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Kreativität, Einsatz und Mut als Erfolgsbasis

Sie kommen aus verschiedensten Branchen und stehen für Vielfalt und Ideenreichtum: Jene vier Unternehmer, die die jüngste Sprechstunde der WIENER WIRTSCHAFT nutzten, um ihre Konzepte vorzustellen.

Unternehmen
© Adrian Almasan

Sie verstauen, was in den eigenen Wänden nicht Platz hat

In drei Jahren von eins auf 70: Das ist die beeindruckende Bilanz des Unternehmens Storebox GmbH. „Begonnen haben wir 2016 zu dritt in Wien. Heute haben wir 70 Standorte in Österreich und Deutschland und 40 Mitarbeiter”, erzählt Storebox-Mitbegründer Ferdi Dietrich stolz. Das Self Storage-Unternehmen bietet Lagerflächen für alles, was Private und Unternehmen außerhalb der eigenen vier Wände oder Geschäftsräumlichkeiten lagern möchten oder - mangels Platz - müssen. Storebox bleibt dabei in der Nähe der Kunden, innerhalb der Wohnviertel. „Lagerplatz wird dort zunehmend zu Mangelware - Keller sind feucht, werden in Neubauprojekten nicht mehr eingeplant und Dachböden zu Wohnraum ausgebaut”, erklärt Dietrich. Potenzielle Lagerflächen seien leerstehende Geschäftslokale. Ein ebenerdiger Zugang ist für Storebox jedoch Bedingung, um das Ein- und Auslagern zu erleichtern. Mietbare Lagerflächen gibt es ab einem Quadratmeter. Über Partnerbetriebe bietet Storebox auch Umzugsservice und Versicherungspakete an. Sämtliche Prozesse laufen digitalisiert ab. Zusätzlich steht den Kunden eine Servicetruppe zur Verfügung - auch am Wochenende. Das breite Netz an kleineren Standorten - alleine in Wien gibt es 30 - sei ein großer Vorteil von Storebox, sagt Dietrich. „Das ist auch für Gewerbebetriebe interessant, die in mehreren Bezirken Lager für ihre Montagetrupps einrichten können.” Seit eineinhalb Jahren gibt es Storebox auch als Franchisemodell. „Mehr als 50 Lizenzen wurden bereits verkauft”, so Dietrich. Ziel sei nun, das Angebot an Flächen in Österreich, Deutschland und der Schweiz auch über Franchisepartner zu verdichten und parallel dazu neue Zielländer zu evaluieren.

 

Für sie ist Bildung mehr als nur das halbe Leben

Yvonne Wendelin
© Yvonne Wendelin design

„Es ist einfach schön, junge Menschen fördern zu können”, sagt Yvonne Wendelin über ihre Arbeit als zertifizierte Trainerin. Ihr besonderer Schwerpunkt sind Trainings zu sozialen Kompetenzen wie Selbstmotivation oder Selbstpräsentation. Besonders interessant sei das für Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden - als Ergänzung zum fachlichen Teil. „Fachlich passiert ja viel in den Betrieben, während es im Bereich Social skills oft Nachholbedarf gibt”, sagt Wendelin. Bei den Jugendlichen ortet sie hohe Bereitschaft, an ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten zu arbeiten. „Sie sind grundsätzlich begeisterungsfähig und lernbereit.” Die Unternehmer können die Lehrlinge durch diese Zusatztrainings zu verantwortungsbewussten, loyalen Mitarbeitern ausbilden und auch Unternehmenskultur und -werte transportieren. Wendelin bietet sowohl firmeninterne Trainings als auch solche für Lehrlinge aus unterschiedlichen Betrieben an. Außerdem hat sie mit dem Institut „Bildungspartner Österreich“ einen zertifizierten Kooperationspartner an der Seite, der Betrieben bundesweit hochwertige Bildungslösungen für verschiedene Zielgruppen und zu verschiedenen Themen anbietet. Wendelin ist dort Regionalverantwortliche für Wien und Niederösterreich. „Die Bildungspartner Österreich habe ich im Rahmen meiner Ausbildung zur Outdoor-Pädagogin kennengelernt”, erzählt sie. Denn ihre zweite Passion ist - neben der Arbeit mit jungen Menschen - die Natur. In ihren Trainings verbindet sie gerne beides, indem sie immer wieder Outdoor-Aktivitäten einbaut. Wendelins Ziel ist es, Lehrlinge langfristig über die ganze Lehrzeit zu begleiten. „Man kann voneinander viel lernen und es ist einfach eine Bereicherung”, ist sie überzeugt.
 

