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Hauptfokus im Export liegt weiterhin auf Europa

Die Weltwirtschaft hat zuletzt an Dynamik verloren, Handelskonflikte wie jener zwischen den USA und China vergrößern die Unsicherheiten weiter. Für die Wiener Exportwirtschaft dürfte das heurige Jahr dennoch gut laufen - es könnte gar einen neuen Rekord geben, zeigt nun eine Umfrage unter Wiener Exportbetrieben.

Der Wiener Unternehmer Thomas Ondrisek freut sich über steigende Nachfrage nach den Produkten seines Elektronik-Unternehmens llynx
© www.marko.photo Der Wiener Unternehmer Thomas Ondrisek freut sich über steigende Nachfrage nach den Produkten seines Elektronik-Unternehmens llynx

Für Oksana Stavrou ist der Export die Basis ihres Geschäfts: „Wir werden heuer auf rund 60 Prozent Exportquote kommen”, rechnet vor. Und ergänzt: „Es läuft gut.”Der Hauptabsaztmarkt für die von ihr entwickelten Regenschutz-Overalls „Raincombi” für Rad- und Scooterfahrer ist Deutschland, aber auch andere Ziele stehen auf der Länderkarte der Wiener Unternehmerin, die aus der Ukraine stammt: „Die benachbarte Schweiz natürlich, England ist ob des Wetters logisch, aber wir hatten sogar schon Bestellungen aus Kanada und Australien”, erzählt sie. Und das, obwohl das Wetter in Australien  - zumindest in der Vorstellung - nicht unbedingt nach Regenkombis verlangt.

„Unsere Betriebe wollen weniger Handelshemmnisse.”
Walter Ruck, WK Wien-Präsident

Der kommenden Exportentwicklung sieht sie positiv entgegen: „Ich denke, wir werden weiter wachsen, die Bestellungen steigen weiter an”, erklärt Stavrou und ist sich mit dieser positiven Zukunftssicht mit einem anderen Wiener Unternehmer einig: Thomas Ondrisek. Er hat sich mit seinem Elektronik-Unternehmen llynx zwar auf den Heimmarkt Österreich spezialisiert, bekommt aber immer mehr Kooperationsangebote aus dem Ausland. Tendenz: Stark steigend.„Vor allem in Italien laufen unsere Geschäfte gut und wachsen stetig, die Nachfrage steigt”, berichtet Ondrisek. Italien ist sein derzeitiges Haupt-Exportland, doch auch in einem weiteren EU-Mitgliedsland - Frankreich - werden die Sensor- und Lichsteuerungsmodule des Wiener Spezialunternehmens immer stärker nachgefragt: „Dieser Markt ist für uns besonders stark im Kommen, das sehe ich an den laufenden Anfragen. Hier sehe ich für die nächsten Jahre einen sehr guten Markt für uns.”

Die Wiener Unternehmerin Oksana Stavrou hat Regenschutz-Overalls entwickelt, die sich sogar in Australien verkaufen.
© Stavrou Die Wiener Unternehmerin Oksana Stavrou hat Regenschutz-Overalls entwickelt, die sich sogar in Australien verkaufen.

Er geht somit optimistisch in die Export-Zukunft seines Unternhemens, auch wenn sich die ersten Erfahrungen mit dem internationalen Handel als nicht nachhaltig erwiesen haben: „Wir hatten erste Erfolge in den USA und in Japan, aber diese Geschäfte sind wieder eingeschlafen”, bilanziert Ondrisek über seinen Fernhandel: „Zum einen gab es verschiedene Regulatorien, die uns im Weg standen, zum anderen hätte ich mich aber auch stärker um den Markt kümmern müssen.” Dafür aber fehlte ihm schlichtweg die Zeit: Die Geschäfte in Österreich liefen zu gut, um sich den Ferndestination ausreichend zu widmen. Deshalb freut er sich, über die steigende Nachfrage nach seinen Elektronikmodulen aus dem europäischen Raum: „Hier sehe ich eine wirklich erfolgversprechende Zukunft.”

Umfrage bestätigt positiven Trend

Dass es im österreichischen Außenhandel heuer erneut sehr gut läuft, zeigt auch eine Befragung von 884 heimischen Exportbetrieben, davon 150 aus Wien, im Auftrag der Außenwirtschaft Austria der WKÖ. Das wichtigste Ergebnis: 36 Prozent der Wiener Exportbetriebe meinen, dass es bei ihnen heuer noch besser laufen wird als 2018. Nur 13 Prozent erwarten eine Verschlechterung, der Rest ein Ergebnis auf gleichem Niveau. Damit zeichnet sich eine weitere Steigerung des Exportvolumens ab, das auch schon in der volkswirtschaftlichen Bilanz des ersten Halbjahres ablesbar ist: Laut Statistik Austria stiegen die österreichischen Exporte in den ersten sechs Monaten 2019 um 3,3 Prozent im Jahresvergleich. Auch die Importe wuchsen - und zwar um 2,8 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet die Außenwirtschaft Austria mit Warenexporten von rund 155 Milliarden Euro. Das wäre ein Plus von knapp 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein neues Allzeit-Hoch.

Hauptfokus im Export liegt weiterhin auf Europa

Hinzu kommen die milliardenschweren Dienstleistungsexporte, die vor allem für die dienstleistungsorientierte Wiener Wirtschaft wichtig ist. 41 Prozent der von der Außenwirtschaft Austria befragten Betriebe wollen mit dem Export von Diensleistungen ihre Internationalisierung weiter vorantreiben - im Jahr 2008 waren es erst 15 Prozent. Der Hauptfokus im Export liegt weiterhin auf Europa, auch der wichtigste Einzelabsatzmarkt, Deutschland, bleibt unverändert hoch im Kurs wie die Befragung zeigte. Gegenüber 2008 stark gewachsen ist aber das Interesse an Asien, Nordamerika und Nahost. Für neue Exportinitiativen vertrauen mehr als zwei Drittel der Unternehmen auf die Unterstützung durch die Außenwirtschaft-Stützpunkte der Wirtschaftskammer, von denen es mehr als 100 in der Welt gibt.Vor allem zu kämpfen haben die Betriebe laut der Befragung mit Export-Bürokratie, also etwa der Aufwand für Zollanmeldung und die notwendigen Begleitpapiere wie Ausfuhrgenehmigung, Ursprungszeugnisse oder Beglaubigungen. Auch nicht-tarifäre Handelshemmnisse und Zölle belasten die Betriebe - und davon, so der Trend, dürfte es in Zukunft noch mehr geben.

export
© wkw/Pippan

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