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Gewerbezugang mit Augenmaß

Die Branche wünscht sich mehr Unterstützung bei der Vergabe öffentlicher Aufträge und strengere Maßstäbe beim Gewerbezugang, sagt ihr Sprecher Leopold Planer.

Leopold Planer, Vorsitzender der Berufsgruppe Glaser
© wkw/pippan Leopold Planer, Vorsitzender der Berufsgruppe Glaser

Fenster, Türen, Geländer, Trennwände, Dächer, Wand- und Fassadenverkleidungen - dem Einsatz von Glas in der Architektur sind kaum Grenzen gesetzt. Dementsprechend muss der Werkstoff mehr leisten als früher: Wärme-, Schall- und Brandschutz, Tragkraft, Widerstandsfähigkeit und Bruchsicherheit. Das habe auch das Berufsbild der Glaser verändert, sagt der Wiener Berufsgruppensprecher Leopold Planer.

Unser Berufsbild ist viel breiter geworden
Leopold Planer, Vorsitzender der Berufsgruppe Glaser

„Das Handwerk erfordert heute viel mehr Wissen als früher.” Die Größe der Glasflächen verkompliziert die Arbeit und macht immer öfter den Einsatz von Hebebühnen oder Kränen notwendig. Ein Thema sei das aber nur bei Reparaturen, so Planer. Denn große Glasteile für Neubauten kommen direkt vom Hersteller auf die Baustelle und werden meist vom Schlosser eingebaut. „Wir kommen erst dann ins Spiel, wenn etwas zu reparieren ist”, sagt Planer. Überhaupt sei es immer häufiger der Fall, dass andere Gewerke kleinere Glasarbeiten gleich mit erledigen - Tischler oder Schlosser etwa. Wer selbst Kooperationen mit Partnern aus diesen Branchen suche, könne das minimieren, meint der Branchenvertreter.

Lokale Betriebe sollten mehr Unterstützung erhalten

Planer beklagt, dass Wiener Unternehmen bei öffentlichen Aufträgen der Stadt kaum Berücksichtigung finden. Während in anderen Bundesländern oft regionale Betriebe den Vorzug bekommen, sei in Wien nach wie vor allein der Preis entscheidend. Nicht selten finde man daher auf Großbaustellen in der Stadt kein einziges Firmenauto mit Wiener Kennzeichen, sogar kaum welche mit österreichischen. „Die lokalen Betriebe werden zu wenig unterstützt, obwohl wir hier Abgaben leisten”, sagt Planer.  Als Verbesserung bewertet er die Öffnung der Anrainerparkzonen für die Betriebe. Für die Glaser sei das wichtig, „immerhin hat unser Material Gewicht.” Eigene Handwerkerzonen, wo diese deutlich länger stehen können als in Ladezonen, könnten die Parkplatzsituation für das Gewerbe weiter verbessern. Von den 115 Wiener Glaserbetrieben sind 80 typische Handwerksbetriebe, sagt Planer, „mit einem Meister und einigen Mitarbeitern”. In den letzten Jahren werden allerdings vermehrt Ein-Personen-Betriebe (EPU) gegründet, ohne Meisterbrief, dafür mit sogenannter „individueller Befähigung”. Der Branchenvertreter sieht das kritisch, schließlich müssen Glaser eine Reihe von Normen und Vorschriften beachten. Die neuen EPU seien da nicht alle sattelfest. Planer will daher strengere Maßstäbe der Gewerbebehörde bei der Erteilung der Gewerbeberechtigungen. „Die individuelle Befähigung darf nicht so leicht vergeben werden.” Hierzu gebe es bereits Gespräche mit den Behörden, das sei aber „ein Kampf gegen Windmühlen.”Die Innung sieht sich als Basisnetzwerk für ihre Mitglieder, bietet branchenrelevante Informationen und Services, etwa einen kostengünstigen Zugang zu Normen und spezielle Schulungen bei Änderungen.

Branchenfakten

  • Die Statistik der Wirtschaftskammer Wien listet derzeit 115 aktive Glaserbetriebe auf. Sie bilden eine eigene Berufsgruppe in der Wiener Landesinnung der Dachdecker, Glaser und Spengler.
  • Die Branche ist kleinbetrieblich strukturiert. Rund 80 Betriebe sind typische, oft alteingesessene Handwerksbetriebe. Zuletzt stieg die Zahl der Ein-Personen-Unternehmen. Daneben gibt es auch Betriebe mit Teilberechtigungen wie dem Reparieren von Kfz-Windschutzscheiben oder dem Rahmen von Bildern.
  • Den Beruf des Glasbautechnikers erlernen derzeit 65 Lehrlinge, davon 29 in den Wiener Betrieben und 36 in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen.


Altes Zunftsymbol wurde ersetzt: Wiener Glaser unter neuer Flagge

Die alte Zunftfahne aus 1737 ist bereits ziemlich brüchig, deshalb haben die Wiener Glaser nun eine neue. Ende Jänner wurde sie in der Pfarre Alt-Ottakring feierlich geweiht - im Beisein des Wiener Berufsgruppensprechers Leopold Planer, des Bundesinnungsmeisters Walter Stackler, seines Vorgängers Helmut Mager und vieler weiterer Vertreter der Glaser-Branche.

Gestaltet wurde die neue Flagge von Künstlerin Claudia Bauer, die sich dabei eng an das alte Vorbild gehalten hat. Die Vorderseite ziert ein Bild des Evangelisten Lukas, Schutzpatron mehrerer Handwerksberufe (siehe Foto). Die alte Fahne wanderte in ein Depot des Kunsthistorischen Museums.

Einen ihrer ersten Auftritte hatte die neue Glaser-Fahne am vergangenen Wochenende beim Ball der Wiener Wirtschaft in der Hofburg, wo die Parade traditioneller Branchenfahnen stets dazugehört. Auch bei feierlichen Anlässen in den Innungen und Fachgruppen und bei der alljährlichen Meisterfeier der Sparte Gewerbe und Handwerk werden die Zunftfahnen zur Schau gestellt.


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