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Lobautunnel: Wirtschaftskammer Wien fordert Umsetzung und Standortanwalt

Jahrelange Verzögerung bei Lobautunnel kostet Jobs und lähmt Stadtentwicklung – Ruck fordert deutlich mehr Tempo

© wkw

„Infrastruktur soll für viele Generationen gebaut werden. Das heißt aber nicht, dass viele Generationen auf die Infrastruktur warten müssen“, kommentiert Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, die neuerliche Verzögerung beim Genehmigungsverfahren zum Bau des Lobautunnels. Ruck mahnt zu deutlich mehr Tempo bei so wichtigen Standortprojekten und erneuert deshalb die Forderung nach einem Standortanwalt.

„Seit einem Jahrzehnt wird diskutiert, geprüft, evaluiert, verhandelt, gezögert und gezaudert, ob der Lobautunnel gebaut wird. Jetzt wird wieder auf den St. Nimmerleinstag verschoben. Da wird der Standort blamiert. In diesem Zeitraum bauen andere Länder ganze Städte. Ein Standortanwalt als treibende Kraft hinter so wichtigen Projekten ist wichtiger denn je.“
Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Stadtentwicklung endet nicht bei Wohnbau, Öffi- und Radwegeausbau.

Die negativen Auswirkungen eines Investitionsstopps beim Lobautunnel wurden in einer Studie der ÖIR GmbH errechnet: So würden rund 4 Mrd. Euro Wertschöpfung aus den Bereichen Wohnen, Infrastruktur und Wirtschaft nicht gehoben. In diesem Betrag sind die direkten Wertschöpfungseffekt aus dem Bauprojekt noch gar nicht enthalten. Insgesamt würden 25.000 Jobs nicht geschaffen (10.000 Jobs direkt durch den Bau und 15.000 Jobs indirekt in den betroffenen Bezirken). „Stadtentwicklung endet nicht bei Wohnbau, Öffi- und Radwegeausbau. Es braucht unter anderem auch eine leistungsstarke Straßeninfrastruktur, damit sich Betriebe ansiedeln, Jobs entstehen und die Stadt gesund wachsen kann. Es ist eine naive Träumerei, zu glauben, dass ein Bevölkerungswachstum von 125.000 Menschen in Wiens staugeplagtem Nordosten ohne entlastende 6. Donauquerung funktionieren wird“, sagt Ruck.

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