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GmbH-Geschäftsführer: Steuerregeln, wenn man wesentlich beteiligt ist

Wesentlich beteiligte Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH haben steuerlich einiges zu beachten. Hier das Wichtigste im Überblick.

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© MAD_Production/Shutterstock

Ist man Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft und an dieser auch zu mehr als 25 Prozent beteiligt, so spricht man von einem wesentlich beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführer. Einkünfte bezieht man daher aus selbstständiger Arbeit. Aus einkommensteuerlicher Sicht gilt man also nicht als Dienstnehmer und kann für die Bezüge nicht die begünstigte Besteuerung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes (13. und 14. Gehalt) mit sechs Prozent in Anspruch nehmen, wie dies bei Arbeitnehmern der Fall ist. Stattdessen muss man eine Einkommensteuererklärung abgeben. Dafür kann man, wie jeder andere Unternehmer, eine vollständige Einnahmen-Ausgaben-Rechnung führen oder von der Basispauschalierung Gebrauch machen. Dies dann, wenn die Vorjahresumsätze unter 220.000 Euro lagen. In diesem Fall kann man von den Einnahmen auf Grund der Geschäftsführertätigkeit sechs Prozent als pauschale Betriebsausgabe sowie zusätzlich die Sozialversicherungsbeiträge zur gewerblichen Sozialversicherung (SVA), wenn man dieser unterliegt, und eine Vorsteuerpauschale in Höhe von 1,8 Prozent abziehen. Vom verbleibenden vorläufigen Gewinn können nochmals 13 Prozent Gewinnfreibetrag - maximal 3900 Euro - in Abzug gebracht werden. Ein wesentlich beteiligter Gesellschafter-Geschäftsführer unterliegt grundsätzlich der Umsatzsteuerpflicht. Er darf aber aus Verwaltungsvereinfachungsgründen seine Einnahmen als wesentlich beteiligter Gesellschafter-Geschäftsführer umsatzsteuerfrei behandeln. Jedoch ist auch die Lohnnebenkostenpflicht zu beachten

Lohnnebenkosten eines wesentlich beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführers

Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften mit einer Beteiligung von mehr als 25 Prozent beziehen grundsätzlich Einkünfte aus selbstständiger Arbeit (siehe oben). Auf Grund der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs (VwGH) werden jedoch wesentlich beteiligte Gesellschafter-Geschäftsführer in der Regel für den Bereich der Lohnnebenkosten als Dienstnehmer qualifiziert, und zwar konkret bei:

  • der Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (DB),
  • dem Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (DZ) und
  • der Kommunalsteuer (KommSt).

Auch an wesentlich beteiligte Gesellschafter-Geschäftsführer gewährte Kostenersätze (z.B. Reisekosten, Telefonkosten usw.) unterliegen der Lohnnebenkostenpflicht. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu Dienstnehmern, bei denen Kostenersätze nicht DB-, DZ- und KommSt-pflichtig sind.

Die private Nutzung des Firmen-Pkw

Auch die private Nutzung des Firmen-Pkw zählt zu den Einkünften aus selbstständiger Arbeit und unterliegt der Lohnnebenkostenpflicht. Die Berechnung des geldwerten Vorteils kann - wie bei Dienstnehmern - gemäß der Sachbezugswerteverordnung erfolgen. Der monatliche Sachbezugswert beträgt zwei Prozent der tatsächlichen Anschaffungskosten des Kfz - unter der Voraussetzung, dass die unten angeführten CO2-Werte überschritten werden. Maximal ist pro Monat ein Betrag von 960 Euro anzusetzen. Für besonders schadstoffarme Kfz  beträgt der monatliche Sachbezugswert 1,5 Prozent, maximal 720 Euro pro Monat.


Die folgende Tabelle zeigt die in den einzelnen Jahren für den ermäßigten Sachbezug maßgeblichen Grenzwerte für „schadstoffarme Fahrzeuge” (Sachbezug 1,5 Prozent):

Jahr der AnschaffungMaximaler CO2-Emissionswert
2016 oder früher 130 g / km
2017127 g / km
2018124 g / km
2019121 g / km
2020118 g / km

Abweichend vom Wert laut Sachbezugswerteverordnung können wahlweise jene Aufwendungen als geldwerter Vorteil angesetzt werden, die auf die private Nutzung entfallen und von der Kapitalgesellschaft getragen werden. Das Ausmaß der privaten Nutzung ist entsprechend nachzuweisen (z.B. Fahrtenbuch).

 

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