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Infos zu Beschränkungen und Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionen

Jetzt ist es wichtig zu wissen, welche Hilfen und Unterstützungsangebote sie nutzen können und welche Maßnahmen sie  setzen können.

Coronavirus
© Jetzt ist es wichtig zu wissen, welche Hilfen und Unterstützungsangebote sie aktuell nutzen können und welche Maßnahmen sie präventiv aber auch im Ernstfall setzen können.

Sicherheitskonzept für Outdoor-Veranstaltungen

„Warm anziehen” lautet das Motto in den nächsten Wochen in der Eventbranche. Die aktuellen Verschärfungen sehen nämlich vor, dass Veranstaltungen im Indoor-Bereich nur mehr sehr eingeschränkt stattfinden können. Viele Feiern werden deshalb kurzerhand nach draußen verlegt. Bei privaten Indoor-Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze sind derzeit nur mehr zehn Personen statt bisher 50 Personen erlaubt. Betroffen sind davon vor allem kleinere kulturelle Veranstaltungen und Sport- und Freizeitevents ohne Sicherheitskonzept wie Yogakurse, Spieleabende, Ausstellungen, Filmvorführungen, Schulungen oder Hochzeiten. Davon ausgenommen sind Begräbnisse. Die aktuelle Personenobergrenze im Freien liegt bei nicht professionell organisierten Veranstaltungen ohne Sicherheitskonzept bei maximal 100 Personen. Bei professionellen Veranstaltungen mit einem Sicherheitskonzept und fixen Sitzplätzen liegt das Personenlimit im Freien bei 3000 Personen, in Innenräumen bei maximal 1500. Der Mindestabstand von einem Meter muss dabei aber eingehalten werden oder andere Schutzvorrichtungen gegeben sein. Ansonsten gilt auch am Sitzplatz Mund-Nasen-Schutz-Pflicht. Bei Sämtlichen Fach- und Publikumsmessen gilt MNS-Pflicht, außerdem ist eine behördliche Bewilligung notwendig.

Tipp!
Um Veranstalter bei der Vorbereitung und Umsetzung von Outdoor-Events zu unterstützen, hat die Wirtschaftskammer Wien einen Risikocheck für Veranstaltungen sowie ein Muster für ein Präventionskonzept erarbeitet.

Die Maskenpflicht

Auf Grund der rapide ansteigenden Covid-19-Zahlen und den mit 21. September eingetretenen Maßnahmen-Verschärfungen gilt die Mund-Nasen-Schutzpflicht derzeit in folgenden Bereichen:

  • Verkehr: in öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis, sowie in Reisebussen, Flugzeugen, Seil- und Zahnradbahnen sowie im Innenbereich von Ausflugsschiffen;
  • Fach- und Publikumsmessen: für Mitarbeiter und Besucher im Innen und Außenbereich;
  • Gesundheitsbereich: Besucher von Pflegeheimen, Krankenanstalten, Kuranstalten sowie Kunden und Personal in Apotheken;
  • Handel & Dienstleistungen: bei Dienstleistungen ohne 1-Meter-Sicherheitsabstand;
  • für Kunden und Besucher in allen Kundenbereichen von Betriebsstätten (Handel, Dienstleistungen, Museen etc.) sowie für Personal bei Kundenkontakt ohne Schutzvorrichtung
  • Märkte: indoor und outdoor;
  • Beherbergungsbetriebe: in allgemeinen Bereichen für Kunden und Mitarbeiter bei Kundenkontakt;
  • Gastronomie: indoor sowohl für das Personal bei Kundenkontakt als auch für Kunden außer beim Sitzen am Tisch;
  • Demonstrationen: wenn der Ein-Meter-Abstand nicht eingehalten werden kann;

