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Gastro als Zugpferd für Reumannplatz

Die Verlängerung der U1 hat den Reumannplatz Passantenfrequenz gekostet. Unterstützt von der Wirtschaftskammer Wien, will eine Unternehmerinitiative den Platz durch ein neues Gastro-Angebot beleben.

Geht es nach den örtlichen Unternehmern, nach der Umgestaltung zusätzlich einen Gastronomiebereich geben. Dieser würde für Leben sorgen und das Sicherheitsgefühl der Passanten erhöhen.
© 3:0 Landschaftsarchitektur Geht es nach den örtlichen Unternehmern, nach der Umgestaltung zusätzlich einen Gastronomiebereich geben. Dieser würde für Leben sorgen und das Sicherheitsgefühl der Passanten erhöhen.

Ein Gastronomiepavillon, der architektonisch ansprechend gestaltet ist und die Menschen motiviert, hierher zu kommen und zu verweilen: Geht es nach den Vorstellungen einiger lokaler Unternehmer, könnte so das Zukunftskonzept für den Reumannplatz aussehen. Der Platz in Favoriten war jahrzehntelang Endstelle der U-Bahnlinie U1 und eine stark frequentierte Umstiegstelle zu Bussen und zur Straßenbahnlinie 67, die von dort stadtaus- und stadteinwärts führte. Mit der Verlängerung der U1 bis nach Oberlaa wurden auch die Routen der öffentlichen Verkehrsmittel geändert. Einige Busse fahren nun gar nicht mehr zum Reumannplatz und docken an anderer Stelle an das U-Bahnnetz an. Die wenigen Linien, die geblieben sind, halten am Rand des Platzes, ebenso die Straßenbahn, die den Reumannplatz nun nicht mehr durchquert, sondern nur noch am Rand tangiert und hier endet. 

Die Laufkundschaft fehlt

Damit ist aber auch die Passantenfrequenz auf dem Reumannplatz deutlich gesunken - ein Umstand, den die dort ansässigen Unternehmer spüren. „Die Gelegenheitskäufer fehlen”, sagt etwa Modehändler Stefan Harnisch. Eissalonbesitzer Kurt Tichy ist zwar nach eigener Angabe kaum von Einbußen betroffen. Dass nun aber weniger Passanten unterwegs sind, sehe er allerdings auch. Im Sommer ist Tichys Eissalon selbst ein wichtiger Frequenzbringer. „Wenn der Tichy im Winter zu ist, ist der Platz tot”, meint Friseur Peter Strassl. Gemeinsam mit anderen Unternehmern haben sich die drei zu einer Initiative für die Belebung des Reumannplatzes zusammengeschlossen und vor kurzem ihre Idee dazu präsentiert. Ein Geht es nach den örtlichen Unternehmern, so sollte es am

Reumannplatz nach dessen Umgestaltung zusätzlich zu Freiraum und Grünflächen auch einen Gastronomiebereich geben, wie dieses Rendering zeigt. Dieser würde für Leben sorgen und das Sicherheitsgefühl der Passanten erhöhen, sind die Unternehmer sicher. Gastro-Pavillon im Bereich der früheren Straßenbahnhaltestelle, der an den U-Bahn-Zugang anschließt. Das Bauwerk soll luftig und modern gestaltet und mit rund 400 Quadratmetern Größe Platz für mehrere Anbieter haben. Der Gastrobereich sollte ganzjährig geöffnet sein, mit je 100 Sitzplätzen innen und außen und öffentlich zugänglichen Sanitärräumen. Die bestehende Entlüftung für die U-Bahn und der Zugang zur Tiefgarage könnten in den Bau integriert werden. Die Wiener Linien, die derzeit in dem Bereich ein Mitarbeiter-Expedit haben, müssten dieses allerdings umsiedeln.

Pavillon soll neues Publikum anziehen und für Leben sorgen

„Mit dem Gastro-Pavillon wollen wir neues Publikum ansprechen”, sagt Reinhard Scholda, Apotheker am Reumannplatz. „Es wäre eine Chance für Favoriten, den Platz zum Bezirksmittelpunkt zu machen”, ergänzt Strassl. Der Vorschlag wird auch von Iris Einwaller, Bezirksobfrau der Wirtschaftskammer Wien für Favoriten, unterstützt. Dort, wo sich etwas tut, erhöhe sich auch das subjektive Sicherheitsgefühl. „Das wäre eine win-win-win-Situation für Unternehmer, Bevölkerung und Bezirk”, so Einwaller. „Der neue Platz könnte ein Treffpunkt für alle werden, auch ein Angebot für die Jugend.” Den Platz zu beleben und so für ein höheres subjektives Sicherheitsgefühl zu sorgen, war auch eines der Hauptanliegen der Anrainer, die von der Stadt Wien bereits 2016 über ihre Wünsche zur Umgestaltung des Reumannplatzes gefragt wurden.

Unternehmer Kurt Tichy, Bezirksvorsteher Marcus Franz, WK Wien-Obfrau für Favoriten, Iris Einwaller, Friseur Peter Strassl und Apotheker Reinhard Scholda (v.l.)
© Florian Wieser Unternehmer Kurt Tichy, Bezirksvorsteher Marcus Franz, WK Wien-Obfrau für Favoriten, Iris Einwaller, Friseur Peter Strassl und Apotheker Reinhard Scholda (v.l.)

Darauf aufbauend, erstellte die Stadt einen Planungsvorschlag, der Sitzgelegenheiten, Grün und Wasserelemente vorsieht, jedoch keine wirtschaftliche Nutzung. Die Unternehmer sind aber überzeugt, dass ihr Vorschlag eines Gastro-Pavillons gut ins Konzept passen würde. Unterstützung erhält die Idee auch vom Favoritner Bezirksvorsteher Marcus Franz. Ob und wie sie umsetzbar sei, müssten jetzt Gespräche mit der Stadt und den Wiener Linien klären. Die Stadt will bereits 2019 mit dem Umbau des Reumannplatzes beginnen.

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