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Geschäft oder Liebhaberei?

Was bedeutet Liebhaberei im wirtschaftlichen Kontext? Eine Zusammenfassung der wichtigsten Fakten.

Liebhaberei
© Gorodenkoff/Shutterstock

Ist aus einer Tätigkeit mittel- bis langfristig kein positiver Saldo aus Gewinnen und Verlusten zu erwarten, spricht man von Liebhaberei. Verluste aus Liebhaberei dürfen weder mit Gewinnen aus anderen Einkünften ausgeglichen noch in Folgejahre vorgetragen werden. Sie sind einkommens- und umsatzsteuerrechtlich ebenso wenig relevant wie ausnahmsweise entstandene Gewinne - diese sind nicht steuerpflichtig.

Macht ein Unternehmen mehrere Jahre lang Verluste, so beurteilt das Finanzamt, ob überhaupt Absicht und Möglichkeit bestehen, mit der Tätigkeit einen Gesamtgewinn zu erzielen - anhand folgender Kriterien:

  • Ausmaß und Entwicklung der Verluste,
  • Relation Verluste zu Gewinnen,
  • Ursachen der Verluste im Verhältnis zu Vergleichsbetrieben,
  • marktgerechtes Verhalten,
  • Art und Ausmaß der Bemühungen zur Verbesserung der Ertragslage.

Das Finanzamt unterscheidet zwischen

  1. Angenommene Gewinnabsicht
    Bei Tätigkeiten, für die aus objektiver Sicht anzunehmen ist, dass Gewinnabsicht besteht und sie als Einkunftsquelle dienen sollen, geht das Finanzamt nicht von vornherein von Liebhaberei aus. Hier toleriert das Finanzamt Verluste für einen Zeitraum von drei Jahren zur Verrechnung mit anderen, positiven Einkünften. Der Zeitraum kann auf maximal fünf Jahre verlängert werden. Wird jedoch nachträglich festgestellt, dass mit einem Betrieb kein Gesamtgewinn erzielt werden kann, bringt seine Weiterführung aus steuerrechtlicher Sicht den Wandel zur Liebhaberei mit sich - wegen fehlender Gewinnerzielungsabsicht. Es liegt kein Betrieb im wirtschaftlichen Sinn mehr vor, Einkünfte daraus sind nicht mehr steuerwirksam. Betriebsvermögen wird zu Privatvermögen des Betriebsinhabers.
  2. Privates Interesse im Vordergrund
    Bei manchen Tätigkeiten vermutet das Finanzamt von vornherein, dass es sich um Liebhaberei handelt. Das sind solche, die sehr eng mit privaten Interessen und Hobbys in Verbindung stehen (z.B. Pferdezucht, Schriftsteller, Hobbymaler, Vermietung einer Segeljacht etc.). Auch Privatgeschäftsvermittlung und die Vermietung von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen fallen darunter. Sie gelten von Beginn an als Liebhaberei, wenn damit Verluste generiert werden, es gibt keinen Betrachtungszeitraum über mehrere Jahre. Es gibt auch kein Recht zum Vorsteuerabzug. Die Vermutung auf Liebhaberei kann widerlegt werden, wenn man z.B. mittels einer Prognoserechnung nachweist, dass in einem angemessenen Zeitraum ein Gewinn erwartet werden kann. Die Länge dieses Zeitraums ist abhängig von den eingesetzten Mitteln. 
Achtung!

Eine Tätigkeit, die das Finanzamt als Liebhaberei beurteilt hat, muss nicht auf ewig eine solche bleiben. Ändern sich die Umstände, unter denen man seinen Betrieb führt, so ist die Frage der Liebhaberei neuerlich zu beurteilen.



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