Was bei einem Covid-Fall im Betrieb zu tun ist

Wenn bei einem Mitarbeiter der Verdacht einer Covid-19-Erkrankung besteht, sind einige Maßnahmen zu treffen: Die betroffene Person muss unverzüglich in einem geeigneten Raum isoliert und der Betriebsarzt, ein niedergelassener Arzt oder das Fachpersonal unter der Nummer 1450 telefonisch kontaktiert werden. Wenn vom kontaktierten Arzt oder dem Fachpersonal für nötig erachtet, führt die Gesundheitsbehörde des Magistrats die zur Feststellung der Infektion und der Infektionsquelle erforderlichen Untersuchungen und Erhebungen durch. Dabei werden Kontaktpersonen ausgeforscht. Im Fokus stehen dabei alle Menschen, mit denen ein Infizierter in den 48 Stunden vor Ausbruch der Symptome bzw. bei Symptomfreiheit binnen 48 Stunden vor Durchführung des Tests in Verbindung stand.

Als Kontaktperson der Kategorie I gelten:

  • Personen, die sich im selben Raum mit einem „COVID-19-Fall” in einer Entfernung von weniger als zwei Metern für 15 Minuten oder länger aufgehalten haben,
  • sowie Personen die kumulativ für 15 Minuten oder länger in einer Entfernung von bis zu zwei Metern Kontakt von Angesicht zu Angesicht mit einem „COVID-19-Fall” hatten.
  • Zu Kontaktpersonen der Kategorie II zählen Menschen, die die zu einem „Covid - 19 -Fall“ flüchtigen Kontakt hatten, sich etwa im gleichen Raum aufhielten, aber dem Erkrankten nicht näherkamen oder nicht mit ihm gesprochen haben.
  • Kontaktpersonen der Kategorie I werden durch Bescheid für die Dauer von 10 Tage behördlich in Heimquarantäne geschickt. Eine „Freitestung” von Kontaktpersonen ist nicht möglich. Die Aufhebung der Quarantäne kann ausschließlich durch die Behörde erfolgen. Ausnahmen gelten für sogenanntes „Versorgungskritisches Gesundheits- und Schlüsselpersonal” bei dem trotz Absonderung wegen Kontakts mit einer auf Covid-19 getesteten Person unter Auflage bestimmter Vorkehrungen weitergearbeitet werden kann.
Achtung!
Ist ein Mitarbeiter behördlich unter Quarantäne gestellt, muss der Arbeitgeber das Entgelt so lange weiterzahlen, bis die Quarantäne beendet ist. Der Arbeitgeber kann aber binnen sechs Wochen danach beim Magistrat der diese Maßnahme getroffen hat, einen Antrag auf Erstattung des weitergezahlten Entgeltes stellen, wenn während der Quarantäne Home-Office nicht möglich war. Diesem Antrag muss der Bescheid von der Gesundheitsbehörde über die Quarantäne, beigelegt werden

Virensicher im Home-Office

Aufgrund steigender Infektionszahlen geht der Trend zum Home-Office nach dem Lockdown im Frühjahr ungebremst weiter. Neben der technischen Grundausrüstung wie einem geeigneten PC sowie einer leistungsfähigen Internetverbindung,  sollten auch Fernarbeit-Technologien wie der Remote Desktop und Synchronisationstechnologien zur Ausstattung im Home-Office gehören. Um nicht nur die Mitarbeiter virensicher zu wissen, sondern auch gegen sogenannte Cyberviren gewappnet zu sein, sind zudem Cybersecurity-Maßnahmen essentiell für den langfristigen Einsatz von Telearbeit.

Neben der Aufklärung und Sensibilisierung der Mitarbeiter sollten in jedem Fall folgende Sicherheitsstandards umgesetzt werden:

  • Zugriffsbeschränkungen für Geräte sowie die Sperrung von Geräten, wenn der Home-Office-Arbeitsplatz zwischenzeitlich verlassen wird;
  • geschützte Verbindungen zu Firmennetzwerken z.B. über VPN-Dienste - auch WLAN oder LAN-Verbindungen sollten entsprechend abgesichert sein;
  • regelmäßige Sicherheitsupdates bei Betriebssystemsoftware, wichtigen Programmen und Apps;

