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Hufnagl: Hohe Qualität - immer ganz nah beim Kunden

Die Wiener Kunsthandwerke zeichnen sich durch eine große Bandbreite aus. Der Abbau von bürokratischen Auflagen und eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit gehören zu den erklärten Ziele von Innungsmeister Wolfgang Hufnagl.

Wiener Kunsthandwerk
© Forum Goldschmiede/Charlotte Schwarz

„Unsere Branche arbeitet für Jahrhunderte. Ein schönes Beispiel sind hier die Goldschmiede, wenn man sich barocke Kirchenverzierungen anschaut”, erklärt Wolfgang Hufnagl,
Innungsmeister der Wiener Kunsthandwerke. Die Branche sei kleinbetrieblich strukturiert und von einem hohen Qualitätsanspruch gekennzeichnet. „Wir arbeiten immer ganz nah am Kunden, kennen seine Bedürfnisse - der Online-Handel ist demnach keine große Belastung für uns”. Eine große Belastung seien jedoch zahlreiche bürokratische Auflagen, von denen nun eine aus der Welt geschafft werden konnte: „Ein großer Erfolg für uns ist der Wegfall der Punzierungskontrollgebühr für die Gold- und Silberschmiede ab 1. Jänner 2020”, so Hufnagl. Damit fallen nicht nur finanzielle Belastungen, Aufzeichnungs- und Meldepflichten für die Unternehmer weg, sondern auch der bürokratische Aufwand wird geringer. Das System der Punzierung, das über Art und Gehalt von Edelmetallen Auskunft gibt, bleibt als Qualitätssicherung weiter bestehen.

"Unsere Unternehmer arbeiten hochwertig, nachhaltig und ressourcenbewusst.”
Wolfgang Hufnagl, Innungmeister Wiener Kunsthandwerke

Eine weitere bürokratische Auflage, gegen die sich Hufnagl einsetzt, sind Reisebestimmungen bei Auslandsengagements, Diese abzubauen, ist ein wichtiges Ziel von Hufnagl. Ein heimischer Musiker, der z.B. ein spontanes Engagement in der Schweiz annehmen will, müsse sich mit Aus-, Ein- und Rückreisebestimmungen „herumschlagen”. In vielen Fällen sei das in kurzer Zeit gar nicht mehr möglich. „Wir stehen kurz vor einer Änderung dieser scharfen bürokratischen Auflagen”, betont Hufnagl optimistisch.

Fachkräftemangel weiterhin ein Thema

Ein weiterer Punkt sei die Auflockerung der strengen Interpretation der Artenschutzliste. „Es kann einem Geiger passieren, dass ihm die Einreise verweigert und  das Instrument konfisziert wird, falls sich auf den Saiten seiner hochwertigen Geige Reste von Elfenbein befinden.” Stolz macht den Innungsmeister jedenfalls, dass junge Menschen den Mut zeigen, sich in der Branche selbstständig zu machen. „Wir haben aktuell sieben Anwärter für die Meisterprüfung zum Gold- und Silberschmied. Bei einer Gesamtanzahl von 165 Mitgliedern in der Branche ist das beachtlich.” Der Fachkräftemangel sei jedoch auch weiterhin ein Thema. „Unsere Betriebe, obwohl klein strukturiert, wollen ausbilden. Da müssen wir Wege finden, um sie zu unterstützen.” Ebenfalls auf Hufnagls Agenda steht eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit. „Wir müssen nach außen sichtbarer werden. Der Erfolg der ,Langen Nacht der Museen” zeigt, dass großes Interesse am Wiener Handwerk besteht”, freut sich Hufnagl. Freude bereite ihm auch die von Maria Smodics-Neumann, Obfrau der Sparte Gewerbe und Handwerk, ins Leben gerufene Plattform www.kunsthandwerk.wien. . „Eine ganz wichtige Plattform, um die großartige Arbeit der Branche sichtbar zu machen und der Öffentlichkeit näher zu bringen.”

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