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Karenzzeiten werden ab sofort voll anerkannt

Für Geburten ab dem 1. August 2019 werden Karenzansprüche der Dienstnehmer, die sich nach der Dauer der Beschäftigung richten, nun voll angerechnet.

Für die Bemessung von Karenzansprüchen wurden bisher maximal zehn Monate ange¬rechnet, fortan sind es 24 Monate
© detailblick/Fotolia

Die neue Regelung zur Anrechnung der Karenzzeiten trat mit 1. August 2019 in Kraft und gilt für Mütter (auch Adoptiv- oder Pflegemütter) und Väter, deren Kind ab diesem Zeitpunkt geboren wird (bzw. ein Kind adoptiert oder in unentgeltliche Pflege genommen haben).

Die volle Anrechnung der Karenzzeiten für Geburten nach dem 1. August unter Anrechnung der Beschäftigungsdauer bedeutet für Betriebe folgendes:

  • Dienstnehmer kommen in den Genuss von Gehaltsvorrückungen,
  • die Kündigungsfristen verlängern sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt,
  • der Anspruch auf die sechste Urlaubswoche kann schon früher, und damit leichter erworben werden kann.
  • Bis zu 24 Monate müssen ab sofort angerechnet werden,
  • Anwartschaft auf Abfertigung Alt.
  • Bei Geburten vor dem 1. August 2019 wurden für die Bemessung von Urlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und Kündigungsfristen maximal zehn Karenzmonate angerechnet.

Eine rückwirkende Geltung der Karenzen auch für Geburten vor dem 1. August hätte eine enorme Belastung für die Betriebe bedeutet. Diese Regelung konnte seitens der Wirtschaftskammer verhindert werden.


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