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Industrie und Banken und Versicherung: Mit realistischem Optimismus ins neue Jahr

Industrie will interessenübergreifende Bündelung der Kräfte, um Industriestandort Wien zu stärken und zu sichern – Banken und Versicherungen fordern Rücksicht auf kleine und mittlere Branchenbetriebe bei regulatorischem Rahmen – Brexit-Folgen derzeit schwer einschätzbar

Jahresauftakt Bank und Industrie
© Florian Wieser

Mit einem zufriedenen Rückblick auf das vergangene Jahr und vorsichtig optimistischem Ausblick für heuer eröffneten die Spartenobleute Stefan Ehrlich-Adám (Industrie) und Erwin Hameseder (Bank und Versicherung) vergangenen Freitag die gemeinsame Jahresauftakt-Veranstaltung beider Sparten in den Wiener Börsensälen. Unter den rund 200 Gästen waren auch Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck, Wiens Stadtrat für Finanzen und Wirtschaft, Peter Hanke, Wirtschaftskammer Österreich-Vizepräsident Richard Schenz, der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Ewald Nowotny, der Abgeordnete zum Europäischen Parlament, Othmar Karas, und Wiens Bildungsdirektor Heinrich Himmer. 

Industrie fordert Systemveränderungen in der Bildung ein

„Die Wiener Industrie konnte die positiven Wachstumsperspektiven ausschöpfen“, zeigte sich Spartenobmann Ehrlich-Adám zufrieden mit dem Wirtschaftsjahr 2018. Gegen Jahresende habe sich die Konjunktur allerdings etwas eingetrübt, man starte daher mit „Vorsicht und Zuversicht“ ins Neue Jahr. Wiens Industrie sei sehr exportorientiert und daher stark von der Entwicklung der internationalen Märkte abhängig, betonte Ehrlich-Adám. Geopolitische Faktoren wie der schwelende Handelskrieg zwischen China und den USA würden derzeit ein Klima der Verunsicherung schaffen, die es Unternehmen erschweren, Entscheidungen zu treffen.

Positiv sei, so der Spartenobmann, dass die heimische Bundesregierung viele Forderungen der Industrie in ihr Programm aufgenommen und einiges davon auch schon umgesetzt habe, etwa die gesetzliche Neuregelung der Arbeitszeit. Ehrlich-Adám bezeichnete das Gesetz als „einen wichtigen und richtigen Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs gegenüber anderen Volkswirtschaften zu stärken.“ Im Bildungsbereich seien Systemveränderungen notwendig, um das beste Ausbildungssystem - zumindest innerhalb Europas – aufzubauen. „Der Weg der mutigen und nachhaltigen Veränderungen muss weiter gegangen werden“, so Ehrlich-Adam.

Banken und Versicherungen setzen auf Kundenorientierung und Digitalisierung

Gute Konjunktur, sinkende Arbeitslosenzahlen, stabile Inflation, Maßnahmen für ein ausgeglichenes Budget und geringe Risikokosten in den Ländern Süd- und Südosteuropas – dank dieser günstigen Rahmenbedigungen habe sich auch der Banken- und Versicherungssektor im Vorjahr gut entwickelt, betonte Spartenobmann Hameseder. Als wichtig für den Finanzplatz Wien bezeichnete er die soeben erfolgte Öffnung des ungeregelten dritten Börsenmarkts für Klein- und Mittelbetrieb – „ein Erfolgskapitel, das von der Wirtschaftskammer Wien mitgeschrieben worden ist“, so Hameseder. „Die heimischen Banken sind heute stabiler denn je und gelten als verlässliche Finanzierungspartner“, betonte der Spartenobmann. Dieses Vertrauen wolle man weiter stärken und ausbauen. Trotz Digitalisierung spiele der persönliche Kontakt zum Kunden eine wichtige Rolle. 

Der Bankensektor sei hierzulande von vielen Klein- und Mittelbetrieben geprägt. Sie gelte es vor überbordenden Regularien zu schützen, sagte Hameseder. Das von der Europäischen Union jüngst beschlossene Bankenpaket enthält diesbezügliche Proportionalitäts-Maßnahmen. Ähnliches müsse auch bei den Gesprächen zum Basel IV-Rahmenwerk erreicht werden. Für den Non- und Near-Banks-Bereich erwartet Hameseder faire Regulierungen. 

Folgen des Brexit nicht abzuschätzen

Sowohl die Spartenobleute als auch Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck äußerten sich besorgt über die Folgen, die der Austritt Großbritanniens aus der EU mit sich bringen werden. Er habe die Briten vor dem Austrittsvotum immer als verlässliche Partner in der EU geschätzt, so Ruck. Was der Brexit nun für das „fragile Gleichgewicht innerhalb der Union“ und auch gesellschaftspolitisch bedeuten werde, könne man nicht abschätzen. Ruck berichtete von einem Besuch in London vorige Woche, dass auch dort große Ratlosigkeit herrsche. Er warnte diesbezüglich vor Polarisierungen im politischen Diskurs, vor allem, wenn diese mit unredlichen Argumenten passiere und zu Lasten des Wirtschaftsstandorts gehe. Ruck versprach, sich weiterhin gegen Unredlichkeit in der Politik und für Wiens Wirtschaft einzusetzen. 

Gemeinsam für den Wirtschaftsstandort

Den Wirtschaftsstandort Wien gemeinsam weiterbringen – das ist das Credo von Wiens Wirtschafts- und Finanzstadtrat Peter Hanke. „Eine Stadt ist gesund, wenn die Wirtschaft funktioniert“, sagte er. Er forderte die Betriebe zum Diskurs auf und versprach, dass Wien alles tun werde, um die Betriebe mit neuen Projekten zu unterstützen. 

Jahresauftakt der Sparten Industrie und Banken

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