th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

HANDELSTAG 2017: „Nicht um jeden Preis: ein Plädoyer für die Qualität“

Handelstag im Zeichen der Preisgestaltung. Über 450 Händler verfolgten  Vortrag des Preisexperten Roman Kmenta.Familie Keusch wurde mit Handelshermes 2017 ausgezeichnet.

© pictures born
 „Der günstigste Preis hat eine unglaubliche Anziehungskraft, aber langfristig zählen Margen, Deckungsbeiträge, Gewinne sowie der Wert einer Ware und Dienstleistung“
Rainer Trefelik, Handels-Spartenobmann 

Der Handelstag 2017 stand ganz im Zeichen des "Einkaufs. Denn Einkaufen kann auch "sinnlich" sein. Essentiell ist dabei das Bekenntnis zur Qualität und die Absage an die "Geiz ist geil"-Gesellschaft. Denn das Ziel der Händler ist es ja, dass die Kunden zurückkommen, nicht die Ware“. 

"Mit 50 Mrd. € Umsatz und 116.673 Mitarbeitern sind die über 28.000 Wiener Handelsbetriebe eine der Triebfedern der regionalen Wirtschaft. Besondere Bedeutung hat das Einkaufen im stationären Handel ‚mit allen Sinnen"
Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Einkaufen in Wien – Mit allen Sinnen

Gemeinsam enthüllten Ruck und Trefelik die ersten zwei Sujets der neuen Kampagne „Einkaufen in Wien – Mit allen Sinnen!“. Die Wirtschaftskammer Wien startet mit Conchita als Testimonial am 23.10. eine Werbekampagne, die Lust auf das Shoppingvergnügen in Wien machen und die Vorteile und Qualität von heimischen Waren und Dienstleistungen unterstreichen soll. 

Das Ende der Rabattschlachten

Es gibt kaum ein Thema, das die Wirtschaftswelt so sehr bewegt wie der Preis. Meistens allerdings mit negativem Beigeschmack. Die Unternehmer und Verkäufer denken im Zusammenhang mit dem Preis oft an Rabatte, Preisschlachten und -kämpfe, Discounter, ruinösen Wettbewerb, preisaggressive Mitbewerber und schwindende Gewinne. Wie man die typischen Fallen vermeidet, die zwar den Umsatz steigern, nicht aber Deckungsbeiträge, Margen, und Gewinne, schildert Roman Kmenta in seinem Vortrag „Nicht um jeden Preis“. Roman Kmenta ist als Unternehmer, Redner und Berater seit mehr als 30 Jahren international in Verkauf, Marketing und Führung tätig. „Wenn der Handel den Rabattschlachten kein Ende bereitet, dann bereiten die Rabattschlachten dem Handel ein Ende“, so der Preisexperte. Oft beschweren sich Verkäufer, dass die Kunden heutzutage nur am niedrigen Preis ausgerichtet sind. „Die Wahrheit allerdings ist die, dass viele Unternehmen ihre Kunden zum Preisvergleich zwingen, weil sie sonst nichts haben, womit sie sich vom Mitbewerb abheben und Verkäufer die Kunden förmlich zum Preisverhandeln einladen“, so der Experte.

buch
© Roman Kmenta

Inseln des Wertvollen im Meer des Billigen 

Doch es gibt Alternativen: „Die Inseln des Wertvollen im Meer des Billigen. Diese Inseln sind Unternehmen, die sich nicht in Grund und Boden rabattieren, sondern andere, ertragreichere Wege beschreiten, die gar nicht in die Nähe einer Rabattschlacht kommen“, sagt Kmenta. Diese Wege sind am Wert orientiert statt am Preis. „Wenn der Wert passt, dann gibt es nichts, was zu teuer ist, egal wie hoch der Preis ist“, ist Kmenta überzeugt. „Es gibt nichts, was zu teuer ist, aber vieles, das zu wenig wert ist.“ Anstatt über niedrigere Preise nachzudenken, könnten Unternehmer darüber nachdenken, wie sie ihren Wert für ihre Kunden erhöhen. Statt den Gewinn zu reduzieren, wird Mehrwert geschaffen. Preise senken könne jeder Lehrling im ersten Lehrjahr, doch Wert aufzubauen erfordere mehr Kreativität und Zeit als Preise zu reduzieren. Für Wertaufbau brauche es Profis und Unternehmer, die weiter blicken als bis zum abendlichen Kassabschluss. Kmenta fordert: „Weg von der reinen Wachstumsfokussierung hin zu profitablem Wirtschaften. Weg vom Kurzfristdenken hin zu Entscheidungen, die Unternehmen langfristig und ertragreich wachsen lassen. Weg vom ausschließlichem Umsatzdenken hin zu: Umsatz, ja, aber nicht um jeden Preis!“

