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Lehrlinge im Verbund ausbilden

Lehrlinge ausbilden, auch wenn das volle Berufsbild im Unternehmen nicht vermittelt werden kann? Ein Ausbildungsverbund mit Partnerbetrieben macht das möglich. Was es dafür braucht und wie der Ausbildungsverbund funktioniert.

Lehre
© Alpa Prod/Shutterstock

Ein Ausbildungsverbund ermöglicht es Betrieben, Lehrlinge auszubilden, obwohl sie einen Teil der in der Ausbildungsordnung vorgesehenen Tätigkeiten nicht vermitteln können. Das kann sein, wenn ein Betrieb spezialisiert ist und z.B. nicht über alle Maschinen verfügt, um das gesamte Berufsbild abzudecken.

  • Verpflichtender Ausbildungsverbund: Die Ausbildungsberechtigung (Feststellungsbescheid) wird unter der Auflage erteilt, dass der Lehrbetrieb einen Ausbildungsverbund mit einem oder mehreren Partnerbetrieben bildet, in denen der Lehrling die fehlenden Fertigkeiten erlernen kann. Ausbildungspartner können auch Bildungseinrichtungen wie das WIFI sein.

  • Freiwillige Ausbildungsverbünde können dann gebildet werden, wenn dem Lehrling im Partnerbetrieb oder in außerbetrieblichen Kursen besondere Qualifikationen vermittelt werden sollen, die die Inhalte der Ausbildungsordnung ergänzen.

Wie wird ein Ausbildungsverbund vereinbart?

Wichtig ist, einen Vertrag mit dem Verbundpartner abzuschließen, der von allen Beteiligten (Lehrberechtigter, Partnerbetrieb, Lehrling - wenn minderjährig, auch dessen gesetzlicher Vertreter) unterzeichnet wird. Darin sind die Kenntnisse und Fertigkeiten, die im Partnerbetrieb vermittelt werden sollen, und die Dauer der dortigen Ausbildung möglichst genau festzulegen. Generell gilt: Der Großteil der Berufsausbildung muss im Lehrbetrieb - nicht beim Verbundpartner - erfolgen.

Rechtliche Folgen

Alle Rechte und Pflichten im Ausbildungsverbund bleiben beim Lehrberechtigten. Er trägt die Verantwortung für die Ausbildung des Lehrlings und bezahlt das Lehrlingsgehalt. Dem Lehrling dürfen durch die Ausbildung im Verbund keine zusätzlichen Kosten entstehen. Die Ausbildung beim Verbundpartner ist auf die Arbeitszeit anzurechnen. Kosten, die für die Ausbildung beim Verbundpartner anfallen, muss der Lehrberechtigte tragen. Es gibt aber dafür eine Förderung, die bei der Wirtschaftskammer (WK) Wien zu beantragen ist. Sie beträgt maximal 75 Prozent der Kurs- oder Ausbildungskosten (exkl. Umsatzsteuer) bis zu einer Gesamthöhe von 2000 Euro pro Lehrling und für die gesamte Ausbildungsperiode.

Tipp!
Ein Mustervertrag für Ausbildungsverbünde und das Formular zur Beantragung der Förderung gibt es auf der Homepage der WK Wien (siehe unten).

Lehrlingsstelle bietet Unterstützung von Anfang an

Die Lehrlingsstelle der WK Wien ist der richtige Ansprechpartner für Wiener Unternehmen in allen Fragen der Lehrlingsausbildung - auch zu Ausbildungsverbünden. Wer erstmals Lehrlinge ausbilden oder überhaupt erst ausloten will, welche Möglichkeiten dafür in seinem Betrieb vorhanden sind, sollte sich jedenfalls an die Experten der Lehrlingsstelle wenden. Sie kennen alle Berufsbilder und wissen genau Bescheid, welche Voraussetzungen ein Betrieb für jeden einzelnen Lehrberuf mitbringen muss. Manche Betriebe decken nicht das gesamte Spektrum der festgelegten Lehrinhalte aus dem Berufsbild ab. Sie können trotzdem Lehrlinge ausbilden, wenn sie sich einen Verbundpartner suchen, der diese fehlenden Kompetenzen vermitteln kann.




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