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Jetzt ist Solidarität mit den Betrieben gefragt

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Walter Ruck
© ian ehm

So haben wir uns den Herbst alle nicht gewünscht. Mitten im Weihnachtsgeschäft, das über den Erfolg oder Misserfolg eines ganzen Wirtschaftsjahres entscheidet, dürfen zusätzlich zu den Tourismus- und Freizeitbetrieben nun auch die meisten Einzelhandelsgeschäfte nicht mehr betreten werden. Auch personennahe Dienstleistungen sind vorübergehend untersagt. Jetzt ist Solidarität mit den Betrieben gefragt, die von den behördlichen Einschränkungen betroffen sind.

In der kommenden Woche starten wir daher erneut unsere Kampagne "Wer Wien liebt, kauft in Wien ein", um auch die Wiener Bevölkerung zu motivieren, solidarisch mit unseren Wiener Betrieben zu sein.
Walter Ruck

Denn ausgabenfreudige Kunden sollen gerade jetzt nicht in die Arme der internationalen Online-Riesen getrieben werden, denn diese schaden unserer Wirtschaft von Jahr zu Jahr mehr. Jetzt ist die Zeit, in der wir alle zeigen können, dass wir für notwendige Einkäufe auch in Wien einen passenden regionalen Anbieter mit Webshop finden können.

Betriebe durch die Krise bringen

Und wir können zeigen, dass nicht so dringende Besorgungen auch bis zum 7. Dezember warten können, wenn wir unsere Wiener Geschäfte wieder betreten dürfen. Wir sind 140.000 Wiener Unternehmer - und damit auch 140.000 Konsumenten, die selbst viel bewegen können und Vorbildwirkung haben. Diese Solidarität erwarte ich mir auch von der Politik. Den Betrieben super-schnell und großzügig zu helfen, ist alternativlos. Denn viele können ohne externe Hilfe nicht wieder gesund werden. Sie brauchen nun die öffentliche Hand, um überleben zu können, und sie sind eine unersetzliche Basis für unser aller Zukunft. Ziel muss daher sein, so viele Betriebe wie möglich durch diese Krise zu bringen.

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