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Handels-Kampagne trifft Wiener mitten ins Herz

Jeder Einzelne bestimmt mit seiner Kaufentscheidung, wie die Stadt zukünftig ausschaut. Mit der aktuellen Kampagne gelang es, viele Kunden zum Umdenken zu bewegen - ein großer Erfolg für den stationären Wiener Handel.

Rainer Trefelik
© Florian Wieser

„Wer Wien liebt, kauft in Wien ein” lautet der Slogan der aktuellen Kommunikationsoffensive der Wirtschaftskammer Wien. Die Kampagne läuft seit November 2019 und zeigt große Wirkung, wie eine kürzlich durchgeführte Umfrage unter 500 Wienern ergab. „Jeder Dritte gab an, anlässlich der Botschaft eine Änderung des persönlichen Einkaufsverhaltens zu planen,” erklärt Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Wien. Für Trefelik ist die Kampagne eine Herzensangelegenheit.

„Dass wir es geschafft haben, mit einer Liebeserklärung an Wien das Bewusstsein für den lokalen Einkauf zu stärken, ist ein großer Erfolg.”
Rainer Trefelik

Immerhin jeder sechste Wiener erinnert sich spontan an den Slogan und die große Mehrheit der Befragten bewertet die Kampagne als sehr gut, ergab die Befragung. Die Kernaussage ist einfach und gleichzeitig weitreichend: Wer lokal kauft, trägt zur heimischen Wertschöpfung bei und belebt die Stadt. Die Entscheidung der Konsumenten, bewusst zu konsumieren und die heimischen Angebote zu nutzen, sei eine Entscheidung für den Wirtschaftsstandort Wien, so Trefelik.

Hanni Vanicek („Zur Schwäbischen Jungfrau”) blickt auf eine lange Geschichte zurück: Schon Kaiserin Sisi nächtigte in der feinen Bettwäsche. Persönlicher Kundenkontakt und die fachkundige Beratung werden hier groß geschrieben.
© Max Berner Hanni Vanicek („Zur Schwäbischen Jungfrau”) blickt auf eine lange Geschichte zurück: Schon Kaiserin Sisi nächtigte in der feinen Bettwäsche. Persönlicher Kundenkontakt und die fachkundige Beratung werden hier groß geschrieben.

Tausende Unternehmen machen mit

Zahlreiche Geschäfte haben sich an der Kampagne beteiligt und die goldenen Wiener Herzen in ihrem Geschäftsbereich aufgeklebt. „Die hohe Beteiligung der Unternehmer beflügelt die starke Kampagnen-Botschaft zusätzlich”, bedankt sich Trefelik bei allen, die mitmachen.  Unternehmen können die Kommunikationsoffensive weiterhin unterstützen und auf der Kampagnenseite die Sticker für ihr Geschäft bestellen.

Handel schafft Lebensqualität

Der Wiener Handel (rund 29.000 Unternehmen) bringt heimische Wertschöpfung, bietet Arbeitsplätze (118.200 Beschäftigte, 11.500 Arbeitgeberbetriebe) und bildet die Jugend aus (2350 Lehrlinge, 1232 Ausbildungsstandorte). Nicht zuletzt ist der Wiener Einzelhandel wesentlich für die Lebensqualität verantwortlich, indem er die Nahversorgung garantiert, das Stadtbild prägt und das persönliche Einkaufserlebnis sichert. Gerade in der Nacht vermitteln beleuchtete Erdgeschoßzonen der Bevölkerung ein Sicherheitsgefühl.

Bettina Wagner (Buchhandlung „Seeseiten”) feiert heuer fünfjähriges Firmenjubiläum. Für sie hat soziales Handeln Vorrang - die digitale Expertise und das menschliche Miteinander gehen Hand in Hand.
© Max Berner Bettina Wagner (Buchhandlung „Seeseiten”) feiert heuer fünfjähriges Firmenjubiläum. Für sie hat soziales Handeln Vorrang - die digitale Expertise und das menschliche Miteinander gehen Hand in Hand.

Die Bezirke haben großes Interesse daran, den Handel zu halten, denn Grätzel mit gemischter Nutzung - Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Einkaufen - sind lebenswert. Die Belebung und Sanierung von Grätzeln und Einkaufsstraßen ist auch ein wesentlicher Fokus der WK Wien. Denn dort, wo die Aufenthaltsqualität hoch ist, kommen mehr Menschen hin, bleiben länger und geben mehr Geld aus. Davon profitieren alle, das schafft Jobs und macht die Stadt attraktiver.

Online-Handel: „Gleiche Regeln für alle!”

