben“ mehr