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Josefstädter Straße bleibt Kurzparkzone für alle

Antrag, die Parkregelung für Einkaufsstraßen in der Josefstädter Straße während der sechsjährigen Bauzeit der U-Bahn aufzuheben, wurde abgelehnt. Die Stadt folgt damit der Argumentation der Wirtschaftskammer Wien

Schlossermeister Georg Senft (l.) und Wolfgang Primisser, WK Wien-Bezirksobmann der  Josefstadt, freuen sich, dass die Einkaufsstraßenregelung der Josefstädter Straße während der  sechsjährigen U-Bahnbauphase bleibt.
© wkw/bock Schlossermeister Georg Senft (l.) und Wolfgang Primisser, WK Wien-Bezirksobmann der Josefstadt, freuen sich, dass die Einkaufsstraßenregelung der Josefstädter Straße während der sechsjährigen U-Bahnbauphase bleibt.

Die Parkplatzsituation in der Josefstadt ist prekär und die Bauarbeiten während des Umbaus der U2 werden die Lage möglicherweise verschlimmern. So entstand die Idee, die Parkregelung der gesamten Josefstädter Straße aufzuheben und in die flächendeckende Kurzparkzone des 8. Bezirks zu integrieren. Damit könnten Parkpickerlbesitzer ohne zeitliche Beschränkung parken. Für die Josefstädter Straße als Geschäftsstraße gilt eine Kurzparkregelung: Werktags von 9 bis 18 Uhr darf maximal 1,5 Stunden geparkt werden. Für Wirtschaftskammer (WK) Wien-Bezirksobmann Wolfgang Primisser eine gute Lösung: „Untertags Kurzparkzone zum Parken für Kunden, für Ladetätigkeiten und für Handwerker, dann folgt am Abend ein Schichtwechsel. Die Unternehmer sperren die Geschäfte zu, Anrainer kommen nachhause und können parken.” Auch Schlossermeister Georg Senft, der sein Geschäft auf der Auersperggasse hat, ist von freien Parkflächen abhängig. „Nicht alle Produkte, die hier gekauft werden, können weggetragen oder mit einem Lastenfahrrad transportiert werden. Ein Tresor zum Beispiel wiegt 150 kg. Da braucht man schon ein Auto”, so Senft.

Schlüssige Argumentation setzte sich durch

Der Bezirk hatte vorab die ansässigen Einkaufsstraßenvereine von dem Vorhaben informiert, später einen Antrag zur Aufhebung der Parkregelung für die gesamte Einkaufsstraße für die Dauer von sechs Jahren gestellt. Bei der Verhandlung des Antrags hat die WK Wien umgehend Einspruch erhoben und erklärt, wie essenziell freie Parkflächen für die Betriebe vor allem während der Bauphase sind, dass die Fluktuation des Parkplatzverkehrs der Einkaufsmöglichkeit und damit der Kundenfrequenz dienen. Die schlüssigen Argumente bewirkten schließlich, dass alles bleibt, wie es ist.

„Die Regelung für die ganze Straße auf einmal aufzuheben, wäre eine erhebliche Verschlechterung gewesen. Ich bin froh, dass auf einer sachlichen Ebene ohne böse Worte diskutiert wurde. Finden Kunden keinen Parkplatz, treibt man sie aus der Stadt und konterkariert damit alle Bemühungen, die seit Jahren von den Einkaufsstraßenvereinen gesetzt werden“.
Wolfgang Primisser

Dauerthema Parkplätze

Auch wenn freie Parkmöglichkeiten in der Einkaufsstraße bleiben, ist die Situation im Bezirk schwierig. Die Begegnungszone in der Lange Gasse hat Parkplätze gekostet, durch die aktuellen und zukünftigen Baustellen und Verkehrsumleitungen wird die Geduld der Autofahrer weiter auf die Probe gestellt. Das trifft sowohl Anrainer als auch Unternehmer. Diese Probleme können nur durch gegenseitiges Verständnis gelöst werden. Eine ausverhandelte Möglichkeit ist die Öffnung der Anrainerparkplätze: „Wir fordern nur, dass die Vereinbarung eingehalten wird”, sagt Primisser. Und Senft argumentiert: „Wenn meine Mitarbeiter auf Montage stundenlang keinen Parkplatz finden, können wir nichts liefern. So kann das nicht weitergehen.”

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