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Im Nebenberuf Unternehmer

Vor allem zu Beginn der unternehmerischen Tätigkeit haben viele neue Unternehmer auch Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit. Daraus ergeben sich oft steuerrechtliche Fragen. Hier ein Überblick mit den wichtigsten Antworten.

© wkw

Wer muss eine Einkommensteuer-Erklärung abgeben?

Wer mehr als 12.000 Euro aus unselbstständiger Arbeit, also lohnsteuerpflichtig, und mehr als 730 Euro aus selbstständiger Arbeit, also gewerblich, verdient, muss eine Einkommensteuererklärung abgeben. Wer ausschließlich Einkünfte aus Gewerbebetrieben hat, unterliegt bereits ab 11.000 Euro Einkommen der Erklärungspflicht. Darüber hinaus hat das Finanzamt jederzeit die Möglichkeit die Abgabe einer Steuererklärung zu verlangen.

Wie hoch ist die Einkommensteuer?

Bei der Ermittlung des Einkommensteuertarifs werden alle Einkunftsarten, sowohl aus unselbstständiger als auch aus gewerblicher Tätigkeit zusammengerechnet. Einkommensteuerfreiheit besteht nur für die ersten 11.000 Euro Einkommen insgesamt. Dann ist die zu zahlende Einkommensteuer je nach Höhe des Einkommen von 25 Prozent bis 50 Prozent gestaffelt (siehe Tabelle oben).

Kann die unternehmerische Tätigkeit auch als Liebhaberei gewertet werden?

Ja, wenn hinter der gewerblichen Tätigkeit keine Gewinnabsicht ersichtlich ist. Dann fällt die gesamte gewerbliche Tätigkeit unter den Begriff Liebhaberei, was dazu führt, dass man die Verluste aus dieser Tätigkeit steuerlich nicht berücksichtigen kann. Wenn ein Steuerpflichtiger nachhaltig Verluste erzielt, prüft das Finanzamt, ob überhaupt die Absicht und die Möglichkeit bestehen, mit dieser Tätigkeit einen Gesamtgewinn zu erzielen. 

Sind Ausbildungskosten steuer- mindernd?

Ausbildungskosten können als Werbungskosten geltend gemacht werden und so die Steuerbasis mindern. Das gilt auch für Ausbildungen, die zeitnah vor der eigentlichen Eröffnung des Betriebs gemacht werden. Die Kosten dafür können bei der Arbeitnehmerveranlagung in jenem Jahr berücksichtigt werden, in dem sie anfallen. 

Wer muss Umsatzsteuer zahlen?

Liegen die Umsätze der unternehmerischen Tätigkeit unter 30.000 Euro pro Geschäftsjahr, dann ist der Unter-nehmer als Kleinunternehmer unecht umsatzsteuerbefreit. Das heißt, er weist auf den Ausgangsrechnungen keine Umsatzsteuer aus und muss auch keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Allerdings hat er damit auch keine Möglichkeit für einen Vorsteuerabzug. Für die Berechnung der 30.000-Euro-Grenze werden die Umsätze aus allen unternehmerischen Tätigkeiten zusammengezählt. Nicht einbezogen werden Umsätze aus Hilfsgeschäften und Geschäfts-veräußerungen. Kleinunternehmer können, wenn sie wollen, auf Regelbesteuerung umstellen. Sie sind dann allerdings mindestens für das Jahr, in dem die Erklärung abgegeben wurde und für weitere vier Jahre an die Regelbesteuerung gebunden. Das bedeutet, sie müssen auf den Ausgangsrechnungen Umsatzsteuer ausweisen, können dafür aber auch die Vorsteuer abziehen. Die Differenz geht ans Finanzamt.

Was muss der Unternehmer dem Finanzamt noch melden?

Nach der Gewerbeanmeldung bzw. der Aufnahme der betrieblichen Tätigkeit hat der Gründer die Betriebseröffnung auch dem zuständigen Finanzamt zu melden. Dazu ist für Einzelunternehmen ein Fragebogen für natürliche Personen (Formular Verf 24) auszufüllen. 

Wird eine neue Steuernummer vergeben?

Wer bereits eine Steuernummer hat, etwa aufgrund der Arbeitnehmerveranlagung, behält diese. Es wird keine eigene neue Steuernummer erteilt.

einkommensteuer
© FRandy Faris/Corbis

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