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Lkw-Maut: Die neuen Tarife ab 2020

Seit Ende August stehen die Mauttarife für 2020 fest. Die Verordnung sieht eine neue Kategorie für E-Fahrzeuge vor. Die externen Kosten für Luftverschmutzung werden den Fahrzeugen der höchsten Emissionsklasse ab dem nächsten Jahr voll angerechnet.

LKW
© Gina Sanders/Fotolia

Am 20. August wurden die Tarife für die fahrleistungsabhängige Maut für Lastkraftwagen (Lkw) mit über 3,5 Tonnen höchst zulässigem Gesamtgewicht und Busse für das Jahr 2020 festgelegt. Das Wesentliche: Der Infrastruktur-Grundkilometertarif (abhängig von der Achszahl des Fahrzeugs) wird um 2,1 Prozent erhöht. Dazu wurde für Fahrzeuge mit reinem Elektro- oder Wasserstoff-Brennzellenantrieb die neue Kategorie „E” eingeführt. Der Infrastruktur-Grundkilometertarif für diese Fahrzeuge beträgt etwa die Hälfte des Tarifs für die Euro-Emissionsklassen 0 bis Euro-EEV. Sie müssen auch keine Maut zur Anlastung der externen Kosten der verkehrsbedingten Luftverschmutzung entrichten. Für Euro-6-Fahrzeuge gibt es weiterhin einen reduzierten Grundkilometertarif, der für die gesamte Emissionskategorie einen Bonus von 20 Millionen Euro beinhaltet. Ab 2020 werden allerdings die Kosten für Luftverschmutzung den Euro-6-Fahrzeugen voll angelastet (aktuell nur 40 Prozent). Damit beträgt die Tariferhöhung bei Euro-6-Fahrzeugen je nach Achszahl zwischen 3,9 Prozent und 4,4 Prozent. Die Transportwirtschaft kritisiert, dass die Erhöhung damit gerade für die umweltfreundlichste Emissionsklasse überproportional ausfällt.

Der Gesamttarif der fahrleistungsabhängigen Maut für Busse und schwere Lkw (über 3,5 Tonnen höchst zulässigem Gesamtgewicht) setzt sich zusammen aus:

  • Infrastruktur-Grundkilometertarif (nach Achskategorie differenziert),
  • plus externe Kosten für verkehrsbedingte Luftverschmutzung (nach Emissionsklasse und Achskategorie) und Kosten für Lärmbelastung (nach Achskategorie).


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