„Trotzdem dürfen wir den E-Commerce nicht aus den Augen lassen”, so Trefelik. Immerhin wächst dieser zehnmal schneller als der stationäre Handel. Die Zukunft liegt im Omnichanneling - also der harmonisierten Kundenbetreuung über alle Kanäle. Dass die digitale Transformation gelingt, erfordert eine rechtzeitige Einbindung und Schulung der Mitarbeiter. Laut Trefelik nutzen die heimischen Händler die Chancen der Digitalisierung so gut sie können, aber im Kostenwettbewerb mit ausländischen Online-Händlern haben sie die schlechteren Karten. Bereits mehr als die Hälfte der österreichischen Online-Ausgaben fließen ohne nennenswerte heimische Wertschöpfung an ausländische Online-Giganten. „Solange kleine, lokale Betriebe die volle Steuerlast tragen und internationale Online-Konzerne ihre Erträge nicht in Österreich versteuern”, so Trefelik, „kann es keinen fairen Wettbewerb geben.” Wer in Österreich Geschäfte macht, soll auch in Österreich Steuern zahlen, so die Forderung der WK Wien.

In der Schaumanufaktur von Chris Mayer vom Süßwarengeschäft „Zuckerlwerkstatt” können Kunden mehrmals am Tag Zeuge werden, wie Zucker in kleine Kunstwerke verwandelt wird.
© Max Berner In der Schaumanufaktur von Chris Mayer vom Süßwarengeschäft „Zuckerlwerkstatt” können Kunden mehrmals am Tag Zeuge werden, wie Zucker in kleine Kunstwerke verwandelt wird.

Händler schaffen Wohlfühlzonen

Für Chris Mayer, Inhaber der Zuckerlwerkstatt, ist es gerade in Zeiten, in denen alles digitaler wird, wichtig, in seinem Geschäft eine Erlebniswelt mit allen Sinnen zu bieten. „Bei uns treffen sich die Leut’, reden miteinander, schauen, probieren und nehmen das Erlebte sozusagen in Form von Zuckerln mit nachhause.” Ein besonderes Highlight ist die Schaumanufaktur, die hautnah zeigt, wie die Zuckerl handwerklich hergestellt werden. „Im stationären Handel kann man sich inspirieren lassen, die Produkte angreifen und anschauen”, meint auch Hanni Vanicek vom Textilfachgeschäft „Zur Schwäbischen Jungfrau”. Im familiengeführten Traditionsbetrieb nimmt man sich gerne Zeit für die Wünsche und Bedürfnisse jedes Einzelnen. Dass Beratung geschätzt wird, weiß auch Bettina Wagner von der Buchhandlung Seeseiten: „Als regionaler Lesenahversorger schätzen viele Leser die Wohlfühl-Zeit in unser Buchhandlung, den Rat und die Expertise unserer Mitarbeiter. Wir mögen das bunte Treiben, das unsere Buchhandlung zu einem Teil einer sehr lebenswerten Stadt macht.”


Das macht die Sparte Handel

Meilensteine der letzten Zeit

  • 15 Warengruppen-Regelung bis 2025
  • Speicherabgabe - neuer Gesamtvertrag
  • Übergangsfrist Plastiksackerl
  • Abschaffung der Schaumweinsteuer kommt
  • Initiative „GEMEINSAM.SICHER mit dem Handel” (insbes. Trafik/Juweliere)

Gemeinsam erreicht

  • Neue Lehrberufe: E-Commerce-Kaufmann/-frau, Medizinprodukte-Kaufmann/-frau
  • Kollektivvertrag neu: sieben Workshops mit 163 Teilnehmern
  • Online-Offensive „GO ONLINE”: 114 Workshops mit 3165 Besuchern
  • Einrichtung E-Commerce-Service Center

Ein paar Zahlen (2015 bis 2020)

  • Insgesamt über 4000 Mitglieder geschult
  • 551 Veranstaltungen mit 48.622
  • Besuchern abgehalten
  • 4550 Mitglieder besucht und noch mehr Unternehmergespräche geführt
  • Drei große Imagekampagnen initiiert bzw. begleitet

Was wir brauchen

  • Steuerliche Fairness im Wettbewerb mit internationalen (Internet-) Konzernen
  • Freier Zugang zu und Erreichbarkeit der
  • Geschäftslokale
  • Attraktive Gestaltung des öffentlichen Raumes
  • Weniger regulatorische Beschränkungen und Bürokratie
  • Flexiblere Öffnungszeiten bzw.
  • Tourismuszonen


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