Unterstützungsmaßnahmen auf einen Blick

  1. Investitionsprämie wird aufgestockt
    Unternehmen, die jetzt investieren wollen, können für alle Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen ab 1. August eine nicht rückzahlbare Förderung von 7 Prozent beantragen. Für Investitionen in den Bereichen Ökologisierung, Digitalisierung und Life Science sowie Gesundheit verdoppelt sich diese Investitionsprämie auf 14 Prozent. Die Antragstellung ist seit 1. September möglich. Weil die ursprünglich bereitgestellten Fördermittel von einer Milliarde Euro jetzt schon aufgebraucht sind, hat das Wirtschaftsministerium angekündigt, den Fördertopf nun zu verdoppeln. 
  2. Bürgschaft für Investitionen
    Als Teil des neuen Corona-Hilfspakets stellen Wirtschaftskammer Wien und Stadt Wien je sieben Millionen Euro bereit, um Betriebe dabei zu unterstützen, gestärkt aus der Corona-Krise zu kommen. Konkret werden betriebliche Investitionen in Klimaschutz, Digitalisierung und Standortbelebung gestützt - und zwar in Form einer Haftung: Die Wiener Kreditbürgschafts- und Beteiligungsbank (WKBG) haftet als Ausfallsbürge gegenüber der finanzierenden Hausbank für bis zu 70 Prozent der Investitionskosten. Insgesamt können dadurch Kredite in der Höhe von bis zu 20 Millionen Euro besichert werden. 
  3. Sonderbetreuungszeit verlängert
    Die Sonderbetreuungszeit, die mit Ende September ausgelaufen wäre, wird nun bis Ende Februar 2021 verlängert. Die Maßnahme ermöglicht es Arbeitnehmern, im Bedarfsfall von der Arbeit fernzubleiben, um z.B. bei Schließung von Kindergärten oder Schulen die Betreuung selbst vorzunehmen. Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist nach wie vor  eine Vereinbarung mit dem Arbeitgeber. Neben der Verlängerung bringt die Novelle auch eine Verbesserung für betroffene Betriebe: Ab Oktober wird Unternehmen die Hälfte der Lohnkosten - und nicht wie bisher nur ein Drittel - ersetzt.
  4. Kurzarbeit wird erneut verlängert
    Die Corona-Kurzarbeitsregelung wird ab Oktober um weitere sechs Monate verlängert. Die Mindestarbeitszeit steigt von 10 auf 30 Prozent, Ausnahmen für Sonderfälle sind möglich. Betriebe müssen eine wirtschaftliche Begründung liefern. Arbeitnehmer müssen in der Ausfallszeit angebotene arbeitsplatzbezogene Weiterbildungen annehmen. Lohnerhöhungen werden künftig bei der Berechnung des Entgelts während Kurzarbeit berücksichtigt. Lehrlinge können weiterhin in die Kurzarbeit einbezogen werden, wenn die Ausbildung sichergestellt ist.
  5. Umsatzsteuer-Senkung verlängert
    Um die Wirtschaft zu entlasten, soll die coronabedingt bereits in Kraft gesetzte Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie und im Kunstbereich bis Ende 2021 verlängert werden, kündigte die Regierung vergangene Woche an. Die EU-Kommission muss dem allerdings noch zustimmen. Die Senkung der Umsatzsteuer wurde bereits im Juli eingeführt und war ursprünglich bis Ende 2020 befristet. Sie gilt auf die Abgabe von Speisen und Getränken in der Gastronomie, aber auch in Bäckereien, Konditoreien und Fleischereien, weiters für Beherbergung, Publikationen und den Kultursektor.
  6. Fixkostenzuschuss Phase II
    Noch nicht startklar ist der Fixkostenzuschuss Phase II, für den neue Richtlinien gelten sollen - unter anderem die Einbeziehung von Vorbereitungsaufwendungen und Leasingraten in die Fixkosten und ein maximaler Zuschuss von bis zu hundert Prozent. Die Europäische Union hat den neuen Richtlinien in der von Österreich gewünschten Form bislang nicht zugestimmt, sie fordert eine Differenzierung zwischen Branchen je nach Betroffenheit durch die Corona-Maßnahmen (Stand: MI 12 Uhr). Für Branchen mit weiterhin starken Umsatz ist der Fixkostenzuschuss jedoch überlebenswichtig.




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