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Ihr Vorteil im neuen Jahr!

Worauf Sie achten sollten und was Ihnen 2022 bringt.

neues Jahr
© Subbotina Anna/Shutterstock

Verbesserungen bei der Wochengeld-Auszahlung

Seit heuer kann das Wochengeld für Unternehmerinnen auf Antrag auch monatlich ausbezahlt werden. Der Nationalrat hat im Dezember des Vorjahres eine entsprechende Änderung des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes (GSVG) beschlossen. Bisher wurde diese Unterstützung zur Gänze im Nachhinein ausbezahlt, meist in mehreren Teilbeträgen. Die Unternehmervertretung begrüßt diese Änderung als wichtigen Schritt zur sozialen Absicherung von Unternehmerinnen. „Schwangere Selbstständige mussten mitunter monatelang auf ihr Wochengeld warten. Das war eine massive Schlechterstellung gegenüber Unselbständigen. Es freut mich sehr, dass unsere Forderung nach einer Verbesserung nun umgesetzt wird”, sagt Martha Schultz, WKÖ-Vizepräsidentin und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft.

Wochengeld oder Betriebshilfe

Selbstständige Schwangere und Mütter, die nach dem gewerblichen Sozialversicherungsgesetz krankenversichert sind, haben acht Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und acht Wochen nach der Entbindung (nach Mehrlingsgeburten 12 Wochen) Anspruch auf Wochengeld. Alternativ können sie für diese Zeit statt des Wochengeldes eine kostenlose Betriebshilfe in Anspruch nehmen. Die Beratung und Antragstellung zur Betriebshilfe läuft über die Wirtschaftskammer Wien.

Gutes Design wird prämiert

Noch bis zum 15. Februar läuft die Einreichfrist für den Staatspreis Design, mit dem das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort wieder kreative Gestaltungslösungen auszeichnet. Erstmals werden Preise in den Kategorien Konsumgüter, Investitionsgüter und Produktgestaltung Interior vergeben. Zusätzlich gibt es zwei Sonderpreise für „Spaces & Environment” und „DesignImpact-Concepts”.

Betriebliches Testen bis März

Die Förderung des betrieblichen Corona-Testens - Teil der Teststrategie des Bundes wurde bis 31. März 2022 verlängert. Zudem können PCR-Gurgeltests seit heuer auch des Betriebsstandorts durchgeführt werden. Für jeden durchgeführten und gemeldeten Antigen- oder PCR-Test erhalten Betriebe vom Bund einen pauschalen Kostenbeitrag von zehn Euro.

Vergabe: Neue Schwellenwerte

Mit 1. Jänner 2022 wurden die EU-weit geltenden Schwellenwerte für die öffentliche Auftragsvergabe leicht erhöht. Diese Anpassung erfolgt regelmäßig im Zweijahres-Rhythmus. Aufträge bis zu den neuen Schwellenwerten können ohne EUweite Ausschreibung vergeben werden. Unverändert bleiben die innerstaatlichen Schwellenwerte für die Direktvergabe. Sie liegen bei 100.000 Euro Auftragswert für Liefer- und Dienstleistungsaufträge bzw. bei einer Million für die Vergabe von Bauaufträgen im nicht offenen Verfahren. Die entsprechende Verordnung wurde bereits 2020 bis 31. Dezember 2022 verlängert.

Vignette und Maut 2022: Neue Tarife

Am 31. Jänner endet die Gültigkeit der Jahresvignette 2021. Um weiterhin das hochrangige Straßennetz (Autobahnen und Schnellstraßen) nutzen zu können, muss bis dahin die neue Vignette für 2022 erworben werden. Sie kostet heuer in der Ganzjahres-Variante

  • 93,80 Euro für Pkw und
  • 37,20 Euro für Motorräder.

Weiterhin sind auch Zehn-Tages- und 30-Tages-Vignetten erhältlich. Die Jahresvignette gilt wieder bis zum 31. Jänner nächsten Jahres. Neben der heuer orangen Klebe-Variante gibt es auch die digitale Vignette, sie ist unter anderem im Asfinag-Webshop, bei Öamtc und Arbö, in Trafiken und bei einigen Tankstellen erhältlich. Für Unternehmer gilt übrigens beim Online- Kauf der Vignette keine 18-tägige Wartefrist bis zur Gültigkeit. Diese Bestimmung ist Teil des Konsumentenschutzrechts und greift daher nicht bei B2B-Geschäften.

Neue Lkw-Mautsätze

Auch die Tarife der Lkw-Maut wurden preislich angepasst. Die Kilometerkosten sind je nach Abgasklasse und Achszahl zwischen 1,2 und 2,8 Prozent gestiegen. Die größte Preissteigerung gibt es in der wichtigsten Tarifklasse A (Euro 6), in die etwa 85 Prozent aller Lkw fallen.

