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Handelstag 2020: Einkaufsstadt Wien? Einkaufsstadt Wien!

Das Spannungsfeld „Stationärer Handel vs. Onlinehandel“ im Fokus des diesjährigen Handelstags der Sparte Handel der WK Wien - 350 Händlerinnen und Händler im Publikum – Herzilein-Chefin Sonja Völker diesjährige Handelshermes-Preisträgerin

Handelstag 2020
© Harald Klemm

„Als Wirtschaftstreibende beleben wir mit unserer Geschäftstätigkeit die Stadt“, sagt Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Wien am Handelstag 2020 vor rund 350 Unternehmerinnen und Unternehmern.

„Die Wiener Händlerinnen und Händlern tragen wesentlich zur Lebensqualität Wiens bei – florierende Einkaufsstraßen, vielfältige Grätzel, beleuchtete Erdgeschosszonen oder Einkaufserlebnisse mit allen Sinnen.“
Rainer Trefelik

Wie sich der Handel entwickelt - online wie stationär - und mit welchen alternativen Konzepten und Strategien in Zukunft den aufkommenden Herausforderungen mit Erfolg entgegnet werden kann, wurde bei der bedeutendsten Veranstaltung des Wiener Handels am 22. Jänner in der Grand Hall am Erste Campus diskutiert. Die Keynote hielt Markt- und Standortexperte Roman Schwarzenecker. Im Anschluss diskutierte er gemeinsam mit dem Obmann des Wiener Handels Rainer Trefelik, Jörg F. Bitzer (MRICS, Recondo Retail Real Estate GmbH), Inga Horny (Verein Stadtmarketing Austria) und Unternehmerin Sonja Völker (Herzilein) unter dem Titel „Einkaufsstadt Wien? Welche Erfolgskriterien sind erforderlich?“

Neue Geschäftsmodelle im Einzelhandel

„Wo passe ich mit meiner Geschäftsidee hin? Wie kann man sich auf den Strukturwandel im stationären Handel und das geänderte Einkaufsverhalten vorbereiten? Florieren Betriebe dort, wo die Standortqualität stimmt?“, fragte Schwarzenecker das interessierte Fachpublikum im Rahmen seiner Keynote und lieferte gleichzeitig die Antworten. Denn nicht jede Idee funktioniere an einem Standort und es gäbe zu beachten, dass sich das gesamte Geschäftsmodell des Einzelhandels sowie die Einkaufsgewohnheiten der Menschen auf den Kopf stellen dürfte. Online-Handel, Globalisierung und Internationalisierung, Strukturwandel, Flächenexpansionen und Firmenkonzentration sowie starker Preiskampf stellen den stationären Handel in der Zukunft vor große Aufgaben. Aber auch viele andere Faktoren, wie das geänderte Einkaufsverhalten, der zunehmende Wettbewerb aus Billiglohnländern oder aktuelle politische Ereignisse, wie eine neue Regierung, haben einen großen Einfluss auf den Handel.

500 leerstehende Geschäftslokale in Wien

Betrachtet man die Leerstandsrate bei den Wiener Geschäften ist diese in den letzten 15 Jahren um 20 % gestiegen, aktuell liegt sie bei 7 %. „Leerstände signalisieren nicht unbedingt eine Krise im Handel“, so Standortexperte Schwarzenecker. Denn B- und C-Lagen stünden auch Geschäfte in guten Lagen leer. Als Faustregel gilt, dass kleinere Geschäftsstraßen eher mit Leerständen zu kämpfen haben, allerdings bestätigen hier Ausnahmen die Regel. Die Gründe liegen oft in der mangelnden Investitionsbereitschaft seitens der Eigentümer oder in der Größe der verfügbaren Lokale. Nicht zuletzt tragen auch die steigenden Umsätze des Online-Handels ihren Teil dazu bei. „Die Digitalisierung hat den Handel fest im Griff und wird auch die kommenden Entwicklungen massiv bestimmen“, so Trefelik. Alles deutet darauf hin, dass der Kampf um Online-Kunden zukünftig immer mehr stationär geführt wird. Das Schlagwort ist dabei Kundenbindung, denn für diese und die Markeninszenierung reichen auch kleine Ladenlokale, die aktuell wieder sehr gefragt sind.

Atmosphäre und Aufenthaltsqualität entscheidende Faktoren

Die Innenstädte haben großes Interesse daran, den Handel zu halten, denn Grätzel mit gemischter Nutzung – wohnen, arbeiten, Freizeit, einkaufen sind lebenswert. Wichtig sei vor allem, dass die Atmosphäre stimmt, sind sich die Experten einig. Die Grätzelaufwertung sei für den stationären Handel gerade im Wettbewerb mit dem Online-Handel entscheidend. „Dort wo die Aufenthaltsqualität hoch ist, kommen mehr Menschen hin, bleiben länger und geben mehr Geld aus. Da profitieren alle, das schafft echt Jobs und macht die Stadt attraktiver", so Handelsobmann Rainer Trefelik. „Wenn wir die Orts- und Stadtkerne stärken, profitieren alle davon – die Bevölkerung und die Wirtschaft. Die Modernisierung und Umgestaltung der Erdgeschoßzone ist ein zentrales Thema, das darüber entscheiden wird, ob Wien auch in zehn Jahren noch als Einkaufsstadt erfolgreich ist.“

Österreicher wollen Erlebnis-Shoppen

„Der stationäre Handel wird bleiben“, so Schwarzenecker, „aber anders.“ Ein Trend im Einzelhandel beschäftigt sich mit dem neuen Geschäftsmodell „Erlebniswelten“. In den kommenden Jahren sollen immer mehr Retailflächen nicht länger Produkten, sondern Erlebnissen gewidmet sein wird. Es bestünde unverändert der Wunsch nach sinnesfrohen Shopping-Erfahrungen und Emotionen direkt am Point of Sale, also dem Verkaufsort. Der stationäre Handel wird für Spontanität, Inspiration und das echte haptische Erleben geschätzt, also die Produkte anzugreifen, zu sehen oder zu riechen – ein Vorteil gegenüber dem Online-Handel. Für die Österreicherinnen und Österreicher interessant sind vor allem kreative, gesundheitsorientierte und sportliche Erlebnisse. „Wenn immer mehr Flächen im Handel Erlebnissen gewidmet sind, müssen mittelfristig auch die Mitarbeiter darauf vorbereitet werden“, ergänzt Trefelik. Die Wirtschaftskammer Wien unterstützt Unternehmerinnen und Unternehmern mit zahlreiche Informationsveranstaltungen, Workshops und Förderangebote für Digitalisierung und e-Commerce aber auch zum Thema Mitarbeiterführung.


HERZILEIN-Chefin Sonja Völker gewinnt Handelshermes 2020

Im Rahmen des Handelstags überreichten WK Wien-Präsident Walter Ruck und Spartenobmann Rainer Trefelik den diesjährigen Handelshermes. Die höchste Auszeichnung des Wiener Handels ging heuer an Sonja Völker von Herzilein. Der Preis wurde 1988 als Auszeichnung für Persönlichkeiten kreiert, die besondere Verdienste um den Wiener Handel erworben haben. Die Unternehmerin betreibt als „One-Woman-Show“ vier Herzilein-Stores - Modegeschäfte für Kinder und Papeterien - mit 17 Mitarbeitern im 1., 8. und 18. Bezirk.

Handelstag 2020

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