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Härtefall-Fonds: Jetzt startet Phase 2

Ab 20. April können Anträge auf Auszahlungen aus dem Härtefall-Fonds, Phase 2, gestellt werden. Dafür wurden der Bezieherkreis erweitert und die verfügbaren Mittel auf zwei Milliarden Euro verdoppelt.

Härtefonds
© Erwin Wodicka/Fotolia

Aus dem Härtefall-Fonds werden Selbstständige in der Corona-Krise bei der Bestreitung ihrer persönlichen Lebenshaltungskosten unterstützt. In Phase 1 gab es einen einmaligen Zuschuss von 500 bzw. 1000 Euro (abhängig vom Nettoeinkommen). In Summe hat die Wirtschaftskammer Wien seit dem 27. März mehr als 30.000 Anträge bearbeitet, mehr als 90 Prozent haben 1000 Euro bekommen. Ab 20. April geht der Härtefall-Fonds nun in die zweite Phase über. Hier ist der Verdienstentgang für die Zuschusshöhe entscheidend.

Achtung: Mit Beginn der Phase 2 endet die Antragstellung für Phase 1. Unterstützungsanträge für Phase 1 können nur noch bis 17. April gestellt werden.

Wichtige Verbesserungen erreicht

Die Mittel für den Härtefall-Fonds wurden auf zwei Milliarden Euro verdoppelt. Außerdem konnte die Wirtschaftskammer für Phase 2 wichtige Verbesserungen im Sinn der Unternehmer erreichen:

  • Ausweitung des Bezieherkreises: Die Einkommensober- und -untergrenzen wurden gestrichen, Mehrfachversicherungen und Nebeneinkünfte sind keine Ausschließungsgründe mehr.
  • Neugründer wurden miteinbezogen, sie erhalten einen Pauschalbetrag.

Wie hoch ist der Zuschuss?

Unternehmer erhalten 80 Prozent ihres Verdienstentgangs aufgrund der Corona-Krise abgedeckt - und zwar bis maximal 2000 Euro. Nebeneinkünfte werden dabei mit einberechnet. Dieser Zuschuss wird längstens dreimal gewährt. Insgesamt sind damit höchstens 6000 Euro an Unterstützung aus dem Härtefall-Fonds möglich. Geringverdiener (unter der Ausgleichszulage von 966,65 Euro) erhalten 90 Prozent des Verdienstentgangs ersetzt - vorausgesetzt, sie haben keine weiteren Nebenverdienste.

Es gibt drei Betrachtungszeiträume für den Verdienstentgang, jeder ist separat zu sehen und für jeden ist ein eigener Antrag zu stellen. 

  • Zeitraum 1: 16. März bis 15. April
  • Zeitraum 2: 16. April bis 15. Mai,
  • Zeitraum 3: 16. Mai bis 15. Juni

Achtung: Bereits erhaltene Zuschüsse aus Phase 1 des Härtefall-Fonds werden in die Berechnung mit einbezogen. Wer also in Phase 1 z.B. schon 1000 Euro erhalten hat, kann für den ersten Betrachtungszeitraum von Phase 2 maximal weitere 1000 Euro bekommen.

Wie wird der Verdienstentgang berechnet?

Die Berechnung erfolgt automatisiert. Der Förderungswerber muss für den jeweiligen Betrachtungszeitraum nur die tatsächlichen Betriebseinnahmen in diesem Zeitraum und - sofern vorhanden - Netto-Nebeneinkünfte angeben. Alle anderen Werte werden über eine Schnittstelle zu Finanz-Online automatisch bezogen bzw. berechnet. Nebenverdienste und weitere Einkünfte werden auf die maximale Zuschusssumme von 2000 Euro pro Betrachtungszeitraum  angerechnet.

Beispiel: Ein Unternehmer mit 2000 Euro Verdienstentgang bekommt aus dem Härtefall-Fonds 80 Prozent davon (= 1600 Euro). Bekommt er aber aus einem Nebenverdienst noch 1000 Euro monatlich dazu, erhält er aus dem Fonds nur 1000 Euro.

Sonstiges

Die Zuschüsse sind steuerfrei und nicht rückzahlbar. Der Härtefall-Fonds ist eine Unterstützung der Bundesregierung, Antragstellung und Auszahlung erfolgen wie in Phase 1 über die Wirtschaftskammer. Anträge können ab 20. April bis Jahresende gestellt werden. Ein Musterformular zur Vorbereitung der benötigten Unterlagen steht online bereits ab 16. April zur Verfügung (siehe Kasten links).

 

Anspruchsberechtigte und Voraussetzungen der Inanspruchnahme

Antragsberechtigte

Für diese Personengruppen werden die Anträge auch in Phase 2 des Härtefall-Fonds über die Wirtschaftskammer abgewickelt. Die Wirtschaftskammer-Mitgliedschaft ist keine Voraussetzung.

  • Ein-Personen- und Kleinstunternehmer mit weniger als zehn Mitarbeitern
  • Erwerbstätige Gesellschafter, die nach GSVG/FSVG pflichtversichert sind
  • Neue Selbstständige (z. B. Vortragende, Künstler, Journalisten, Psychotherapeuten)
  • Freie Dienstnehmer (z.B. EDV-Spezialisten, Nachhilfelehrer)
  • Freie Berufe (z. B. im Gesundheitsbereich)
  • Anträge von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben sowie von Privatzimmervermietern werden über die Agrarmarkt Austria abgewickelt.
  • Die Kriterien für Non-Profit-Organisationen (NPO) werden derzeit ausgearbeitet, sie können ihre Anträge daher erst später stellen.

Kriterien der Inanspruchnahme

  • Unternehmensgründung bis 31. Dezember 2019.
  • Jungunternehmer, die zwischen 1. Jänner und 15. März 2020 gegründet haben, erhalten maximal drei Monate lang pauschal 500 Euro und müssen dafür ihren Verdienstentgang plausibel darstellen.
  • Sitz oder Betriebsstätte in Österreich,
  • Härtefall: kann laufende Kosten nicht decken, behördliche Schließung oder Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent gegenüber Vergleichsmonat des Vorjahres,
  • keine weiteren Barzahlungen von Gebietskörperschaften aufgrund von Covid-19. Ausnahmen sind Garantien und Kurzarbeit.
  • Kein anhängiges Insolvenzverfahren, kein Reorganisierungsbedarf.
  • Personen, die derzeit eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung beziehen, sind nicht anspruchsberechtigt.
  • Eine Versicherung in der gesetzlichen Sozialversicherung muss gegeben sein (Pflicht- oder freiwillige Versicherung).

 


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