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Klein- und Mittelbetriebe entlasten

Die Wirtschaftskammer Wien verstärkt ihren interessenpolitischen Druck, um Verbesserungen für KMU zu erreichen.

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© wkw

In der Wirtschaftskammer  Wien steht der November im Zeichen der Wiener Klein- und Mittelbetriebe (KMU). Neben zahlreichen Veranstaltungs-Schwerpunkten fordert die WK Wien bessere Rahmenbedingungen für KMU, dazu gehören z.B. folgende Punkte:

Bis 2024 stehen in Wien rund 8500 KMU zur Übergabe an. Dabei geht es auch um die Zukunft von rund 74.000 Beschäftigten. Verkauft ein Installateur seinen Betrieb an seinen Sohn, muss er dafür richtig viel Steuer bezahlen, weil der Verkaufserlös als Einkommen gewertet wird. Den Gewinn kann er auf drei Jahre verteilen oder einen kleinen Freibetrag nutzen oder die Steuerbegünstigung für über 60-Jährige in Anspruch nehmen, wenn er dieses Alter hat. Die WK Wien fordert, dass erstens der Freibetrag deutlich ausgeweitet wird, zweitens der Gewinn auf fünf Jahre verteilt werden kann und drittens die verschiedenen Begünstigungen nicht alternativ, sondern ergänzend genutzt werden können.

Seit 2018 gibt es die vereinfachte, elektronische GmbH-Gründung, die aber mit Jahresende ausläuft. Die WK Wien fordert die unbefristete Verlängerung. Auch soll es möglich werden, dass Unternehmer, die diese Gründungsform nutzen, das volle Stammkapital einzahlen können. Derzeit dürfen sie nur die Hälfte einzahlen. Weiters soll das Mindeststammkapital für alle GmbHs von 35.000 Euro auf 10.000 Euro gesenkt werden.

Mutterschutz implementieren

Die WK Wien fordert einen Wochengeldanspruch für werdende Mütter, die aufgrund des relativen Beschäftigungsverbots ihren Job nicht mehr ausüben können und für die es im Betrieb keine andere Aufgabe gibt. Das ist bei Friseuren häufig so - z.B. Arbeit im Stehen und mit Chemikalien. Derzeit bezahlen die Betriebe das Gehalt ohne Gegenleistung.

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