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Lehre nach Matura ist Antwort auf Fachkräftemangel

Berater Ernst & Young schlägt mit aktueller Studie zu Fachkräftemangel Alarm – WK Wien mit Kampagne zur Lehre nach der Matura – Ruck: „Fundierte Berufsausbildung ist zukunftsfitte Alternative zum Studium“

Mann Frau Computer
© wkw

Eine Studie von Ernst & Young lässt für den Wirtschaftsstandort Österreich in puncto Fachkräftemangel die Alarmglocken schrillen. 79 Prozent der Unternehmen haben Probleme bei der Suche nach qualifizierten Arbeitskräften. 56 Prozent der Unternehmen verbuchen Umsatzeinbußen, weil sie keine geeigneten Fachkräfte finden. Der Fachkräftemangel ist seit geraumer Zeit Thema. Die Wirtschaftskammer Wien hat nun in der Begeisterung von Maturanten für eine Lehre nach der Schule einen erfolgversprechenden Lösungsansatz gefunden.

„Das Maturazeugnis allein ist kein Garantieschein mehr für ein erfolgreiches Berufsleben. Wer jetzt zusätzlich noch eine Fachausbildung wie eine Lehre macht, hat jedoch hervorragende Chancen.“
Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien.

Schülern Karriereweg aufzuzeigen

855 der derzeit rund 12.900 Lehrlinge in Wiener Betrieben haben erst nach der Matura ihre Berufsausbildung begonnen. Eine Zahl, die in den letzten Jahren steigt – und auch künftig weiter steigen soll. Dass es noch deutlich Luft nach oben gibt, zeigt ein Blick nach Deutschland: Während in Österreich nur 2,2 Prozent der Maturanten eine praktische Berufsausbildung in einem Betrieb beginnen, sind es in Deutschland mehr als 27 Prozent. Die Wirtschaftskammer Wien startete deshalb mit Unterstützung des Stadtschulrates eine Werbe- und Informationskampagne, um Schülern diesen Karriereweg aufzuzeigen. In den nächsten Wochen werden diese Zielgruppen auf unterschiedlichen Kanälen angesprochen: Testimonials berichten in den sozialen Medien über ihre Erfahrungen, Broschüren und Unterlagen zum Thema werden in den Schulen verteilt. Neben Foldern für Betriebe, Eltern und Maturanten werden Werbeanzeigen für mobile Endgeräte und die Präsenz auf Berufsinformationsmessen zentrale Kanäle der Kampagne sein.

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