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Hafen Wien ist strategischer Hebel für Logistikstandort

Aktueller Bericht des Wiener Standortanwalts zur volkswirtschaftlichen und strategischen Bedeutung des Hafen Wien

Kurt Gollowitzer (Wien Holding), Alexander Biach, Peter Hanke und Fritz Lehr (Hafen Wien) – v.l.n.r.
© Florian Wieser Kurt Gollowitzer (Wien Holding), Alexander Biach, Peter Hanke und Fritz Lehr (Hafen Wien) – v.l.n.r.

In Zusammenarbeit mit Stadt Wien und Wien Holding hat Alexander Biach, Standortanwalt in der Wirtschaftskammer Wien, eine volkswirtschaftliche Analyse der Bedeutung des Hafen Wien erstellt.

Leistungsstarker Motor für die Wirtschaft

„Der Hafen Wien ist mit seiner trimodalen Anbindung an die Verkehrsträger Wasser, Schiene und Straße eine der wichtigsten Güter-Drehscheiben in der Ostregion Europas. Er ist ein leistungsstarker Motor für die Wirtschaft und trägt 54 Mio. Euro zum Bruttoregionalprodukt in Wien bei, wie der aktuelle Bericht des Wiener Standortanwalts zeigt. Darüber hinaus ist er ein wichtiger Arbeitgeber in der Region und sichert allein in Wien 375 Arbeitsplätze“, so Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke.

„Eine kluge, moderne Verkehrsplanung setzt keine Schranken, sondern öffnet neue Wege und erkennt vorausschauend den künftigen Bedarf. So könnten ökonomisch wertvolle und ökologisch verträgliche Projekte wie das green logistic center Realität werden“
Alexander Biach

Die Versorgung mit Waren ist zentrales Element einer funktionierenden Volkswirtschaft. „Dabei ist das Zusammenspiel aller Verkehrsträger – Straße, Schiene, Luft und Wasser – wichtig, um Warentransporte effizient und klimafreundlichen abzuwickeln. Wir haben dafür am Standort inklusive dem Donauhafen Wien gute Voraussetzungen. Damit wir wirtschaftlich und strategisch erfolgreich von den internationalen Warenströmen profitieren, müssen alle Verkehrsträger aber auch gleichermaßen weiterentwickelt und modernisiert werden“, erklärt Biach im Rahmen des Pressegesprächs zur Präsentation des Standortanwalt-Berichts.

Hafen Wien mit volkswirtschaftlichem Impact

Im vorliegenden 10. Bericht des Wiener Standortanwalts wurde der volkswirtschaftliche Impact des Hafen Wien analysiert und berechnet: 

  • Bei einem Umsatz von knapp 37 Mio. Euro (Jahr 2019) trägt der Hafen Wien über 54 Mio. Euro zum Wiener Bruttoregionalprodukt bei. Der Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt Österreichs beträgt rund 72 Mio. Euro.
     
  • 375 Vollzeit-Jobs in Wien und rund 530 in ganz Österreich (inkl. Wien) werden durch den Hafen Wien geschaffen und gesichert.
     
  • Der Hafen Wien und vor allem die im Zusammenhang stehenden Beschäftigungsverhältnisse lösen mehr als 25 Mio. Euro Rückflüsse an den Staat in Form von Steuern und Abgaben aus. 

Knapp 77 Mio. Euro wurden in den letzten zehn Jahren in technische Modernisierung und Erweiterungen im Hafen Wien investiert. Diese Investitionen lösen zusätzliche volkswirtschaftliche Effekte aus: 

  • Beitrag zum Bruttoregionalprodukt (Wien) 88 Mio. Euro.
  • 750 Wiener Arbeitsplätze
  • Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt von über 130 Mio. Euro
  • 1.160 Arbeitsplätze in ganz Österreich (inkl. Wien)
  • Steuern und Abgaben: 50 Mio. Euro 

Ausbau der logistischen Kompetenz

In seiner Analyse unterstreicht Biach die strategische Bedeutung des Hafen Wien: „Wien liegt am Knotenpunkt logistischer Warenströme. Durch einen weiteren Ausbau der multimodalen Kompetenzen und Betriebsflächen kann der Hafen Wien weiter an Bedeutung gewinnen.“ Gleichzeitig erkennt der Wiener Standortanwalt große Chancen für die Metropolregion Wien. „Der Güterumschlag auf den Korridoren zwischen Asien und Europa steigt monatlich. Die meisten europäischen Länder wie Frankreich, Deutschland, Italien oder Ungarn und Polen profitieren davon, weil sie die infrastrukturelle und logistische Anbindung an diese Korridore frühzeitig sichergestellt haben und laufend ausbauen. Damit generieren diese Regionen auch hohe Wertschöpfung. Wenn wir hier weiter aktiv werden, können wir den Standort Wien zum prosperierenden Handelsplatz zwischen Fernost und Europa ausbauen“, erklärt Biach, der insbesondere auf klimafreundliche Schienenverkehre verweist und die Intensivierung des Hafen Wien in Richtung ‚green logistic center‘ unterstützt. Standortpolitischer Vorteil ist dabei das Zusammenspiel im geografischen Dreieck Hafen Wien, Flughafen und Güterverkehrsterminal Inzersdorf. Damit könne man sich voll auf die interkontinentalen Verkehre zwischen Asien und Europa spezialisieren und langfristig an den hochrangigen TEN-Routen zur wichtigsten mitteleuropäischen Drehscheibe der Warenverteilung werden – und das auf eine ökologisch sinnvolle Art.

Hafenausbau hat sich sichtlich bezahlt gemacht

„Der Bericht der Standortanwaltschaft bestätigt einmal mehr die Wichtigkeit des Hafen Wien als zentrale Wirtschaftsdrehscheibe. Der konsequente Hafenausbau der letzten Jahre hat sich sichtlich bezahlt gemacht, da schon frühzeitig in die Digitalisierung und Modernisierung der Hafeninfrastruktur sowie in nachhaltige Energien investiert wurde. Wir werden aber natürlich auch weiterhin daran arbeiten, den Hafen Wien als trimodale Wirtschaftsdrehscheibe weiter zu stärken und auszubauen“, so Wien Holding-Geschäftsführer Kurt Gollowitzer.

Sinnvolles Zusammenspiel der Verkehrsträger

„Um Transporte so umweltschonend und kosteneffizient wie möglich abzubilden, spielt Multimodalität eine wichtige Rolle. Multimodale Logistikknotenpunkte wie der Hafen Wien sind gewissermaßen die Voraussetzung, dass die bestmögliche Verkehrs-Kombination ‚auf die Strecke gebracht‘ werden kann. Durch sinnvolles Zusammenspiel der Verkehrsträger lassen sich Wege zeitsparender und ressourcenschonender gestalten“, betont der Geschäftsführer des Hafen Wien, Fritz Lehr. „Mit einer Fläche von drei Millionen Quadratmetern bietet der Hafen Wien über 100 angesiedelten Unternehmen eine attraktive Wirkungsstätte“, so Lehr weiter.


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