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Konjunktur kühlt 2019 deutlich ab

„Wie schon 2017 waren im Vorjahr die Bundesländer mit einem hohen Industrieanteil und einer hohen Exportquote im Vorteil, da sie von der guten globalen Konjunktur am meisten profitieren konnten, so UniCredit Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer. Auch der private Konsum stieg überall kontinuierlich an.

Konjunktur
© diego cervo - Fotolia.com

Die Steiermark hatte dank ihres hohen Industrieanteils mit 3,4 Prozent das höchste Wirtschaftswachstum. Schlusslicht Wien, mit einem Wachstum von 2 Prozent, hat den kleinsten Industrieanteil, denn 85 Prozent der Wiener Wertschöpfung kommen aus dem Dienstleistungssektor. Die gute Konjunktur führte österreichweit zu Beschäftigungswachstum und in weiterer Folge sank die Arbeitslosenquote im Vergleich zu 2017 auf 7,7 Prozent im Jahresdurchschnitt - das entspricht dem stärksten Rückgang seit 2000. Allerdings hat die globale Abkühlung der Konjunktur bereits in der zweiten Hälfte des Vorjahres eingesetzt. Daher rechnet die Bank Austria nach dem realen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,7 Prozent im Jahr 2018 in Österreich für heuer nur mehr mit einem BIP-Plus von 1,4 Prozent. Allein der private Konsum wird weiter stetig wachsen. „2019 werden alle Bundesländer schwächer wachsen als 2018”, meint Bruckbauer. Unsicherheit brächten vor allem der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und die drohenden Zollerhöhungen der USA. Die aktuellen Ereignisse in der österreichischen Bundespolitik hingegen würden sich auf die Zahlen für heuer gar nicht auswirken, meint Bruckbauer. „Alle Maßnahmen für 2019 sind bereits gesetzt, für heuer war nichts Weiteres geplant.”

Konjunktur
© Quelle: Uni Credit Research, Karte: Ayub Smokecolor/Shutterstock, Foto: diego cervo - Fotolia.com

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