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Handel: Bunte Grätzel als Erfolgsfaktor

Beim diesjährigen Handelstag drehte sich alles um das Spannungsfeld Online- und stationärer Handel und welche Faktoren für eine erfolgreiche Einkaufsstadt der Zukunft wichtig sind.

Walter Ruck, Standortexperte Roman Schwarzenecker, Sonja Völker (Herzilein), Inga Horny (Verein Stadtmarketing Austria), Jörg F. Bitzer (MRICS, Recondo Retail Real Estate) und Spartenobmann Rainer Trefelik sprachen über die Zukunft des Wiener Handels.
© Harald Klemm Walter Ruck, Standortexperte Roman Schwarzenecker, Sonja Völker (Herzilein), Inga Horny (Verein Stadtmarketing Austria), Jörg F. Bitzer (MRICS, Recondo Retail Real Estate) und Spartenobmann Rainer Trefelik sprachen über die Zukunft des Wiener Handels.

„Der stationäre Handel wird bleiben, aber anders”, eröffnete Standortexperte Roman Schwarzenecker seine Keynote am 22. Jänner in der Grand Hall am Erste Campus. Online-Handel, Globalisierung, starker Preiskampf sowie Strukturwandel und Firmenkonzentration stellen den stationären Handel vor große Aufgaben. Ein Blick auf die Leerstandsrate bei den Wiener Geschäften zeigt einen Anstieg um 20 Prozent in den letzten 15 Jahren. „Aktuell stehen sieben Prozent leer”, so Schwarzenecker. Als Faustregel gilt, dass kleinere Geschäftsstraßen eher mit Leerständen zu kämpfen haben, allerdings bestätigen hier Ausnahmen die Regel. Denn neben B- und C-Lagen stünden auch Geschäfte in guten Lagen leer. Grund sei oft die mangelnde Investitionsbereitschaft seitens der Eigentümer oder die Größe der verfügbaren Lokale. Auch die steigenden Umsätze des Online-Handels tragen ihren Teil bei. Zu beachten sei außerdem, dass das Geschäftsmodell des Einzelhandels auf den Kopf gestellt werden dürfte. „In Zukunft sollen immer mehr Retailflächen Erlebnissen gewidmet werden und weniger Produkten”, so der Obmann des Wiener Handels, Rainer Trefelik. Es zahle sich aus, das im Auge zu behalten. Hinzu kommt, dass die Gestaltung des öffentlichen Raums für den stationären Handel gerade im Wettbewerb mit dem Online-Handel entscheidend ist. Grätzel mit gemischter Nutzung - Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Einkaufen - sind lebenswert, so die Experten am Podium.

„Dort wo die Aufenthaltsqualität hoch ist, kommen mehr Menschen hin, bleiben länger und geben mehr Geld aus. Da profitieren alle, das schafft echt Jobs und macht die Stadt attraktiver”
Rainer Trefelik

Bewusstseinsbildung bei den Konsumenten wichtig

Die Modernisierung und Umgestaltung der Erdgeschoßzone könnte mitentscheiden, ob Wien auch in zehn Jahren noch als Einkaufsstadt erfolgreich ist. Um den stationären Handel zu stärken, sei auch die Bewusstseinsbildung bei den Konsumenten wichtig. So zeigt beispielsweise die unter dem Motto „Wer Wien liebt, kauft in Wien ein” gestartete Kommunikationsoffensive der WK Wien Wirkung. Eine kürzlich durchgeführte Studie zeigt: Neun von zehn befragten Personen geben an, der Botschaft der Initiative zuzustimmen. Besonders erfreulich: Ein Drittel plant sogar, wegen der Kampagne sein persönliches Einkaufverhalten zu ändern.

Wiener Handel verleiht Handels-Hermes an Sonja Völker

Der Handels-Hermes, die höchste Auszeichnung des Wiener Handels, ging heuer an Herzilein-Chefin Sonja Völker. Der Preis wurde 1988 als Auszeichnung für Persönlichkeiten kreiert, die besondere Verdienste um den Wiener Handel erworben haben. „Es ist ein besonderer Preis für eine besondere Leistung in einer besonderen Branche”, so Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Wien bei der feierlichen Preisverleihung vor rund 350 Wiener Händlern. Trefelik begründete die Entscheidung der Jury mit den Worten: „Es steckt sehr viel Mut, Geschick und Können dahinter, gerade in Zeiten, in denen der stationäre Handel vor Herausforderungen steht, zu schaffen, was Sonja Völker geschafft hat.” Die Unternehmerin betreibt als „One-Woman-Show“ vier Herzilein-Stores - Modegeschäfte für Kinder und Papeterien - mit 17 Mitarbeitern im 1., 8. und 18. Bezirk. „Ich bin unglaublich stolz, diesen großen Preis für meine Arbeit in den letzten Jahren erhalten zu haben”, freut sich Sonja Völker. Der Erfolg eines Unternehmens hängt immer von den Menschen ab, die dahinterstehen, findet die Preisträgerin: „Es ist eine Bestätigung meiner Arbeit, aber vor allem ist es eine große Auszeichnung und Wertschätzung für meine Mitarbeiter.”



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