Autarke Ökosysteme in der Flasche

Unternehmen
© wkw/Spitaler

Gegärtnert hat Tobias Ries immer schon gerne. Seine Liebe zu Flaschengärten begann, als er einen riesigen Weinballon geschenkt bekam. „Ich erinnerte mich an eine Story im ‚Guinness Buch der Rekorde’ von einem 65 Jahre alten autarken Ökosystem in der Flasche und beschloss, das auch zu probieren”, erinnert er sich. Bald überredeten ihn Freunde, seine Flaschengärten auf Vernissagen und Kunstmärkten auszustellen. Der Erfolg gab ihm recht. Im Vorjahr gründete er dann sein Unternehmen „Insane habitats” - was mit „verrückte Biotope” übersetzt werden kann. Zig Objekte hat er seither bepflanzt - alte und neue, große und kleine Gläser und Flaschen, aber auch alte Röhrenfernseher, Glühbirnen und Couchtische mit Glasplatte. Nur die Öffnung dürfe nicht zu eng sein, „sonst wird es schwierig”, schmunzelt er. Ries’ Flaschengärten sind autarke Ökosysteme: Zuunterst eine Drainageschicht, darauf Substrat - „nährstoffarm, die Pflanzen sollen ja langsam wachsen”, betont er. Er verwendet hauptsächlich tropische Pflanzen, Farne, Orchideen. Ehe das Ökosystem verschlossen wird, kommen noch winzige Mikroorganismen hinzu, sie sorgen für die Reinigung. Die Flaschengärten sind wartungsfrei, Das wenige Kondenswasser, das sich im Glas bildet, reicht aus. Man kann sie beleuchten und kurz öffnen, „wenn man etwa den Sichtbereich reinigen möchte”, so Ries. Ries bepflanzt seine Flaschengärten auf Bestellung und verkauft sie auch auf Messen und Märkten. Dazu bietet er auch Do-it-yourself-Kits und Workshops für all jene an, die sich selbst als Flaschengärtner versuchen wollen. Seine Kunden sind Menschen, die auf der Suche nach ungewöhnlichen Wohnaccessoires oder Geschenken sind. Die kleinen Ökosysteme im Glas seien aber auch eine interessante Deko-Alternative für Hotels, Restaurants und andere Betriebe. „Ein Flaschengarten ist auch nachhaltiger und kostengünstiger als ein Blumenbukett, das jede Woche erneuert werden muss”, betont Ries.

Die Versicherungsprofis für alles, was lieb und teuer ist

Segurio
© Bernhard Buzin/Segurio 2019

Nina Gscheider und Franz Ihm waren mehrere Jahre in der Kunstversicherung tätig, ehe sie im Vorjahr ihr Unternehmen Segurio gründeten. „Die Versicherungsbranche ist noch sehr papierlastig, die Produkte haben sich seit Jahren kaum verändert”, sagt Ihm. „Unser Vorhaben war: Das muss anders werden”, ergänzt Gscheider. Mit Segurio schufen sie eine digitale Versicherungsplattform mit vorerst einem Produkt: Einer Absicherung als Ergänzung zur herkömmlichen Hausratsversicherung - für Gegenstände, die der Kunde aber besonders schützen möchte, weil sie entweder hohen Marktwert haben oder für ihn von hoher persönlicher Wertigkeit sind. Die Bandbreite reicht von Kunst, Schmuck und Musikinstrumenten bis zu Handtaschen, E-Bikes und besonderen Möbelstücken. Die Versicherung gilt weltweit, also auch, wenn das gute Stück im Urlaub Schaden nimmt. „Bei Segurio kann der Kunde selbst online den Wert des Stücks festlegen, Fotos und Rechnungen hochladen und die Versicherung mit einem Klick abschließen”, erklärt Ihm. Bei höheren Werten gibt es einen Check durch die Versicherungsexperten. „Dafür gibt es im Schadensfall dann keine Diskussion, welchen Wert das Stück jetzt wirklich hatte.” Alle Unterlagen werden digital archiviert und können vom Kunden jederzeit eingesehen und aktualisiert werden. Kündigen ist monatlich möglich, und zieht der Kunde um, kann er die Versicherung mitnehmen - sogar EU-weit. Zuletzt sei die Segurio-Lösung auch kostengünstig, wie die Firmeninhaber hervorheben: Man muss nicht wegen eines einzigen wertvollen Stücks den gesamten Haushalt teuer versichern. Nächstes Ziel der jungen Digital-Versicherungsagentur, die bereits acht Mitarbeiter beschäftigt, ist die Erweiterung ihres Angebots um Basisprodukte wie Haftpflicht-, Reisestorno- oder Unfallversicherung. „Wir orten bei den großen Versicherungsgesellschaften viel Bereitschaft zur Zusammenarbeit”, betont Ihm. 

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