th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Geschäftsgeheimisse schützen

Geschäftsgeheimnisse sind entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens. Die wichtigsten Infos zum Schutz und angemessenen Maßnahmen im Überblick.

Zutritts-, Zugangs- und Zugriffskontrollen sowie Geheimhaltungs-vereinbarungen in Arbeitsverträgen sind mögliche Maßnahmen, die von Unternehmern zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen setzen können.
© pathdoc/Shutterstock Zutritts-, Zugangs- und Zugriffskontrollen sowie Geheimhaltungs-vereinbarungen in Arbeitsverträgen sind mögliche Maßnahmen, die von Unternehmern zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen setzen können.

Geschäftsgeheimnisse sind für Unternehmen von unschätzbarem Wert und müssen deshalb geschützt werden. Gesetzlich geregelt wird das zum Beispiel durch das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG), das ein ganzes Paket zivilrechtlicher Bestimmungen zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen enthält. Das UWG schützt neben technischen auch kommerzielle Geheimnisse, z.B. Verfahrensabläufe, Prototypen, Musterkollektionen, Rezepturen etc., sowie Kunden- und Lieferantenlisten, Einkaufskonditionen, Kooperationsvereinbarungen usw. Aber nicht nur der Schutz sowie zivilrechtliche und strafrechtliche Sanktionen bei rechtswidrigem Erwerb, Nutzung oder Offenlegung von Geschäftsgeheimnissen, auch welcher Erwerb, welche Nutzung und welche Offenlegung rechtmäßig ist und was angemessene Geheimhaltungsmaßnahmen sind, wird im UWG geregelt.

Geheimhaltungsmaßnahmen

Typisch für ein Geschäftsgeheimnis ist, dass es nicht ohne weiteres für jeden zugänglich ist. Inwieweit aktive Vorkehrungen erforderlich sind oder ob sich Geheimhaltungsmaßnahmen passiv aus den jeweiligen Umständen ergeben, ist im Einzelfall zu entscheiden. Die Angemessenheit wird von der Art des Geschäftsgeheimnisses sowie der Branche und Größe des Unternehmens abhängig sein. Als Einflussfaktoren für die Beurteilung der Angemessenheit sind folgende: die Art der Information, allfällige Entwicklungs-kosten, die Bedeutung für das Unternehmen, die Größe des Unternehmens, übliche Geheim-haltungsmaßnahmen im Unternehmen wie auch in der Branche, vereinbarte vertragliche Regelungen mit Arbeitnehmern und Geschäftspartnern. Für KMU, die keine Rechtsexperten im Unternehmen haben und nur über begrenzte finanzielle Mittel verfügen, genügt ein geringerer Standard. Der Geheimhaltungswille kann sich auch aus den Umständen ergeben. „Sicherheitslücken” lassen bei ansonsten funktionierenden Schutz-mechanismen nicht notwendigerweise den Schluss zu, dass der Unternehmer kein Interesse an der Geheimhaltung hat. Es ist auch in Ordnung, wenn einem durchschnittlichen Arbeitnehmer der Wille des Unternehmers klar sein musste, z.B. wenn ein Geschäftsgeheimnis regulär nur durch das Einloggen in eine passwortgeschützte Datenbank eingesehen werden kann. Daraus ergibt sich, dass es zwar nicht notwendig ist, gänzlich neue Maßnahmen im Unternehmen einzuführen und diese zu dokumentieren, aber dass bestehende Schutzvorkehrungen zweifelsfrei erkennen lassen müssen, dass gewisse Daten einem bestimmten Personenkreis vorbehalten sein sollen. Maßnahmen-Beispiele sind:

  • Zutritts-, Zugangs- und Zugriffskontrollen (baulich und elektronisch), IT-Systeme, „need-to-know”-Prinzip: Jeder Mitarbeiter eines Unternehmens sollte nur auf Informa-tionen zugreifen können, die zur Durchführung seiner Aufgaben erforderlich sind
  • Geheimhaltungsvereinbarungen, nondisclosure agreements bzw. confidential disclosure agreements, Geheimhaltungsklauseln in Arbeits- und Werkverträgen, spezielle Bestimmungen für Geheimnisträger - Achtung bei der Nutzung privater Geräte (Home-Office), Mitarbeiterschulung, Unternehmensrichtlinien über den Umgang mit Geheimnissen
  • Vertraulichkeitsvereinbarungen sowie Wettbewerbsklauseln v.a. auch im Umgang mit externen Partnern, Besuchermanagement

Datenschutzgesetz

Das Datenschutzgesetz regelt das Grundrecht auf Geheimhaltung von Daten für natürliche und juristische Personen. Die Verarbeitung von personenbezogenen Daten hat nach den Grundsätzen dem Datenschutzgesetz und nach den Bestimmungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zu erfolgen. Ein Geschäftsgeheimnis als Datum einer juristischen oder natürlichen Person kann daher prinzipiell auch dem Regime des Datenschutzes unterliegen, weshalb eine Geheimhaltungsverpflichtung auch aus dem Datenschutzgesetz hergeleitet werden könnte.




Das könnte Sie auch interessieren

Präsident der WKW Herr Ruck

Services der Wirtschtschaftskammer Wien

Breite Palette an Services für Wiener Unternehmen  -Interview mit Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien mehr

Betriebsanlagen

Beratung bei Betriebsanlagen

Auf dem Weg bis zur Genehmigung einer Betriebsanlage sind Wiener Unternehmen nicht alleine. Wirtschaftskammer Wien- Experten wie Jürgen Wieser begleiten und beraten. mehr

Besichtigung der PV-Anlage: Interessierte Unternehmer und District Managerin Isabel Heiß (3.v.l.)

Vienna Business Districts helfen Betrieben beim Klimaschutz

Betriebsbesichtigungen informieren über individuelle Möglichkeiten mehr