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In der Trafik gibt’s jetzt auch „Marie”

Die Trafiken erweitern ihr Angebot: Ab sofort kann man dort auch Geldgeschäfte erledigen. Im Hintergrund steht eine Kooperation der Trafikanten mit einer Bank.

Schiefer
© WKW/Spitaler

Andreas Schiefers Trafik im Nordbahnviertel ist hell, modern und geräumig. Und sie liegt mitten im neu errichteten Wohngebiet - ideale Voraussetzungen für das Projekt „Marie”: Unter diesem Namen bieten Trafikanten künftig auch Bankdienstleistungen wie Kontoeröffnungen, Ein- und Auszahlungen oder die Beantragung von Krediten an. Möglich macht das eine Kooperation mit der Anadi Bank. 

Die Abwicklung der Bankgeschäfte läuft über ein eigenes Terminal, das direkt mit der Bank verbunden ist. Was für das Konto oder den Kredit zu tun ist, ist weitgehend selbsterklärend. Denn die Trafikanten fungieren nicht als Bankberater, sondern unterstützen lediglich bei technischen Fragen. Wer Beratung braucht, vereinbart einen Termin mit der Bank. 

Das Projekt läuft vorerst in einigen ausgewählten Trafiken. Jene von Andreas Schiefer, als Gremialobmann auch Branchensprecher der Wiener Tabaktrafikanten, ist eine davon. „Marie” sei eine weitere Möglichkeit für die Trafikanten, ihr Portfolio zu vergrößern, betont er. „Für den einen oder anderen wird das ein weiteres Zubrot werden. Tabak bleibt aber unser Hauptgeschäft.” Standorte in peripheren Wohngebieten seien ideal, um die „Marie”-Dienstleistungen anzubieten -  vorausgesetzt, es gibt eine ruhige Ecke, wo die Kunden ihre Geldgeschäfte ungestört erledigen können.

Trafik wird „Tankstelle” für Fußgänger

Die Trafiken stärken durch dieses neue Angebot ihre Nahversorger-Position, sagt Schiefer. „Die Erfahrung zeigt uns: Wir können in der Trafik alles verkaufen. Sie wird mehr und mehr zur Tankstelle für Fußgänger.” Die Zielgruppe sieht der Wiener Branchenobmann vor allem in Vertretern der jüngeren Altersgruppe, die ihre Bankgeschäfte rasch und unkompliziert abwickeln möchten. Und das Potenzial sei nicht unerheblich, schließlich wurden die Bankfilialen zuletzt erheblich ausgedünnt.

„In Österreich werden mehrere hunderttausend Konten pro Jahr eröffnet”, bestätigt Markus Gremmel, Geschäftsführer der PROTrafik Service GmbH, die als Service- und Vertragspartner der Trafiken fungiert. Und er verweist auf Frankreich, wo Trafiken schon seit einigen Jahren als alternative Vertriebsschiene für Bankprodukte fungieren. „Der Marktanteil des Anbieters bei Girokonten liegt dort mittlerweile bei einigen Prozent. Das ist - über mehrere Jahre - auch unser Anspruch.”

Gestartet wurde das Projekt Anfang Juli in 15 Trafiken österreichweit. Bis Jahresende soll es bundesweit 200 bis 300 „Marie”-Partner geben. Zielwert für Ende 2022 sind 500 Trafiken, davon etwa ein Zehntel in Wien. Parallel muss die Marke „Marie” in der Öffentlichkeit etabliert werden. „Wir wollen noch heuer in die Markenbewerbung gehen”, kündigt Gremmel an.

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