Reisebüros: Haftungsmodell verlängert

Die Regierung hat bereits im Dezember die Verlängerung der staatlichen Haftung zur Insolvenzabsicherung für Reiseveranstalter und Reisebüros bis Ende 2022 beschlossen. Der Haftungsrahmen bleibt mit 300 Millionen Euro unverändert. Abgewickelt werden die Haftungsansuchen wieder über die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT), Reiseanbieter können sich ab 10. Jänner dorthin wenden. Heimische Anbieter von Pauschalreisen sind gesetzlich zu einer Absicherung verpflichtet, aus der bei einer Insolvenz bereits entrichtete Kundenzahlungen und weitere Kosten rückerstattet werden können. Die Insolvenzabsicherung ist somit eine zentrale Voraussetzung, damit überhaupt Reisen angeboten werden können. Im Zuge der Pandemie haben sich 2020 jedoch alle Absicherungsanbieter wie etwa Versicherungen aus der Insolvenzabsicherung zurückgezogen. Daher sprang der Staat ein und übernahm für 2021 die Haftungen. Die jetzige Verlängerung war notwendig, weil es auf dem Markt nach wie vor keine Insolvenzabsicherungen für die Reisebranche gibt.

Veranstalter-Schutzschirm prolongiert

Ebenfalls verlängert wurde der staatliche Schutzschirm für Veranstaltungen - und zwar für Events, die bis 30. Juni 2023 geplant sind. Er deckt einen Teil des wirtschaftlichen Schadens ab, der entsteht, wenn geplante Veranstaltungen wegen der Pandemie abgesagt oder wesentlich eingeschränkt werden müssen. Auch dafür stehen 300 Millionen Euro zur Verfügung. Der Veranstalter-Schutzschirm wird ebenfalls über die ÖHT beantragt und abgewickelt.

Temporäre Stundung von SV-Beiträgen

Die Sozialversicherung stundet Dienstgebern bei coronabedingten Liquiditätsproblemen die Sozialversicherungs-Beiträge für die Monate November und Dezember 2021 bis zum 31. Jänner 2022. Die pandemiebedingt angespannte Unternehmensliquidität ist gegenüber der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) glaubhaft zu machen. Die Verzugszinsen in der Sozialversicherung betragen im Zeitraum von 1. Juli 2021 bis 30. September 2022 weiterhin 1,38 Prozent für alle Dienstgeber. Grundsätzlich sollten sich Betriebe bei Zahlungsschwierigkeiten so rasch wie möglich mit der ÖGK in Verbindung setzen, um eine praktikable Lösungen für laufende Beitragspflichten oder auch für (bestehende) Ratenzahlungsvereinbarungen zu finden.

Wichtige Corona-Unterstützungen, die bis März weiterlaufen

Ausfallsbonus III

  • Für November 2021 bis März 2022.
  • Für Betriebe, die im Vergleich zu den identen Monaten 2019 mindestens 30 % Umsatzeinbruch (November, Dezember) bzw. 40 % Umsatzausfall (1. Quartal 2022) haben.
  • 10 bis 40 % Ersatz (je nach Branche), maximal 80.000 Euro pro Monat.
  • Abwicklung über FinanzOnline.

Verlustersatz

  • Für Betriebe mit mindestens 50 % Umsatzeinbruch in den Betrachtungszeiträumen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019. Wählbare monatliche Betrachtungszeiträume Juli bis Dezember 2021.
  • Höhe: 70 bzw. (bei Klein- und Kleinstbetrieben) 90 % der Bemessungsgrundlage, maximal 12 Millionen Euro.
  • Beantragung bis Juni 2022 über FinanzOnline durch Bilanzbuchhalter, Steuerberater
  • oder Wirtschaftsprüfer.

Härtefallfonds

  • bei mindestens 30 % Umsatzrückgang (November und Dezember 2021) bzw. 40 % Umsatzeinbruch von Jänner bis März 2022 im Vergleich zu 2019.
  • Höhe: 80 % des Nettoeinkommensentgangs plus 100 Euro - mindestens 1100 Euro (2021) bzw. 600 Euro (2022), höchstens 2000 Euro pro Monat.
  • Abwicklung über die Wirtschaftskammer.

Warnung vor Betrügern

Das Landeskriminalamt (LKA) Wien warnt vor Betrügern, die bisher vor allem Wiener Betriebe kontaktiert haben. Angeblich britische Kunden geben unter Verwendung von Alias-Daten (Anthony Williams, Alan Miller Alan, Mark Hamilton) Bestellungen von hohem Wert auf. Lieferadresse war bisher stets 14 Nuthatch Mews, IG5 0FG Ilford, UK oder 33 Sugden Road, London, SW11 5EB, UK. Die Zollgebühren werden über die beauftragte Spedition beglichen. Die Ware wird übernommen, jedoch nicht bezahlt - die vorgelegte Überweisungsbestätigung der Barclay’s Bank in London ist gefälscht.

Betroffene können sich hier melden:LKA Wien, 01 / 313 10 - 62516.

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