Familie Keusch erhielt den Handelshermes 2017

Der Handelshermes wurde 2017 an das Wiener KFZ-Familienunternehmen Keusch GesmbH verliehen. Das Unternehmen wurde 1974 von Willibald Keusch gegründet, der die Auszeichnung persönlich entgegennahm. Durch sein großes Engagement gelang es ihm den anfänglichen Mitarbeiterstand von 5 auf 70 anzuheben und das Betriebsareal von 500 m² auf 15.000 m² zu erweitern. Toyota Keusch wurde damit zu einem Begriff in der österreichischen Automobilwirtschaft.

1988 wurde der Toyota Schauraum und die Kundendienstannahme in der Lorenz-Müller-Gasse eröffnet. 2001 folgte der Neubau in der Helgolandgasse 11  mit einem großen Lexus Schauraum. Aber die Expansion ging weiter: 2006 wurde eine Zweigniederlassung in Tulln gegründet. 2011 erfolgte schließlich mit dem Erhalt des Vertriebs- und Servicevertrages von Maserati die Gründung von Keusch Premium GmbH und somit die Produkterweiterung um die Traditionsmarke mit dem Dreizack. Im Vordergrund stand auch immer sein Engagement für die Ausbildung des Berufsnachwuchses. Bis dato hat das Autohaus Keusch mehr als 150 Lehrlinge zu Fachkräften herangebildet.

„Der Erfolg eines Unternehmens hängt immer von den Menschen ab, die dahinterstehen. Aus diesem Grund wird bei uns viel Wert auf engagierte und qualifizierte Mitarbeiter gelegt. Vor allem dem Einsatz des gesamten Teams ist es zu verdanken, dass die Erfolgsgeschichte von Keusch auch zukünftig weitergeschrieben wird“
Willibald Keusch
Der „Handelshermes“ wurde 1988 als Auszeichnung für Persönlichkeiten kreiert, die besondere Verdienste um den Wiener Handel erworben haben. 2010 wurde der Handelshermes neu gestaltet. Die reduzierte Stilisierung in Form eines „H“ soll den Fokus des Betrachters auf das Wesentliche lenken: verschiedene, ins Glas eingelaserte abstrakte Güter verdeutlichen den Umfang und die Vielfalt des Wiener Handels.

Das war der Handelstag 2017

 

Das könnte Sie auch interessieren

  • Tourismus und Freizeitwirtschaft
Newsportal Schwerpunkte für das Tourismusjahr 2017

Schwerpunkte für das Tourismusjahr 2017

Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft forciert Gesundheitstourismus. Touristische Infrastruktur soll rasch ausgebaut werden. Grießler gratuliert Verkehrsbüro zum 100-jährigen Firmenjubiläum. mehr

  • Handel
Newsportal Öffnung der Anwohnerparkzonen ist wichtiger Erfolg für stationären Handel

Öffnung der Anwohnerparkzonen ist wichtiger Erfolg für stationären Handel

Erreichbarkeit der Geschäfte wieder gewährleistet. Auch Lieferanten und Großhandel profitieren. mehr

  • Handel
Newsportal Wer sich eine warme Leberkäs-Semmel bei einem Lebensmittelstand kauft, sollte diese dort auch essen dürfen

Wer sich eine warme Leberkäs-Semmel bei einem Lebensmittelstand kauft, sollte diese dort auch essen dürfen

Wiener Lebensmittelhandel: Keine Einschränkung der Nebenrechte für Markthändler mehr