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Heimhilcher: IT-Fachkräfte kommen aus Wien

Digitale Lehrberufe verzeichnen starke Zuwächse. Das Engagement der Wirtschaftskammer Wien für die duale Ausbildung hat sich bezahlt gemacht, sagt Martin Heimhilcher, Spartenobmann Info & Consulting.

Martin Heimhilcher
© Florian Wieser

Laut aktueller Statistik der Wirtschaftskammer (WK) Wien werden im Lehrberuf „Applikationsentwicklung - Coding” heuer 92 Lehrlinge ausgebildet. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von mehr als 60 Prozent. „Das beweist, dass sich unser Engagement für eine moderne duale Ausbildung bezahlt macht. Die IT-Fachkräfte der Zukunft kommen aus Wien”, freut sich Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information & Consulting der WK Wien.

„Es ist wichtig, dass auch bestehende Lehrberufe um digitale Inhalte ergänzt werden.”
Martin Heimhilcher, Obmann Info & Consulting

Die Lehrberufe „Applikationsentwicklung - Coding” und „Informationstechnologie” mit den beiden Spezialisierungen „Systemtechnik” und „Betriebstechnik” wurden erst im September vorigen Jahres eingeführt. Die Ausbildungsprogramme der beiden neuen Lehrberufe sind auf die Anforderungen der zunehmenden Digitalisierung in der Wirtschaft zugeschnitten. „Im Vordergrund steht die Ausbildung in der Software-Entwicklung und im Programmieren von Applikationen sowie im Betreiben und Administrieren von Netzwerk- und Serversystemen”, erklärt Martin Puaschitz, Fachgruppenobmann Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT).

Mehr Flexibilität in der Ausbildung

Wie von der Politik vor kurzem angekündigt, werden auch bestehende Lehrberufe derzeit um digitale Inhalte ergänzt. „Auch bestehende Lehrberufe müssen auf die Anforderungen der Zukunft reformiert werden”, betont Heimhilcher, der sich für eine Digitalisierung der Lehre in allen Ebenen der Ausbildung ausspricht. Dabei lohnt sich ein Blick in die Schulen. Denn je früher digitale Kompetenzen vermittelt werden, desto besser sind Jugendliche für eine spätere Lehrausbildung vorbereitet. „Wir brauchen das digitale Klassenzimmer - und jeder Schüler zusätzlich zu den Schulbüchern ein Notebook.” Mehr Flexibilität in der Ausbildung wünscht sich Puaschitz: „Wir benötigen mehr Praxisbezug, z.B. beim Umgang mit zahlungspflichtigen App-Stores.” Nachholbedarf sieht er auch bei den Berufsschulen der IT-Lehrberufe: „Die Hardware-Ausstattung muss nachgerüstet und reale Bedingungen für die Jugendlichen geschaffen werden, z.B. mit einem echten Netzwerk-Aufbau.”

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