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Lösungen finden

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Menschen schreiben
© iStock

Eine Studie von Ernst & Young lässt für den Wirtschaftsstandort Österreich in puncto Fachkräftemangel die Alarmglocken schrillen. Bereits 79 Prozent der Unternehmen haben Probleme bei der Suche nach qualifizierten Arbeitskräften, 56 Prozent verbuchen schon Umsatzeinbußen, weil sie keine geeigneten Fachkräfte finden. Die Wirtschaftskammer Wien hat nun in der Begeisterung von Maturanten für eine Lehre nach der Schule einen Erfolg versprechenden Lösungsansatz gefunden. Denn das Maturazeugnis allein ist heute kein Garantieschein mehr für ein erfolgreiches Berufsleben. Wer jedoch zusätzlich eine Fachausbildung wie eine Lehre macht, hat als Fachkraft hervorragende Chancen am Arbeitsmarkt. Die aktuelle Kampagne der WK Wien zur „Lehre nach der Matura” (wko.at/wien/sicherezukunft) kann also zur Lösung des Problems Fachkräftemangel beitragen.

Fit für das digitale Zeitalter

Bei anderen Themen ist der Gesetzgeber aufgerufen, Schritte zu setzen, die das Leben für Unternehmer und Bürger einfacher machen. Wie bei der Forderung der Jungen Wirtschaft Wien nach einem digitalen Postfach für Unternehmer und Bürger. Dänemark macht seit mehr als drei Jahren vor, wie so ein Projekt erfolgreich umgesetzt werden kann. Dort erhalten alle Bürger über 15 Jahren Post von Ämtern und Behörden auf elektronischem Weg über ein sicheres, digitales Postfach. Österreich sollte hier nicht zu lange warten, sondern diese Verwaltungsvereinfachung für alle auch bald andenken. Dazu gehört aber auch, dass man digitales Know-how an allen Schulen vermittelt und für Erwachsene ebenfalls leicht zugänglich macht. Denn Österreich muss fit gemacht werden für das digitale Zeitalter.

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