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Beruflicher Blick über die Grenze

Deutsche Lehrlinge absolvieren derzeit Kurzpraktika in Wiener Betrieben - ein Erfolgsprojekt der Sparte Gewerbe und Handwerk und der Handwerkskammer Koblenz 

12 Lehrlinge aus Deutschland schnuppern Wiener Handwerksluft
© Fasching 12 Lehrlinge aus Deutschland schnuppern Wiener Handwerksluft

Für Kai Köster ist in Wien alles neu - die Stadt, die Firma, die Menschen, die Arbeit. Der 17-Jährige ist einer von zwölf deutschen Lehrlingen, die am Lehrlingsaustauschprogramm der Wiener Sparte Gewerbe und Handwerk und der Handwerkskammer Koblenz teilnehmen. Köstner absolviert bis 12. Oktober ein Volontariat in der Floridsdorfer Karall und Matausch GmbH, einem 25 Mitarbeiter starken Betrieb, der auf Planung, Montage und Servicierung von Antennenanlagen, Sicherheitstechnik und Multimedia-Systeme spezialisiert ist. 

Junghandwerker werden mobil

Köster ist im zweiten Jahr der Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Mit seinem Lehrbetrieb, einem Elektroinstallationsunternehmen mit 25 Mitarbeitern in Grafschaft-Ringen, ist er viel auf Baustellen unterwegs, hat gestemmt, Leitungen verlegt und einiges mehr. Das Praktikum in Wien bietet ihm die Möglichkeit, Einblicke in Berufsfelder zu erhalten, die er in seiner Ausbildung erst kennenlernen wird - etwa die Montage und das Programmieren von Gebäudeautomationssystemen. „Ich habe in der Berufsschule vom Lehrlingsaustausch gehört und die Chance gleich ergriffen”, erzählt Köstner. Auch sein Chef habe ihn sofort unterstützt. Von diesem Volontariat will er „so viel Wissen und Erfahrung mitnehmen wie nur geht”. 

Die Sparte Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Wien führt das Lehrlingsaustauschprogramm gemeinsam mit der Handwerkskammer Koblenz bereits seit 1993 alljährlich durch. Wiener Lehrlinge bekommen dabei die Möglichkeit, zwei Wochen lang in einem Betrieb in der Region Koblenz mitzuarbeiten. Im Jahr darauf sind dann Koblenzer Lehrlinge in Wiener Unternehmen zu Gast.
"Jugendliche erhalten damit schon in der Ausbildung Gelegenheit, neue Menschen und Betriebe kennenzulernen und berufliche Erfahrung auch außerhalb des eigenen Landes zu sammeln. Der Lehrlingsaustausch zeigt auch den länderübergreifenden Willen, die Fachkräfteausbildung im Handwerk auch über die Grenzen hinweg zu unterstützen und zu fördern."
Maria Smodics-Neumann, Obfrau der Sparte Gewerbe und Handwerk und Abgeordnete zum Nationalrat

Diese Wiener Unternehmen betreuen Austauschlehrlinge

Bäckerei Grimm, Robert Breitschopf, Andreas Leo Denner, Forum Goldschmiede, Fotospeed Ulrich Schnarr, Hermann Fuss & Söhne Holzkonstruktion GmbH, Hofzuckerbäcker L. Heiner OG, Karall & Matausch, Ing. Felix Krebs Metallbau Schlosserei, Tischlerei Kout GmbH, Orthopädie - Schuhmacher M. Snajdr, Sparte Gewerbe und Handwerk

Über den Lehrlingsaustausch der WKW mit der Deutschen Handwerkskammer Koblenz

Eine beinahe in Vergessenheit geratene Tradition des Handwerks ist die Zeit der Wanderschaft – auch Walz genannt: Gesellen sollten vor allem neue Arbeitspraktiken, Orte, Regionen und Länder kennenlernen sowie Lebenserfahrung sammeln.

In Anlehnung an die Walz besteht nun schon seit dem Jahr 1993 ein alternierender Lehrlingsaustausch der Sparte Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Wien mit der Deutschen Handwerkskammer Koblenz. Jährlich wechselnd wird Lehrlingen aus Wien und Koblenz die Chance geboten, ein Volontariat in unterschiedlichsten Handwerksberufen zu absolvieren. In diesem Jahr ist die Sparte Gewerbe und Handwerk Gastgeber und begrüßt 12 Auszubildende aus Koblenz von 30.9. bis 13.10.2018 in Wien.

Die jungen Gäste absolvieren ihr Praktikum in den unterschiedlichsten Lehrberufen – von der Bäckerin über Goldschmiedin bis hin zu Metallbau und Maler. Engagierte Wiener Praktikumsbetriebe unterstützen das Austauschprogramm und geben den Koblenzer Lehrlingen die Chance, das österreichische Modell der dualen Ausbildung kennenzulernen, ihr Wissen und Können zu vertiefen und internationale Kontakte zu knüpfen.

Dieser Lehrlingsaustausch zeigt den länderübergreifenden Willen, die Fachkräfteausbildung im Handwerk auch über die Grenzen hinweg zu unterstützen und zu fördern. Hier wird der lebende Beweis geliefert, dass traditionelle Werte mit zeitgemäßen Entwicklungen vereinbar sind.

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